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Analphase beim Kleinkind - nützliche Informationen

Siegmund Freud stellte eine Entwicklungstheorie auf, in welcher der Mensch in seiner frühen Kindheit diverse Phasen durchläuft. Eine dieser Phasen ist die Analphase. Sie ist dritte von sechs Entwicklungsphasen von Kleinkindern.

Kinder entwickeln sich ausgesprochen schnell.
Kinder entwickeln sich ausgesprochen schnell.

Freuds Entwicklungstheorie

  • Siegmund Freud war der Entdecker und Begründer der Psychoanalyse. Er war der Ansicht, das Unterbewusstsein wäre ein zentraler Akteur, was das Handeln des Menschen angeht.
  • Siegmund Freud sah ebenso stets die Libido, die Entwicklung der Sexualität im Mittelpunkt der Entwicklung des Menschen. Das Gegenstück hierzu bildete der Destrudo - der Todestrieb.
  • Die Libido entwickelt sich erst auf den unterschiedlichen Körperzonen - diese geschieht in unterschiedlichen Phasen.
  • Stehen bleiben Sie auf einer Phase, können Sie diese nicht ausleben oder leben Sie diese übermäßig aus. In diesem Fall bleiben Sie innerlich an die entsprechende Phase gebunden und sind in Ihrem Leben auf neurotische Weise unbewusst an das Thema der entsprechenden Phase gebunden.
  • Ebenfalls zentral für Freunds Entwicklungstheorie ist die Abstufung des Inneren in Über-Ich, Ich und Es. Während das Es die inneren Triebbedürfnisse vertritt, stellt das Über-Ich die übernommenen Wert- und Normvorstellungen der Gesellschaft dar. Das Ich vermittelt zwischen diesen beiden und stellt im Idealfall ein Gleichgewicht her.

Die Analphase beim Kleinkind

  • Die Analphase, auch anale Phase genannt, ist die Phase, welche sich mit dem Aufbau des Autonomiesystems beschäftigt.
  • Während dieser ist nun die Afterregion zentral: Anal kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "den After betreffend".
  • Dieser ist nun die erogene Zone des Kleinkindes und steht somit für dieses im Mittelpunkt.
  • Da es um Triebbefriedigung geht, empfindet das Kleinkind auf spezielle Weise Befriedigung bei der Entleerung des Darms beziehungsweise im Zurückhalten des Kots, sogar im Spielen mit und Erkunden des Analbereichs - daher der Name Analphase.
  • Sie können es auch als "Lernen von Festhalten und loslassen" bezeichnen. Nach Freud weist der Erwachsene, welcher diese Phase nicht überwältigt hat, folglich in ihr stecken blieb, anale Verhaltensweisen auf - in Form von Geiz, übermäßiger Reinlichkeit, Hartnäckigkeit bis hin zu Pedanterie, zum Beispiel einer zu frühen und rigiden Sauberkeitserziehung. 
  • Auf der Beziehungsebene geht es dem Kind nun zunehmend darum, den eigenen Willen durchzusetzen.
  • Es kann seine Schließmuskulatur seinem Willen unterordnen - somit versucht es dies zunehmend auch bei Ihnen, den Eltern. Das erste Mal erlebt das Kleinkind sich als handlungsfähig, es kann sich nun anderen verweigern.
  • Durch die Abgrenzung von der Umwelt in dieser Phase entwickelt sich das "Ich", welches später zwischen Triebbedürfnissen und Über-Ich vermitteln wird.
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