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Zwergkiefer richtig pflegen - so geht's

Die Zwergkiefer, auch Punis pumila, wächst in Form von kleinen, kriechenden Sträuchern. Sie wächst im Jahr nur etwa fünf Zentimeter. Investieren Sie Zeit und haben ein wenig Geschick im Umgang mit Pflanzen, können Sie die Zwergkiefer zum Bonsai veredeln.

Die Zwergkiefer ist sehr vielfältig nutzbar.
Die Zwergkiefer ist sehr vielfältig nutzbar.

Standort und Pflege der Zwergkiefer

  • Die Zwergkiefer ist in ihrer Wahl des Standorts recht anspruchslos; sie wächst sowohl auf sehr nährstoffarmem, aber auch in saurem Boden. Dennoch sollte sie sehr viel Sonne und Licht abbekommen, auch im Winter. Da sie winterhart ist, kann sie im Freien überwintern, aber auch im Gewächshaus bei Temperaturen von 0 bis 10 Grad.
  • Pflanzen Sie die Zwergkiefer einzeln oder in Gruppen, sie ist auch als kleine Hecke gut geeignet. Aufgrund Ihres sehr langsamen Wuchses ist sie der ideale Bewohner von Steingärten. Auch als Grabbepflanzung kommt sie infrage. Planen Sie, Ihre Zwergkiefer zu veredeln, sollte sie im Kübel heranwachsen.
  • Ihre Pflanze benötigt nur wenig Wasser, achten Sie jedoch darauf, dass der Boden nie austrocknet. Im Sommer müssen Sie etwas mehr gießen. Ist das Bäumchen ausgetrocknet, hilft es, wenn Sie die gesamte Pflanze für kurze Zeit in ein Wasserbad tauchen. Auf diese Weise können die feinen Wurzeln Wasser aufsaugen. Nutzen Sie zum Gießen eine feine Brause oder eine Sprühflasche, in der sich Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser befindet.
  • Zwischen Frühjahr und Herbst sollten Sie düngen. Wenn die Pflanze austreibt, sollten Sie nicht düngen.
  • Kübelpflanzen müssen Sie alle vier bis fünf Jahre umtopfen. Der neue Blumentopf sollte etwa 2/3 der Pflanzenhöhe betragen. Beim Umtopfen ersetzen Sie die verbrauchte Erde und schneiden die Wurzeln zurück, damit sie sich besser verzweigen können.

Rückschnitt und Veredelung zum Bonsai

  • Für einen kompakten, buschigen Wuchs müssen Sie Ihre Zwergkiefer regelmäßig zurückschneiden. Bei Koniferen ist der klassische Rückschnitt, bei dem längere Äste eingekürzt werden, aber nicht möglich. Sie treiben aus dem Holz nicht mehr aus.
  • Die Alternative zum Rückschnitt finden Sie im Aufasten. Hierbei entfernen Sie die unteren Seitenäste direkt am Stamm und lichten so den Wuchs aus: Nahestehende Pflanzen bekommen wieder mehr Licht. Da die Schnittstellen anfangs aufgrund des austretenden Baumharzes eher unattraktiv aussehen, können Sie die Zwergkiefer mit Efeu oder Kletterrosen begrünen.
  • Mit der Methode des "Pinzierens" bremsen Sie das Wachstum gezielt. Die Zwergkiefer wird bewusst sehr klein gehalten, zudem wird so eine üppige Verzweigung gefördert. Hierzu behandeln Sie die Jungtriebe (Kerzen), nehmen Sie diese zwischen die Fingerkuppen und drehen sie hin und her, bis sie abbrechen. Sie können die Kerzen auch mit einer scharfen Schere bis auf einen Zentimeter zurückschneiden. Aus dem Reststück wachsen neue Knospen, aus ihnen wiederum neue Äste mit kurzen Nadeln.
  • Auch mit dem Drahten können Sie die Wuchsform Ihrer Zwergkiefer verändern. Umwickeln Sie die Zweige fest mit Draht, um ihre gewünschte Form zu erreichen. In Herbst und Winter lässt sich die Zwergkiefer besonders leicht drahten, da sich jetzt die Zweige gut biegen lassen. Achten Sie jedoch darauf, ihn rechtzeitig wieder zu entfernen, damit er nicht einwächst.

Besonders bizarr anmutende Bonsaibäume wirken interessant und eindrucksvoll. Nicht umsonst werden die kunstvoll gestutzten Bäume in Japan verehrt und an die nächste Generation weitervererbt. Versuchen Sie ebenfalls Ihr Glück an neuen Baumformen!

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