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"Teaser": Was bedeutet das eigentlich?

Der Begriff kommt aus dem englischsprachigen Raum und leitet sich vom Verb „to tease“ ab. Das bedeutet „hänseln“ und „necken“, aber auch „neugierig machen“ und „reizen“. Ursprünglich hat das Wort eher eine etwas negative Bedeutung, wird aber im journalistischen Fachjargon und in der Werbebranche benutzt im Sinne von „Denkaufgabe“ oder „Anreißer“. „Teaser“ bezeichnet einen kurzen Text, ein Bild oder eine kurze Videosequenz, die zum Weiterlesen, -klicken oder -sehen animieren soll.

Ein Teaser kann etwas Neues ankündigen
Ein Teaser kann etwas Neues ankündigen

Verwendung von „Teaser“:

Nicht nur in der Werbung oder im Journalismus ist der Begriff geläufig, er wird auch zunehmend in der Film- und Fernsehwelt ver- und angewendet. Hier werden in ganz kurzen Sequenzen neu anlaufende Serien oder Filme angekündigt. Anders als beim Trailer, der einzelne Szenenausschnitte zeigt, müssen beim „Teaser“ nicht einmal Elemente des Films enthalten sein. Es kann sich auch nur um Wortfetzen oder Soundeffekte handeln.

Beim Fernsehen werden „Teaser“ gerne in Werbepausen eingefügt. Dort sollen sie möglichst viele Zuschauer zur Prime-Time erreichen und beispielsweise die Pilotfolge einer neuen Serie oder eines Filmes ankündigen. Bei Netflix sind „Teaser“ auch ein beliebtes Mittel der gezielten Werbung für ein Spin-off oder ein Crossover. Es werden dabei keine wichtigen Informationen gegeben, die im Gegensatz zum Spoiler auch keine Handlung vorwegnehmen.

Was ist im Gebrauch zu beachten?

Um den perfekten „Teaser“ schreiben zu können, braucht man natürlich umfassende Hintergrundinformationen, denn es ist nicht einfach mit wenigen Sätzen oder Bildern, kurz und prägnant, auf etwas aufmerksam zu machen, das man aber noch nicht verraten möchte. Hier kann ein einzelnes Wort auch Neugierde entfachen, beispielsweise „Demut“. Nun fragt sich der Leser, wieso er demütig sein sollte und möchte den Zusammenhang erkennen.

Ein guter „Teaser“ vermittelt Emotionen, das kann Freude, Entsetzen oder Verwunderung sein. Wichtig ist, dass der Leser Interesse hat weiterzulesen. Man kann ein Schlagwort hineinbringen, das auf das Thema hinweist. Hier können Sie eine These aufstellen oder in Frage stellen.

In der Kontroverse liegt hier die Kraft, denn man wird neugierig und möchte als Leser die Auflösung des scheinbaren Konfliktes bekommen.

Zitate bekannter Personen oder ein gegebenes Versprechen animieren auch weiter zu lesen und länger auf der Seite zu verweilen.

Seine Zielgruppe zu kennen ist wichtig, denn so kann man die Sprache anpassen und auf die Bedürfnisse der anzusprechenden Personen eingehen.

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