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Dielenboden aufarbeiten

Nach dem Aufarbeiten erstrahlt Ihr Dielenboden in neuem Glanz.
Nach dem Aufarbeiten erstrahlt Ihr Dielenboden in neuem Glanz.
Um ihrem Dielenboden etwas Gutes zu tun, sollten Sie ihn von Zeit zu Zeit aufarbeiten. In den meisten Fällen reicht es aus, wenn Sie ihn abschleifen und neu versiegeln. Enthält der Boden marode Dielen, tauschen Sie diese aus. Bei ganz schlechten Böden hilft nur noch eine Komplettsanierung.

Was Sie benötigen:

  • Schwingschleifer
  • Schleifblatt der Körnung 40
  • Schleifbaltt der Körnung 100
  • Versiegelungslack
  • Meißel
  • Klopfholz

Versiegelungslack ist wichtig beim Aufarbeiten

Für die Sanierung von Dielen kann es viele Gründe geben. Dielen nutzen sich mit der Zeit ab, werden marode oder sind gar kaputt. Zum Renovieren und Aufarbeiten stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten offen.

  • In manchen Fällen sind die Dielenbretter in so einem schlechten Zustand, dass sich eine einfache Sanierung nicht mehr lohnt. Ist der Unterboden ebenfalls marode, sollten Sie eine grundlegende Erneuerung der Bodenbeläge durchführen. Ansonsten laufen Sie Gefahr, in kurzer Zeit erneut Probleme mit dem Boden zu haben.
  • Eine der häufigsten Methoden ist das Abschleifen alter Dielen. Schleifen Sie die Dielen je nach Bedarf ein oder mehrmals ab. Vor allem, wenn der Boden mit dem sogenannten Ochsenblut, einer braun-rötlichen Farbe, gestrichen wurde, ist ein Abschleifen empfehlenswert.
  • Sind nur einzelne Bretter betroffen, tauschen Sie diese aus. Achten Sie beim Austauschen und Verlegen der neuen Dielen darauf, dass diese die gleiche Färbung wie die restlichen Dielen aufweisen.

In jedem Fall lohnt es sich, den behandelten Boden im Anschluss mit entsprechendem Hartwachsöl zu imprägnieren. So erstrahlt Ihr Boden in neuem Glanz.

Dielenboden mit einem Schwingschleifer aufarbeiten

Decken Sie zur Vorbereitung die Möbel im Raum ab. Beim Abschleifen entsteht viel Staub. Leihen Sie sich im Baumarkt eine Schleifmaschine aus. Die eigene Anschaffung lohnt sich in der Regel nicht und das Abschleifen per Hand ist sehr mühsam und zeitaufwändig.

  1. Spannen Sie für den ersten Schleifgang eine Scheibe mit einer 40er Körnung auf die Maschine auf.
  2. Führen Sie die Maschine gleichmäßig und ruhig über die Bodenoberfläche. Kreisende Bewegungen ohne Druck sind am besten geeignet. Achten Sie dabei auch auf die Schleifrichtung. Schleifen Sie normalen Dielenboden parallel zum Verlauf ab. Bei Mosaikparkett schleifen Sie diagonal von links nach rechts zum Faserverlauf.
  3. Bleiben Sie nicht stehen und ändern Sie nicht die Schleifrichtung, während die Schleifmaschine den Boden berührt. Sobald Sie eine Unebenheit merken, schleifen Sie diese im rechten Winkel zur eigentlichen Schleifrichtung ab. Nachdem die Unebenheit ausgeglichen ist, schleifen Sie erneut in der eigentlichen Richtung nach. So vermeiden Sie Schleifspuren.
  4. Wechseln Sie den Aufsatz, um Ecken und schwer zugängliche Stellen, wie solche unter einem Heizkörper, erreichen zu können. Hierfür gibt es spezielle Aufsätze für die Maschine.
  5. Nachdem Sie den kompletten Boden abgeschliffen haben, saugen Sie den Staub auf und wischen mit einem feuchten Tuch nach. Prüfen Sie auch, ob der Boden Risse oder Fugen aufweist. Diese bessern Sie mit einer Fugenlösung aus. Tragen Sie die Lösung mit einem Spachtel in die Risse und lassen sie etwa 45 Minuten aushärten, bevor Sie mit dem Feinschliff beginnen.
  6. Für den Feinschliff nehmen Sie eine Scheibe mit einer 100er Körnung. Bearbeiten Sie mit diesem Aufsatz nochmals den kompletten Boden in einem zweiten Durchgang.
  7. Wischen Sie erneut den angefallenen Staub gründlich auf. Nachdem der Boden sauber ist, tragen Sie den Versiegelungslack in gleichmäßigen Bewegungen auf. Ideal ist es, wenn Sie den Lack in breiten Streifen mit einem großen Roller auftragen.
  8. Achten Sie beim Auftragen darauf, dass kein direkter Sonneneinfall auf den feuchten Lack trifft. An diesen Stellen entstehen sonst leicht kleine Bläschen.
  9. Tragen Sie am Folgetag eine weitere Lackschicht auf. Sobald diese getrocknet ist, ist der Boden wieder komplett begehbar.

Beachten Sie, dass nach dem Abschleifen und Versiegeln der Holzdielen etwa zwei Wochen vergehen, bis Sie den Boden wieder mit normalem Haushaltsreiniger säubern können. So lange dauert es, bis die Dielen gegen dieses Mittel resistent sind.

Neue Dielen sollten farblich zum bestehenden Boden passen

Für den Fall, dass nur einzelne Dielen beschädigt sind, reicht es aus, wenn Sie diese austauschen. Wichtig ist, dass die neuen Dielen zu den alten passen und später im gesamten Bodenbild nicht auffallen. Nehmen Sie ein Stück der alten Diele mit in den Baumarkt, um passende neue Dielen zu finden. Tauschen Sie am besten immer eine ganze Diele aus. So können Sie die neue Diele an der darunterliegenden Lattung befestigen.

  1. Nehmen Sie einen dünnen Meißel und setzen diesen an der Kante der Diele an. Hebeln Sie die Diele, welche Sie austauschen wollen, sauber heraus. Lässt sich die Diele auf diese Weise nicht entfernen, nehmen Sie eine spezielle Säge mit einer Eintauchfunktion. Damit können Sie auch fester sitzende Bretter sauber aus dem Boden herauslösen.
  2. Im nächsten Schritt setzen Sie die neue Diele ein. Meißeln Sie hierfür eine Unterkante auf der neuen Diele, sodass Sie diese unter eine bereits verlegte Diele schieben können.
  3. Achten Sie darauf, dass Sie die Enden sauber in das bereits verlegte Konstrukt einpassen. Sobald die neue Diele an ihrem Platz liegt, klopfen Sie diese mit einem Klopfholz gut fest.
  4. Zum Abschluss versiegeln Sie den Boden mit einer schützenden Lackschicht.

Ganz gleich, ob Sie Ihren Dielenboden nur aufarbeiten oder einzelne Bretter austauschen möchten. Nach diesen Schritten wird Ihr Boden in neuem Glanz erstrahlen.

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