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Rosenstecklinge an Ort und Stelle ziehen - so klappt's

Brauchen Geduld: Rosenträume selbst gezogen
Brauchen Geduld: Rosenträume selbst gezogen
Möchten Sie mehr von Ihren Lieblingsrosen im Garten haben, vermehren Sie diese über Stecklinge doch einfach selbst, am besten gleich am dafür vorgesehenen Platz. Das geht leichter, als Sie denken.

Was Sie benötigen:

  • eine scharfe Rosenschere
  • große, saubere Gläser entsprechend der Anzahl der Stecklinge
  • eventuell Pflanzenschilder

Wenn Sie im Garten eine Rosenhecke anlegen oder bestimmte Rosen im Dutzend haben möchten, kann das ganz schön teuer werden. Die vegetative Vermehrung über Steckhölzer macht wenig Arbeit und kostet nichts. Das Einzige, was Sie brauchen, ist ein wenig Geduld, bis Ihre neu gewonnenen Rosen zum ersten Mal blühen.

Rosen aus Steckhölzern heranziehen - nichts leichter als das

  1. Am besten klappt es mit der Vermehrung über Stecklinge beziehungsweise Steckhölzer mit wilden Rosen, alten Rosen, Bodendecker-Rosen, Ramblerrosen, Kletterrosen und Strauchrosen. Beginnen Sie mit der Vermehrung im Frühjahr vor dem Austrieb. Sie müssen dann kein unnötiges Blattwerk entfernen, der Boden ist noch gut feucht und erwärmt sich schnell.
  2. Schneiden Sie von der Mutterpflanze etwa 20 Zentimeter lange Steckhölzer von einjährigen, kräftigen Trieben, an denen zwei bis drei Blattansätze vorhanden sind.
  3. Stecken Sie die Stecklinge an der Stelle in gut feuchte Erde, wo die Rose auch später stehen soll, und zwar so tief, dass das obere Ende etwa fünf Zentimeter aus der Erde heraus schaut. Der obere Blattansatz sollte noch zu sehen sein.
  4. Bedenken Sie beim Stecken die spätere Größe der Rose und achten Sie auf entsprechenden Abstand zu den Nachbarpflanzen. Strauchrosen wirken besser in Gruppen, weshalb Sie hier ruhig drei bis vier Steckhölzer dicht beieinander setzen können. Auch bei einer Rosenhecke dürfen Sie die Steckhölzer dichter setzen. Für geschlossene Hecken setzen Sie die Stecklinge zweireihig versetzt in einem Abstand von 30 bis 40 Zentimetern.
  5. Stülpen Sie über jeden Steckling ein sauberes, ausreichend großes Glas ohne Etikett. Gut geeignet sind zum Beispiel große Gurkengläser.
  6. Wenn Sie verschiedene Sorten gleichzeitig vermehren, stecken Sie Namensschilder dazu, damit Sie sich später noch daran erinnern, wo Sie welche Rose gepflanzt haben.
  7. Jetzt heißt es warten. Bis zum Herbst sollten die Stecklinge so viel Blattwerk entwickelt haben, dass es im Glas langsam zu eng wird. Entfernen Sie nun die schützende Haube.

So pflegen Sie Ihren Rosennachwuchs weiter

  • Mit Anhäufeln und einer Abdeckung aus Fichtenreisig bringen Sie Ihre Rosenkinder gut über den Winter, damit sie im Folgejahr richtig loslegen können.
  • Falls die neuen Rosen doch einen anderen Platz bekommen sollen, können Sie sie im nächsten Frühjahr an ihren endgültigen Standort umpflanzen.
  • Je nach Sorte und Wuchsfreudigkeit können Sie nach zwei bis drei Jahren mit ersten Blüten rechnen.

Für erste Versuche mit Rosenstecklingen können Sie auch ein leeres Beet nutzen. Dort haben Sie Ihre Schützlinge besser im Blick. Da auch immer mit Ausfällen zu rechnen ist, empfiehlt sich die zusätzliche Anzucht in einem separaten Beet immer dann, wenn Sie eine große Anzahl Pflanzen benötigen. Etwaige Lücken, etwa in einer Hecke, lassen sich dann problemlos mit den Ersatzpflanzen schließen.

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