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Zusammenbruch der UdSSR - Wissenswertes

Die UdSSR war ein großer Herrschaftsraum, der ab 1922 bestand. Wie Sie wissen, existiert die Sowjetunion heute nicht mehr. Der Zusammenbruch ist auf mehrere Ereignisse zurückzuführen.

Die Regierung der UdSSR hatte ihren Sitz in Moskau.
Die Regierung der UdSSR hatte ihren Sitz in Moskau.

Die Eckdaten der UdSSR

  • Die Sowjetunion wurde am 30. Dezember 1922 durch die Bolschewiki gegründet. Die Bolschewiki waren eine Fraktion der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Russland. Ein Hauptziel dieser Fraktion war der Aufbau des Kommunismus und Sozialismus.
  • Der Staat wurde auch als UdSSR bezeichnet. Diese Abkürzung steht für "Union der sozialistischen Sowjetrepubliken".
  • Die Sowjetunion war ein sogenannter Einparteienstaat. Das bedeutet, dass es nur eine Partei gab, die den Staat regierte. In der UdSSR war es die Kommunistische Partei der Sowjetunion. Breschnew war bis 1982 ihr Parteiführer.
  • Kurz vor dem Zerfall bestand die Sowjetunion aus 15 Unionsrepubliken. Eine Unionsrepublik ist ein Staat, der Mitglied einer Union ist. Dazu zählten unter anderem die Ukraine, die baltischen Staaten und Moldawien.
  • Die gesamte Fläche des Staates umfasste 22,4 Millionen Quadratkilometer. Mit seinen circa 287 Millionen Einwohnern war die UdSSR einer der größten Herrschaftsräume der Geschichte.
  • Am 21. Dezember 1991 wurde die Sowjetunion offiziell durch ihre 15 Unionsrepubliken aufgelöst.

Der Zusammenbruch im Detail

Der Zusammenbruch der UdSSR trat nicht plötzlich ein. Es war vielmehr eine Kettenreaktion, bei der sie durch viele einzelne Ereignisse geschwächt wurde.

  • Anfang der 80er-Jahre hatte die Union erste gravierende Wirtschaftsrückgänge zu verzeichnen. 1985 wurde Gorbatschow als neuer Generalsekretär gewählt. Dieser plante, mit seinen Reformen die Wirtschaftslage wieder zu verbessern.
  • Die neuen Leitbilder der Regierung "Glasnost" (Offenheit) und "Perestroika" (Umbau) führten mitunter zu einem Umdenken in der Bevölkerung.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit den Zuständen der Sowjetunion zeigte zahlreiche Probleme auf. Die Sozial-, Bildungs- und Gesundheitspolitik war sehr schlecht ausgebildet und Korruption ist zu einem ernsthaften Problem geworden. Das schwächte besonders die Zentralregierung.
  • Die Reformen Gorbatschows zeigten keine Wirkung und die Gesamtsituation der Sowjetunion verschlechterte sich.
  • Aufgrund der düsteren wirtschaftlichen Lage waren Probleme wie Wirtschaftskorruption an der Tagesordnung. Das wiederum führte dazu, dass dem Staat wertvolle Ressourcen fehlten, die ein entgegenwirkendes Handeln unmöglich machten.
  • Die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl im Jahre 1986 und starke Umweltprobleme trugen zur vermehrten Unsicherheit der Bevölkerung bei. Die größten Probleme waren die in den Städten herrschende Luftverschmutzung und die Bodenkontamination durch auslaufendes Erdöl. Auch die Austrocknung des Aralsees, die noch heute kritisch ist, trug zur Schwächung der UdSSR bei. Mittlerweile hat der Aralsee 70% seiner Wassermassen verloren und zählt als biologisch tot.
  • Als Ergebnis des Bergkarabachkonflikts erklärten die Staaten Armenien, Aserbaidschan und Bergkarabach im Herbst 1991 ihre Unabhängigkeit von der UdSSR.
  • Die weitere sowjetische Führung war geprägt von Korruption und Machtlosigkeit. Das resultierte in einem Bruch der Randstaaten mit der Regierung in Moskau.
  • Schließlich erklärten auch noch die baltischen Staaten (Estland, Lettland, Litauen) 1991 offiziell ihre Unabhängigkeit. Das ging von der Regierung der einzelnen Staaten aus, die sich mit den Vorgehensweisen der Sowjets nicht mehr identifizieren konnten. Den Entschluss trafen die baltischen Staaten bereits im Frühjahr 1990.
  • Den endgültigen Zerfall der Sowjetunion wurde mit dem Augustputsch besiegelt. Dieser wurde durch das Staatskomitee für den Ausnahmezustand durchgeführt.
  • Die offizielle Auflösung erfolgte am 26. Dezember 1991. Sie wurde im Rahmen der Alma-Ata-Erklärung aufgelöst und die Existenz der UdSSR endete am 31. Dezember 1991.
  • Alle Amtsgeschäfte wurden an die Russische Förderation übertragen, dem heutigen Russland, deren Staatsoberhaupt Boris Jelzin war.
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