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Zwergkugelfisch - Merkmale

Kugelfische sind bekannt für ihre fischuntypische Form, eine nackte Lederhaut mit zu Stacheln umgebildeten Schuppen und die Fähigkeit, sich auf das Doppelte aufzupumpen. Das sind Eigenschaften, die auch den Zwergkugelfisch zu einem interessanten Aquarientier macht.

Kugelfisch: die Augen bewegen sich getrennt voneinander.
Kugelfisch: die Augen bewegen sich getrennt voneinander.

Was Sie benötigen:

  • Erfahrungen als Aquarianer
  • technische Ausrüstung
  • ständig Lebendfutter

Sicher reizt es jeden leidenschaftlichen Aquarianer, sich ungewöhnliche Fische in sein Becken zu holen. Im Vordergrund sollte jedoch das Wohl der Fische stehen. Wer sich Zwergkugelfische (Carinotetraodon travancoricus) hält, muss dabei einiges beachten.

Ungewöhnlich und liebenswert

  • Eine gedrungene, rundliche Form, großer Kopf mit ebenso großen Augen, die sich unabhängig voneinander bewegen, und die Fähigkeit, zwar langsam aber sehr wendig, sogar rückwärts zu schwimmen, machen Zwergkugelfische zu besonderen Beobachtungsobjekten in der Unterwasserwelt. 
  • Der kleine Winzling ist ein Süßwasserfisch, dessen Heimat die Nasenspitze Indiens und Sri Lankas ist. Daher ist er auch als Indischer Zwergkugelfisch bekannt. Im Handel sind zusätzlich die Namen Malabar oder Erbsenkugelfisch gebräuchlich.
  • Diese Minivariante ist mit drei bis vier Zentimeter Länge die kleinste Art der Gruppe. Alle haben Zähne im Maul, die ständig wachsen und sich beim Fressen abnutzen müssen. Beim Zwergkugelfisch ist die Eigenschaft nur wenig ausgeprägt, muss aber beachtet werden. Ebenso ist bekannt, dass die Arten in der Haut und manchen Organen ein Gift enthalten. Die kleinen Vertreter sind nicht so aggressiv wie ihre größeren Artgenossen.
  • Die kleinen Vertreter sind nicht so aggressiv wie ihre größeren Artgenossen. Wer Zwergkugelfische  im Aquarium mit anderen Zierfischen vergesellschaften möchte, braucht trotzdem ein großes Becken und robuste Fische, die sich wehren können oder schneller sind als die Kufis. Oft wird die separate Haltung in einem Artbecken empfohlen.

Zwergkugelfische im Aquarium

  • Im Verhältnis zur Körpergröße haben alle Zwergarten bei Fischen einen sehr aktiven Stoffwechsel und können weniger gut auf „Vorrat“ fressen. Das bedeutet, dass Sie ihren Zwergkugelfischen mindestens zweimal täglich Futter geben sollten. Sie benötigen Lebendfutter. Vor der Anschaffung müssen Sie sich also überlegen, ob Sie dieses ständig beschaffen können. 
  • Als Futter werden gerne winzige Schnecken gefressen. Wenn ständig genug davon im Becken sind, brauchen Sie natürlich nicht permanent anderes Lebendfutter geben. Das setzt jedoch eine eigene Schneckenzucht voraus. Die Anschaffung eines Zwergkugelfisches zur bequemen Schneckenbekämpfung im Aquarium erweist sich spätestens dann als falsch, wenn die Schneckenplage beseitigt ist. Dann leiden auch die Flossen der Mitbewohner unter dem Futtermangel, denn Trockenfutter wird von den Nahrungsspezialisten konsequent verweigert.
  • Lebende Mückenlarven (zur Not eventuell tiefgefroren), Tubiflex, Wasserflöhe und ähnliches gehören also zwingend zum Speiseplan.
  • Zwergkugelfische fühlen sich nur wohl, wenn Sie mehrere Tiere halten. Zwei oder drei Pärchen sollten es sein. Dazu ist ein ausreichend großes Becken mit abgegrenzten Räumen zur Revierbildung notwendig. In manchen Büchern heißt es, ein 60 Liter fassendes Aquarium reicht aus, im Internet werden Sie Meinungen finden, die von mindestens 100 Litern sprechen. 
  • Die Wassertemperatur sollte zwischen 24 und 27 Grad liegen. Empfohlen wird weiches Wasser mit einem pH-Wert zwischen 7 und 8,5. Weicher Kiesgrund und eine abwechslungsreiche Bepflanzung zur Gliederung des Lebensraumes sind notwendig.
  • Eindeutig ist jedoch der Fakt, dass die kleinen Zwerge nicht als Anfängerfische empfohlen werden. Sie sind zwar im Süßwasserbecken zu halten, erfordern durch ihr Fressverhalten jedoch einigen Aufwand. Nachzuchten sind möglich, aber nicht häufig. Die im Handel erhältlichen Zwergkugelfische werden oft direkt aus der Heimat importiert. 
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