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Oldtimer lackieren - Schritt für Schritt

Auf einen solchen Oldtimer kann man stolz sein.
Auf einen solchen Oldtimer kann man stolz sein.
Einen Oldtimer zu lackieren stellt vielfach den letzten Schritt nach aufwendigen Restaurierungen dar. Nehmen Sie sich auch dafür genügend Zeit und arbeiten Sie sorgfältig, um wirklich ungetrübte Freude am fertigen Werk zu haben. Diese Anleitung soll Ihnen dabei helfen.

Wie Sie Ihren Oldtimer vorbereiten

  • Ist der alte Lack rissig  oder blättert er ab und haben Sie viele Roststellen, muss komplett bis auf das Blech abgeschliffen werden. Auch noch tragfähige Altlacke sind auf Verträglichkeit mit den neuen Lösungsmitteln zu testen. Dazu dient ein Läppchen, das Sie mit neuem Lösungsmittel tränken und 15 min. auf den Altlack legen. Treten Blasen auf oder wird der alte Lack weich, muss er verschwinden.
  • Säubern Sie alle Flächen gründlich von Öl, Fettrückständen, Silikon und Wachs, nötigenfalls mit entsprechenden Lösungsmitteln. Kleben Sie alle Teile ab, die nicht mit Farbe in Berührung kommen sollen. Malerkrepp ist dafür nicht geeignet. Anbauteile sollten wenn möglich entfernt werden.
  • Das blanke Blech muss nun mit Primer grundiert werden. Das garantiert eine gute Haftung für die folgenden Schichten. Hat Ihr Oldtimer kein glattes Kleid, ist es dann nötig, nach dem Ausbeulen die Unebenheiten mit Füller bzw. bei größeren Dellen mit Spachtel auszugleichen. Dabei ist es fast immer notwendig, nach dem Aushärten wieder zu schleifen und neu zu füllen, weil die Delle noch zu sehen ist. Der fertige Lack zeigt selbst die kleinste Vertiefung unbarmherzig an. 
  • Ein guter Indikator zum Anzeigen von Unebenheiten ist ein dunkler Testlack, der nach dem Auftrag wieder angeschliffen wird. Sind Sie mit den Ergebnissen bis hierher zufrieden, gilt es, den Oldtimer gründlich von Staub zu befreien. Blasen Sie alles mit Druckluft ab und wischen Sie mit einem fusselfreien Lappen nach. Jedes Staubkorn stört eine sonst glatte Fläche für alle Zeit und das ist ärgerlich.
  • Sorgen Sie für eine staubfreie Umgebung und staubfreie Kleidung, bevor Sie anfangen zu lackieren. Ein Platz im Freien ist nicht geeignet, weil immer irgendetwas durch die Luft fliegen kann, selbst wenn es geregnet hat. Zugluft ist auch zu vermeiden, sie beeinträchtigt den Sprühstrahl und begünstigt die Bildung von "Rotznasen".

So lackieren Sie Ihren Wagen wie ein Profi

  • Beginnen Sie mit dem Lackieren immer an den Kanten, um sicherzugehen, gerade dort genügend Schichtdicke aufzubauen.
  • Damit Sie auch hinter Gummilippen kommen, kann man diese mit einem Kabel abheben. Führen Sie den Farbstrahl gleichmäßig waagerecht von oben nach unten. Es ist besser, mehrere dünne Schichten aufzutragen, andernfalls Tropfenbildung beim Lackieren zu riskieren.
  • Eine einschichtige Technologie ist veraltet. Informieren Sie sich über den professionellen Aufbau der einzelnen Schichten anhand der Verarbeitungsrichtlinie Ihres Materials. Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Atemmaske und lassen Sie Ihren neuen Lack lange genug aushärten, bevor Sie wieder mit Hochdruck - Wasserstrahl oder Pflegemitteln rangehen.
helpster.de Autor:in
Wil Flammiger
Wil FlammigerWil ist gelernter Landwirt mit großem Garten und ausgebildeter Schweißer. Im Laufe der Jahre hat er sich Fertigkeiten im Heim- und Handwerk selbst angeeignet, diese Erfahrungen gibt er schon seit vielen Jahren bei helpster.de weiter.
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