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Betreutes Wohnen für Jugendliche - darauf sollten Sie achten

Betreutes Wohnen für Jugendliche ist oft der letzte Ausweg, um eine gespaltene Eltern-Kind-Beziehung zu kitten. Hier ist aber auch Vorsicht geboten.

Betreutes Wohnen für Jugendliche - oft die letzte, manchmal die einzige Lösung
Betreutes Wohnen für Jugendliche - oft die letzte, manchmal die einzige Lösung

Was Sie benötigen:

  • Adressen von Wohnheimen
  • Kontakt zum Jugendamt
  • viel Geduld und Ausdauer

Betreutes Wohnen für Jugendliche ist eine Möglichkeit, eine gespaltene Eltern-Kind-Beziehung zu reparieren. Oftmals ist es aber auch für Jugendliche aus Problemfamilien der einzige Ausweg, um im Leben selbst Fuß zu fassen. Die Wohnheime sollten aber genau unter die Lupe genommen werden.

 Betreutes Wohnen für Jugendliche - das sollten Sie wissen

  • Wer ein Wohnheim für betreutes Wohnen für Jugendliche sucht, kann im Internet nach passenden Stellen suchen oder sich im Jugendamt erkundigen. Es gibt richtige Wohnheime oder betreute WGs, Sie sollten sich also entscheiden, was Ihnen lieber ist. Das gewählte Wohnverhältnis sollte genau unter die Lupe genommen werden.
  • Wie sieht das Wohnheim oder die WG für das betreute Wohnen für Jugendliche aus? Ist sie gepflegt und ordentlich oder herrscht hier Chaos?
  • Welche Altersklassen findet man in der Wohngemeinschaft? Nach Möglichkeit sollten die Altersklassen nicht zu weit auseinandergehen, sonst kann es Konflikte geben.
  • Wollen Sie eine gemischte Wohngemeinschaft oder lieber eine gleichgeschlechtliche?
  • Wie sind die Bewohner und Betreuer? Erscheinen sie sympathisch, können Sie sich mit ihnen gut unterhalten?
  • Wie spricht der Jugendliche selbst auf die Einrichtung für das betreute Wohnen an? Schließlich muss er mit dem Wohnverhältnis, den Mitbewohnern und Betreuern klarkommen.
  • Welche Freizeitangebote gibt es in dem Wohnheim? Welche Hausordnung gibt es?
  • Wird das Wohnheim von der Stadt finanziert oder müssen die Eltern es selbst bezahlen?
  • In erster Linie ist es wichtig, dass dem Jugendlichen das betreute Wohnen zusagt; es hilft nichts, wenn die Eltern das Wohnheim super finden und der Jugendliche sich dort nicht wohlfühlt.
  • Gerade für junge Mädchen, die ein Kind erwarten oder haben, gibt es spezielle Mutter-Kind-Heime. Hier gibt es spezielle Betreuung, und die Mädchen haben die Möglichkeit nebenbei noch ihre Ausbildung zu machen.
  • Natürlich sollten die Eltern trotz Wohnheim versuchen, den Kontakt zum Jugendlichen aufrechtzuerhalten. Ein Problem ist hier immer, dass der Jugendliche sich von der Familie ganz distanziert. Das mag bei manchen Fällen sogar sehr sinnvoll sein. Sie müssen sich aber auch darüber im Klaren sein, dass die Eltern-Kind-Beziehung dann möglicherweise ganz kaputtgeht.

Auf jeden Fall sollten Sie sich für die Suche viel Zeit nehmen und nicht das nächstbeste Wohnheim wählen.

Betreutes Wohnen für Jugendliche - so bekommen Sie einen Platz

Unter gewissen familiären Umständen ist es sinnvoll, wenn Jugendliche von zu Hause ausziehen und in eine Einrichtung für betreutes Wohnen gehen. Dort werden die Jugendlichen von Sozialpädagogen betreut und im Alltag unterstützt.

Betreutes Wohnen beantragen

  • Bei schwerwiegenden familiären Problemen wie Alkoholismus, Vernachlässigung oder Gewalt wenden Sie sich umgehend an das zuständige Jugendamt. Dort erhalten Sie ausführliche Beratung und Hilfe. Nur das Jugendamt selbst kann Ihnen einen Platz in einer Einrichtung für betreutes Wohnen vermitteln. 
  • Betreutes Wohnen wird normalerweise für Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren beantragt, wenn das Elternhaus massive Erziehungsdefizite aufweist.
  • Außerdem kann betreutes Wohnen sinnvoll sein, wenn Eltern und Jugendliche während der Pubertät in ständigem Konflikt zueinanderstehen. Eine räumliche Distanz durch Auszug kann die Konfliktlage entschärfen. 

Sozialpädagogische Unterstützung für Jugendliche

  • Das betreute Wohnen soll Jugendlichen helfen, selbstständig zu werden und diese bei der Persönlichkeitsbildung stärken. Wesentlich hierbei ist die Bereitschaft des Jugendlichen, sich an vereinbarte Regeln und Aufgaben zu halten und damit seinen Beitrag zum Gelingen dieser Maßnahme zu leisten.
  • Bei den meisten Einrichtungen gibt es eine Probezeit für den Jugendlichen. Der Jugendliche muss zeigen, dass er bereit ist, Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen. Hierzu gehört auch, dass er verlässlich zur Schule/Ausbildung oder zur Arbeit geht.

Weitere Autorin: Melanie Meißner

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