Außengehege für Kaninchen - Bauanleitung

Hauskaninchen in einem Außengehe laufen zu lassen, tut den Tieren richtig gut. Hauskaninchen in einem Außengehe laufen zu lassen, tut den Tieren richtig gut.
Kaninchen bzw. Hasen werden als Haustiere immer beliebter. Dabei werden sie nicht selten in der Wohnung gehalten. Im Garten, soweit vorhanden, wird dann gerne ein Außengehege für das Kaninchen gebaut, so dass es sich auch in freier Natur bewegen und fressen kann. Bedenken Sie aber dabei, dass zuviel feuchtes Grünzeug Ihrem Kaninchen schnell mal einen Durchfall bescheren kann.
Heiko Müller
07.02.2011 Heiko Müller
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • Karnickeldraht
  • Garten
  • Wiese
  • Zeit
  • Schippe
  • Spaten

Ein Außengehege aufstellen

  • Prinzipiell können Sie eigentlich alles als Umzäunung nutzen, was Sie gerade zur Hand haben.
  • Sehr praktisch sind käuflich erwerbbare Gittersysteme, die entweder zusammensteckbar oder aufklappbar sind.
  • Diese lassen sich sehr gut als Außengehege benutzen.
  • Sie haben den Vorteil, dass sie schnell umstellbar und auch schnell wieder weggeräumt sind.
  • Außerdem sind sie sehr stabil und können auch im Innenbereich genutzt werden, wenn Sie Ihr Kaninchen unbeaufsichtigt lassen möchten.

Zaun für Kaninchen selber bauen

  • Sie können ein Außengehege auch schnell selber bauen.
  • Dazu besorgen Sie sich ca. 5-10 m feinmaschigen Karnickeldraht (Drahtgeflecht, Meterware) und Stäbe zum Befestigen das Drahtes.
  • Das Außengehege für Ihr Karnickel sollte mindestens 40 cm hoch sein, die Stangen zum Befestigen entsprechend der Stecktiefe im Rasen etwas länger.
  • Suchen sie sich eine freie Stelle im Garten, wenn möglich eine, an der viel unterschiedlicher Pflanzenbewuchs ist (Löwenzahn, Getreide, oder Ähnliches).
  • Stecken Sie hier mit den Stangen, gerne auch gekürzte Besenstiele oder Ähnliches, ein Areal ab.
  • Wickeln Sie den Karnickeldraht nun um diese Stäbe herum ab und befestigen die Maschen mit Kabelbinder oder Leine an den Stäben.
  • Haben Sie vor, Ihr Kaninchen auch unbeaufsichtigt zu lassen, dann müssen Sie die gesamte Konstruktion noch vorsorglich ca 10 cm tief in das Erdreich einlassen, damit sich der Nager nicht unten einen Weg ins Freie buddelt. Ebenfalls sollte der Bereich mit altem Store oder einem Netz bedeckt werden, damit das Kaninchen nicht darüber springen kann.
  • Das Gehege darf nicht andauernd der Sonne ausgesetzt sein. Sorgen Sie bitte für genügend Schatten.
  • Für kurze Ausflüge ins Freie gibt es auch spezielle Leinen zu kaufen, womit man das Kaninchen quasi "ausführen" kann. Das ist für die Häschen aber sehr unbequem und sollte nur kurz angewendet werden.
  • Wenn Sie Ihr Kaninchen in ein Außengehege lassen oder es anderweitig mit in die Natur nehmen möchten, denken Sie bitte immer an die Gefahren. Hauskaninchen sollten immer vor Sonne, Wind und Regen geschützt sein. Beachten Sie bitte auch, dass manche Areale mit Dünger oder Pestizide behandelt sein können, was Ihrem Kaninchen ebenfalls schaden kann.

Kaninchen sind sehr sensible Tiere. Sie bemerken Ihre Feinde, schon, wenn sie Ihnen noch nicht gar aufgefallen sind. Ein Kaninchen im Außengehege allein zu lassen, kann daher unter Umständen dessen Verletzung oder gar Tod zur Folge haben. Kaninchen reagieren auf solche Wahrnehmungen oft mit Panikattacken oder wildem Fluchtzwang und verletzen sich dann oft schwer an den Gehegezäunen oder Gittern. Sie können auch in einen Schockzustand geraten und daran verenden. Bleiben Sie daher lieber immer in der Nähe und lassen Sie Hund und Katze nicht zu nah an das Außengehege heran.

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