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Zuckerskulpturen - eine Anleitung

Zuckerskulpturen herzustellen, ist auch mit Anleitung nicht einfach, ohne handwerkliches Geschick, Sinn für Ästhetik und reichlich Übung wird es kaum gelingen.

Zuckerskulpturen brauchen wenige Zutaten, viel Geschick.
Zuckerskulpturen brauchen wenige Zutaten, viel Geschick. © Sabine_Rothenbücher / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • 1000g Zucker
  • 600g Wasser
  • 200g Glukosesirup
  • zirka 1 Teelöffel Zitronen- oder Weinsteinsäure
  • Evtl. Lebensmittelfarbe oder Fruchtsaft
  • Wärmelampe
  • Gummi- oder Latexhandschuhe

Zuckerskulpturen erfordern Übung

Wenn Sie Skulpturen aus Zucker für ein Fest gestalten möchten, ist es wohl am sinnvollsten, Sie probieren es vorher ein paar Mal aus, damit Sie vor der großen Fete nicht in Stress geraten, wenn Ihre Bemühungen nicht gleich erfolgreich sind. 

  1. Für die Herstellung von Zuckerskulpturen müssen sie zunächst eine Zuckermasse herstellen, dafür müssen sie den Zucker mit dem Wasser und dem Glukosesirup auf geringer Stufe auf zirka 150 Grad erhitzen. Am besten ist es, Sie benutzen ein Thermometer, um die Temperatur zu kontrollieren.  Achten Sie darauf, dass Sie den Rand des Topfes mit einem Pinsel säubern, damit sich dort keine Zuckerkristalle bilden können und sich der Zucker komplett auflöst.
  2. Schöpfen Sie den Schaum ab und geben Sie, sofern Ihre Skulpturen farbig sein sollen, Lebensmittelfarbe oder auch Fruchtsaft hinzu. Nehmen Sie dafür entsprechend weniger Wasser.
  3. Ist die nötige Temperatur erreicht, nehmen Sie den Topf vom Herd und geben Sie die Zitronen- oder Weinsteinsäure hinzu, damit die Masse geschmeidiger wird und nicht so schnell kristallisiert.
  4. Gießen Sie die Zuckermasse auf eine Platte, auf der sie nicht kleben bleiben kann, beispielsweise Marmor oder Silikon. Schlagen Sie sie von allen Seiten zusammen und rollen Sie sie wieder aus, damit sie abkühlt.
  5. Rollen Sie die Masse dann zu einem Klumpen, ziehen Sie sie an beiden Enden auseinander und legen Sie sie wieder zusammen. Wiederholen Sie diese Prozedur so lange, bis die Masse seidig glänzt. Machen Sie dies nicht oft genug, ist die Zuckermasse durchsichtig, bei zu häufigem Ziehen dagegen wird sie matt.

Anleitung: So gelingen Ihnen die Zuckerfiguren

  • Zuckerskulpturen können Sie herstellen, indem Sie die Masse ziehen oder blasen. Da Sie zum Blasen Inventar wie einen speziellen Blasebalg benötigen und das Blasen sehr schwierig ist, versuchen Sie es mit dem Ziehen, das mit etwas Übung eher gelingen kann. 
  • Um durch Ziehen Zuckerskulpturen herzustellen, muss die Temperatur der Masse gleichbleibend bei zirka 55 Grad liegen. Stellen Sie also eine Wärmelampe an Ihren Arbeitsplatz und tragen Sie Latex- oder Gummihandschuhe, damit der Zucker nicht an den Händen kleben bleibt und beispielsweise Schweiß in die Masse gelangt. So vorbereitet, können Sie damit beginnen, Ihre ersten Skulpturen zu formen.  

Gelungene Zuckerskulpturen: Mit Anleitung und Geduld zum Erfolg

  • Versuchen Sie es für den Anfang mit leichten Formen, flechten Sie beispielsweise einen Zopf und fügen Sie ihn, wenn Sie möchten, zu einem Ring zusammen, rollen Sie eine Schnecke oder formen Sie ein Blütenblatt, eine Schleife oder auch eine kleine Schale mit einem geflochtenen Henkel.
  • Wenn Sie schon etwas geübt sind, können Sie auch Rosen gestalten, mit denen Sie beispielsweise die Teller oder eine Torte verzieren. Beginnen Sie mit dem ersten Blütenblatt, indem Sie es zu einer Röhre rollen und am oberen Rand etwas auseinanderbiegen, formen Sie weitere Blätter, wärmen Sie sie an der Stelle, an der sie an das erste Blatt unten angeklebt werden sollen, beispielsweise mit einem Teelicht oder auch einem kleinen Bunsenbrenner etwas an, damit sie weicher wird und Sie sie ankleben können. Verfahren Sie so mit allen Blättern nacheinander, bis Sie am Ende eine Rosenblüte haben.
  • Sind Sie mit den Händen sehr geschickt, können Sie auch andere Formen, beispielsweise einen Schwan versuchen.    

Und: Falls es am Anfang nicht gleich klappt, haben Sie Geduld, Zuckerskulpturen verlangen außer einer Anleitung auch Fingerspitzengefühl und Übung. Sofern Sie geschickte Hände haben, wird es auch gelingen.

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