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Obdachlosen helfen - Ideen zum sozialen Engagement

In Suppenküchen bekommen Obdachlose eine warme Mahlzeit.
In Suppenküchen bekommen Obdachlose eine warme Mahlzeit.
Sie möchten sich sozial engagieren und obdachlosen Menschen helfen? Egal, ob Sie bereits einer hauptberuflichen Tätigkeit nachgehen und nur in Ihrer Freizeit Zeit haben oder ob Sie einem Beruf in diesem Bereich nachgehen möchten: Es gibt viele Möglichkeiten für soziales Engagement.

Engagieren Sie sich in Ihrer Freizeit für Obdachlose

Es gibt viele Möglichkeiten, einen Teil der eigenen Freizeit zum aktiven, sozialen Engagement zu nutzen. Eine spezielle Ausbildung ist für die verschiedenen Einsatzgebiete nicht erforderlich, sodass sich jeder engagieren kann, der Zeit und vor allem Freude am Helfen hat. 

  • In jeder größeren Stadt gibt es die Initiative der sogenannten "Tafel". Bedürftige wie beispielsweise Obdachlose werden hier zu einem symbolischen, sehr niedrigen Preis mit Lebensmitteln versorgt. Freiwillige Helfer, die die von Supermärkten zur Verfügung gestellten Lebensmittel abholen, sortieren und an die Bedürftigen verteilen, sind für diese Arbeit unentbehrlich. Fragen Sie einfach bei der Tafel Ihrer Stadt nach, für welchen Posten aktuell Hilfe benötigt wird. Eine andere Option sind eigene Lebensmittelspenden. In vielen Supermärkten stehen entsprechende Sammelbehälter zur Verfügung, in die Sie von Ihnen gekaufte Lebensmittel als Spende für die örtliche Tafel hineinlegen können. 
  • Viele Obdachlose halten sich in der Nähe von Bahnhöfen auf, um dort zu betteln oder Unterschlupf zu suchen. Aufgefangen werden sie häufig von der Bahnhofsmission. Diese vermitteln die Bedürftigen beispielsweise an Notunterkünfte weiter, in denen sie die Nacht verbringen können. Viele suchen auch einfach nur jemanden für ein Gespräch bei einer heißen Tasse Tee. Nehmen Sie sich ehrenamtliche Zeit für diese Menschen und unterstützen Sie die Bahnhofsmission. 
  • Für jugendliche Obdachlose gibt es in größeren Städten oft spezielle Initiativen. Auch den Straßenkindern können Sie Ihre Zeit schenken und ihnen zum Beispiel bei bürokratischen Fragen zur Hand gehen. Sie können sich auch in den oft angegliederten Suppenküchen betätigen und dafür sorgen, dass die Minderjährigen eine warme Mahlzeit bekommen. 
  • Besonders in den kalten Monaten müssen Obdachlose mit warmer Kleidung, Decken und Schlafsäcken versorgt werden. Helfen Sie in den Kleiderkammern der Diakonie, der Caritas oder ähnlichen Organisationen mit und geben Sie Kleidung an Bedürftige aus. Natürlich können Sie auch im Bekannten- und Freundeskreis nach nicht mehr benötigter Kleidung fragen und die Kleiderkammern mit entsprechenden Sachspenden unterstützen. 

Es gibt viele Möglichkeiten, Obdachlosen hauptberuflich zu helfen 

Wenn Sie Obdachlosen hauptberuflich helfen möchten, steht Ihnen eine große Palette an möglichen Berufszweigen offen.

  • Eines der typischsten Studienfächer, um später einer sozialen und helfenden Tätigkeit nachzugehen, ist das Studium der Sozialen Arbeit. Nach Beendigung Ihrer akademischen Ausbildung können Sie als Sozialarbeiter hauptberuflich bei Beratungsstellen oder beispielsweise auch bei der Bahnhofsmission tätig werden. In Ihrem Berufsalltag stehen Sie den Obdachlosen mit qualifizierter Hilfe zur Bewältigung ihres Lebens zur Verfügung.
  • Eine andere Art von Sozialarbeiter ist die des sogenannten Streetworkers. Hier arbeiten Sie an Ort und Stelle auf der Straße und sind der direkte Ansprechpartner für die obdachlosen Menschen. Sie sehen bei Ihren Streifzügen durch die Stadt genau, wo Hilfe benötigt wird, kennen alle Brennpunkte und können entsprechende Hilfe in die Wege leiten. 
  • Wenn Sie Medizin studiert haben, haben Sie die Möglichkeit, obdachlose Patienten auf freiwilliger Basis kostenlos zu behandeln. Egal, ob Zahnmedizin oder allgemeine Medizin: Fragen Sie bei Organisationen wie der Caritas nach entsprechenden Initiativen in Ihrem Ort. Oftmals hilft auch die medizinische Fakultät der ansässigen Uni Ihnen gerne weiter. Nicht selten gibt es dort Programme, in denen Medizinstudenten Obdachlose kostenlos behandeln, was allerdings immer unter Aufsicht eines zugelassenen Arztes passiert. 
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