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Entspannungstherapeut - der Beruf anhand von Beispielen erklärt

Entspannungstherapeuten vermitteln ein besseres Körpergefühl.
Entspannungstherapeuten vermitteln ein besseres Körpergefühl.
Als Entspannungstherapeut befassen Sie sich mit der Entstehung von Stresssituationen und dem Abbau des Stressempfindens. Dazu verwenden Sie verschiedene Entspannungsverfahren, die Sie anderen in Einzeltrainings und Seminaren beibringen.

Entspannungskonzepte gehören zum Bereich der Wellness, zur Rehabilitation und zur Prävention bei verschiedenen Krankheiten. Diese setzen Therapeuten mit unterschiedlichen Verfahren um. Jeder kann an den Kursen teilnehmen und sich zu einem Entspannungstherapeuten ausbilden lassen. Die meisten Therapeuten wollen aber über die gesetzlichen Krankenkassen abrechnen. Das setzt voraus, dass Sie vorher festgelegte Berufe erlernt haben.

So werden Sie Entspannungstherapeut

In der Ausbildung zum Entspannungstherapeuten erwerben Sie theoretische und praktische Kenntnisse zu den Entspannungsverfahren. Sie lernen, wie Stress entsteht, was im Körper bei Stress passiert und wie dieser bewältigt werden kann. Um dieses Wissen später zu vermitteln, erlernen Sie die Konzeption von Kursen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und deren Bewerbung.

  • Für die Anerkennung als Entspannungstherapeut muss der Kurs, in dem Sie die Verfahren erlernt haben, mindestens 32 Einheiten von jeweils 45 Minuten umfassen. Dies gilt in Bezug auf das autogene Training sowie die Progressive Muskelentspannung. Wollen Sie Yoga oder Qigong lehren, müssen Sie eine Ausbildung im Gesundheits- oder Sozialbereich haben. Zusätzlich sind eine Ausbildung im Yoga von 500 Unterrichtseinheiten oder in Qigong von 300 Einheiten notwendig.
  • Das autogene Training sowie die Progressive Muskelentspannung erlernen Sie in jeweils mehrtägigen Kursen. Für Yoga oder Thai Chi wird nach dem SGB V mehr gefordert. Die Ausbildung bezahlen Sie meistens selbst, sie wird als Unterrichtsblock oder berufsbegleitend angeboten.

Erfüllen Sie diese Voraussetzungen, dürfen Sie anderen in Seminaren und Kursen die Entspannungsverfahren beibringen. Die Teilnehmer Ihrer Kurse können einen Teil der Kosten, die Sie erheben, von den Krankenkassen erstattet bekommen. Damit dies möglich ist, müssen Sie als Kursanbieter eine Ausbildung als Sportwissenschaftler, Lehrer, Ergotherapeut, Physiotherapeut, Psychologe, Pädagoge oder Heilpädagoge haben. Dies regeln die Ausführungen zur Prävention nach § 20 Abs. 1 SGB V.

Welche Methoden setzen Entspannungstherapeuten ein?

Als Entspannungstherapeut vermitteln Sie Methoden zum gezielten Entspannen.

  • Bei der Progressiven Muskelentspannung nach Edmund Jacobson sollen Teilnehmer durch das Anspannen und Entspannen von Muskelgruppen einen Zustand von tiefer Entspannung erreichen. Die Muskeln werden angespannt, kurz gehalten und wieder gelockert. Ihre Klienten werden von Ihnen dazu gebracht, auf den Unterschied zwischen der Ruhe und der Muskelkontraktion zu achten. Der Muskeltonus senkt sich durch das Verfahren ab und die Körperwahrnehmung verbessert sich. Sie leiten Ihre Klienten bei diesem Verfahren an und erklären dessen Wirkungsweise.
  • Ein weiteres Entspannungserfahren ist das autogene Training. Bei der Methode leiten Sie Ihre Klienten an, sich auf den Körper zu konzentrieren. Durch das gezielte Wiederholen von Instruktionen werden Empfindungen von Wärme und angenehmer Schwere hervorgerufen. Diese tragen dazu bei, dass sich die Teilnehmer Ihre Kurses ruhiger und weniger angespannt fühlen.
  • In der Ausbildung zum Entspannungstherapeuten können fernöstliche Verfahren eine Rolle spielen, wie Qigong oder Yoga. Beim Qigong führen Ihre Klienten Bewegungs-, Wahrnehmungs- und Konzentrationsübungen durch, die Sie anleiten. Diese stammen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin und sollen die Sinne, sowie den Körper stärken.
  • Beim Yoga sollen der Körper und der Geist in Einklang gebracht werden. Als Entspannungstherapeut vermitteln Sie anderen zu diesem Zweck Atem- und Bewegungsübungen. Sie erklären die Verwendung von Mantras (Klangsilben) und Körperhaltungen, durch welche die gewünschte Entspannung herbeigeführt werden kann.

Sie vermitteln Ihren Klienten diese Techniken in Einzelsettings oder in Gruppenübungen. Mögliche Tätigkeitsbereiche sind Sportstudios, der Beauty- und Wellnessbereich, Volkshochschulen, Kindergärten sowie Kur- und Rehakliniken. Entspannungstherapeuten arbeiten ebenso in Psychiatrien, in psychosomatischen Kliniken und bei Krankenkassen oder Selbsthilfegruppen.

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