Alle Kategorien
Suche

Wie löst man Probleme?

Sie können lernen, Probleme systematisch zu lösen
Sie können lernen, Probleme systematisch zu lösen
Da sicherlich auch Sie Tag für Tag mit Schwierigkeiten und Problemen konfrontiert werden, stellt sich die Frage, wie man diese effektiv löst. Ziel dieses Artikels ist es, Ihnen zwei Konzepte zu vermitteln, mit deren Hilfe Sie Ihre Probleme beinahe wie von selbst lösen.

Was Sie benötigen:

  • Stift und Papier

Probleme erfolgreich lösen - so gelingt es 

Oft wirken Probleme riesig, ja bedrohlich. Aus diesem Grund ist es ratsam, Ruhe zu bewahren und systematisch das Problem anzugehen.

  • Schreiben Sie auf, worum es sich bei dem Problem handelt. Beschreiben Sie es so konkret wie möglich. Denken Sie an alle relevanten Fakten und beziehen Sie diese in Ihre Überlegungen ein. Beantworten Sie die folgenden Fragen: Was ist das eigentliche Problem? Welche Faktoren müssen beachtet werden? Worin besteht die Herausforderung? Was ist das Ziel?

  • Bis zu diesem Punkt haben Sie Ihr Problem lediglich theoretisch betrachtet. Trotzdem war dieser Schritt wichtig. Denn nun wissen Sie, worum es sich bei dem Problem eigentlich handelt, kennen die wichtigen Faktoren und vor allen Dingen wissen Sie, wo Sie hinwollen bzw. welches Ziel Sie erreichen wollen. Alle diese Aspekte sind wichtig, wenn Sie lernen wollen, wie man ein Problem löst.

  • Schreiben Sie nun auf, wie sich Ihr Problem im günstigsten Verlauf entwickeln könnte. Denken Sie aber auch über die Möglichkeiten und Zusammenhänge nach und schreiben Sie alles auf.

  • Denken Sie nun daran, wie sich Ihr Problem im ungünstigsten Fall entwickeln könnte. Was haben Sie zu verlieren? Bleiben Sie aber bei allen Überlegungen nüchtern. Wägen Sie Vor- und Nachteile ab und schreiben Sie diese auf. Wie werden Sie sich verhalten, wenn der schlimmstmögliche Fall eintritt? Nennen Sie Optionen, die Sie dann noch haben, so konkret wie möglich und schreiben Sie auch diese auf. Dieser Schritt dient nicht dazu, dass Sie Horrorszenarien ausmalen, sondern dass Sie sich bewusst machen, dass Sie selbst im schlimmstmöglichen Fall immer noch Möglichkeiten haben. Es wird Ihnen leichter fallen, Ihre Probleme zu lösen, wenn Sie merken, dass selbst im schlimmstmöglichen Fall nicht alles verloren ist. 

  • Denken Sie abschließend über folgende Fragen nach: Welchen Einfluss hätte der glücklichste bzw. unglückliche Verlauf auf Ihren Partner, Ihre Kinder, Ihre Eltern und Ihren Freundeskreis? Brauchen Sie Hilfe von außen? Wenn ja, wie könnte diese aussehen, wer könnte diese bieten und was würde das kosten? Sind alle Beteiligten mit der Lösung zufrieden oder gibt es noch Einwände? Natürlich ist es schwierig, alle Personen unter einen Hut zu bringen, aber vielleicht sehen Außenstehende ja noch Dinge oder Fakten, die Sie bisher übersehen haben.

Wie man Probleme mit System löst

Das zweite Schema, wie man Probleme erfolgreich löst, ist ein Teil der klientenzentrierten Gesprächsführung nach Carl Rogers. Der große Vorteil bei diesem Schema ist, dass es sehr übersichtlich ist, und sich so wie das erste Schema auf alle Probleme anwenden lässt. Allerdings werden Sie beim aufmerksamen Lesen sicherlich feststellen, dass es zwischen beiden Konzepten Parallelen gibt.

  • Wenn ein Klient zu Rogers kam und ihn darum bat, dass er doch sein Problem löse, gab es immer zuerst eine allgemeine Orientierung. Der erste Schritt hierbei war festzustellen, ob es sich um ein reines Sachproblem handelt. Wenn dies so ist, kann dies aufgeschoben werden. Handelte es sich aber um ein persönliches Problem, musste dieses zuerst gelöst werden. Denn oft sind Probleme und unsere Persönlichkeit untrennbar miteinander verbunden. Außerdem wurde abgeklärt, wie schwerwiegend das Problem ist und wie dringend etwas unternommen werden musste.

  • Erst nach der allgemeinen Orientierung können Sie sich der eigentlichen Lösung zuwenden. Nun geht es darum, dass Sie die einzelnen Elemente der problematischen Situation erkennen, denn nur so werden diese nachvollziehbar. Außerdem ist es ratsam, das Gesamtproblem in einzelne Teilprobleme zu unterteilen, damit es übersichtlicher wird. Außerdem stehen Ihre Probleme dann nicht wie ein Berg vor Ihnen.

  • Der dritte Schritt lautet „Entwicklung von Alternativen“. Hierbei geht es darum, dass Sie alles aufschreiben, was Ihrer Meinung nach dazu beiträgt, die Probleme zu lösen. Wichtig ist, dass Sie zu diesem Zeitpunkt erst einmal Lösungsvorschläge zusammentragen, ohne diese zu bewerten. Denn das, was am Anfang als „Blödsinn“ abgewertet wird, kann sich am Ende doch als praktisch erweisen. Alles, was das Problem löst, wird also festgehalten.

  • Nun werden alle Alternativen überprüft. Zwei Fragen sind in dieser Phase besonders wichtig. Sie lauten: „Was ist die Konsequenz, wenn die Probleme auf diesem Weg gelöst werden?“ und „Sind Sie auch bereit, diese Konsequenz zu tragen?“ Wenn die Antwort auf diese Frage „nein“ lautet, verfällt die Option und kann gestrichen werden.

  • Abschließend werden alle noch offenen Möglichkeiten noch einmal überprüft. Welche Möglichkeit löst Ihre Probleme am effektivsten? Der große Vorteil dieses Schemas ist, dass Sie am Ende nicht nur eine Option haben. Sie haben gleich einen Plan B in der Tasche und können hierfür sofort Schritte einleiten, sollte der Weg, der anfangs am effektivsten erschien, sich als nicht realisierbar erweisen.

Teilen: