Gleitzeit ist ein Arbeitszeitmodell, das für Sie als Arbeitnehmer sowohl Vor- als auch Nachteile haben kann.
Was bedeutet Gleitzeit
- Gleitzeit ist ein Arbeitsmodell, bei dem die Arbeitszeiten der Arbeitnehmer nicht ganz fest vorgeschrieben sind.
- Dies heißt beispielsweise, dass ein Arbeitnehmer von 8 bis 17 Uhr arbeitet, während ein anderer vielleicht erst um 8.30 Uhr anfängt und dafür auch eine halbe Stunde länger arbeitet.
- Dabei ist meist jedoch eine gewisse Kernarbeitszeit vorgeschrieben, in denen die Arbeitnehmer da sein müssen. Dies kann z. B. von 9 bis 11.30 Uhr vormittags sowie von 14 bis 16 Uhr nachmittags sein.
- Es kann aber auch bedeuten, dass Arbeitnehmer, je nach Auftragslage beispielsweise, mehr oder weniger arbeiten müssen, also mal acht Stunden am Tag, mal aber vielleicht auch zehn Stunden täglich.
- Gleitzeit bedeutet demnach auch, dass Überstunden gemacht und auch angesammelt werden. Somit gibt es auch Situationen, in denen die Überstunden abgebummelt werden können.
Die flexible Arbeitszeit bietet Arbeitnehmern wie auch Arbeitgebern diverse Vorteile. Doch gerade …
Nachteile dieses Arbeitsmodells
Damit einher gehen natürlich auch einige Nachteile, insbesondere für den Arbeitnehmer.
- Oft ist es zwar so, dass Sie offiziell in Gleitzeit arbeiten, Sie aber nicht die Möglichkeit haben, diese selbst auszusuchen. So kann z. B. von Ihnen erwartet werden, dass Sie ganz viele Überstunden ansammeln, weil gerade sehr viel zu tun ist. In Leerphasen hingegen dürfen Sie dann nicht so viel arbeiten, obwohl Ihnen vielleicht gerade danach wäre.
- Andererseits kann es sein, dass Sie Überstunden zwar abbummeln können, dies aber fast nur theoretischer Natur ist. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Ihre Arbeitsstätte unterbesetzt ist. Dann wird es in der Praxis schwierig sein, alle Überstunden tatsächlich auszugleichen.
- Ein weiterer Nachteil für den Arbeitnehmer ist, dass sich viele nicht trauen, die Arbeitszeiten korrekt aufzuschreiben bzw. dann auch den Gleitzeitausgleich zu fordern. So arbeiten Sie letztendlich mehr für den Arbeitgeber, als dies eigentlich richtig wäre.
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