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Zucchinipflanze - Pflege & Anbau

Die Zucchinipflanze ist sehr genügsam, was die Pflege betrifft. Allerdings sollten Sie beim Anbau auf ausreichend Platz für jede Pflanze achten.

Die Pflege einer Zucchinipflanze ist unproblematisch - selbst für Gartenneulinge.
Die Pflege einer Zucchinipflanze ist unproblematisch - selbst für Gartenneulinge.

Zucchinisorten mit unterschiedlicher Form und Farbe

Von der Zucchini gibt es zahlreiche Sorten, die sich in Form und Färbung der Früchte unterscheiden. Sie können zwischen grünen, gelben und gestreiften Sorten wählen und jenen mit einer länglichen oder Kürbisform.

Sorten Eigenschaften
Beliebte Zucchinisorten

Gold Rush F1

frühe, ertragreiche Sorte mit leuchtend gelben Früchten

Früchte bis zu 25 Zentimeter lang

Wuchs buschig, nicht rankend

Ernte nach 50-55 Tagen

Coucourzelle

ertragreiche robuste Sorte mit zylindrischen, dunkelgrün-hellgrün gestreiften Früchten

Früchte bis zu 30 Zentimeter lang

Wuchs buschig

Ernte Ende Juni bis Oktober

One Ball F1 Hybride

sehr frühe, besonders ertragreiche Sorte mit runden gelben Früchten

Durchmesser der Früchte 7 bis 10 Zentimeter

Wuchs buschig, nicht rankend

Ernte Juli bis Oktober

Tondo Chiaro Di Nizza

mittelfrühe, meistverkaufte ergiebige Sorte mit runden hellgrünen Früchten

Früchte 5 bis 20 Zentimeter groß, weißes festes Fruchtfleisch

Wuchs anfangs buschig später rankend

Ernte nach etwa 100 Tagen

Black Beauty

mittelfrühe reichtragende Sorte mit länglichen dunkelgrünen Früchten

Früchte ab einer Größe von 15 bis 25 Zentimetern ernten

schnellwüchsig, nicht rankend

Ernte Juli bis Oktober

Mastil F1

frühreife, sehr ertragreiche Sorte mit länglichen dunkelgrünen, leicht gesprenkelten Früchten

Früchte ab einer Größe 15 bis 25 Zentimetern ernten

gute Resistenz gegenüber Echtem Mehltau und Viruskrankheiten

sehr wüchsig

Ernte Ende Juli bis Oktober

Vom Samen zur Zucchinipflanze

Sie können Zucchini ab Mitte April im Haus oder Gewächshaus vorziehen oder ab Ende Mai direkt aussäen. Eine direkte Aussaat ist erst nach den Eisheiligen ratsam, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Empfehlenswerter ist eine Vorkultur im Haus, beispielsweise in einem Zimmergewächshaus oder in kleinen Töpfen.

In der Regel sind zwei Zucchinipflanzen ausreichend. Sie werden sehr groß und bei regelmäßiger Ernte kommen neue Früchte nach.

Stecken Sie die Samen einen halben Zentimeter tief in handelsübliche Aussaaterde. Bei einer Anzucht in Töpfen setzen Sie pro Topf ein bis zwei Samenkörner. Befeuchten Sie das Substrat und decken Sie das Aussaatgefäß mit lichtdurchlässiger Folie ab.

Stellen Sie die Gefäße an einen warmen und hellen Platz auf die Fensterbank. Bei ganztägigen Temperaturen von 20 Grad keimen die Samen innerhalb von ein bis zwei Wochen. Sind die vorgezogenen Pflanzen zehn Zentimeter groß und die Nächte frostfrei, ist es Zeit, sie ins Beet auszupflanzen.

Vereinzeln Sie Jungpflanzen aus Direktsaaten und kultivieren Sie nur die Kräftigsten weiter. Achten Sie auf einen Pflanzabstand von 70 bis 100 Zentimetern, da die Zucchini viel Platz benötigt. Wässern Sie nach dem Pflanzen gründlich.

Ansprüche der Pflanze

Die Zucchini ist eine Wärme liebende Pflanze und benötigt einen entsprechenden Standort. Um die Pflanzen vor Viren und anderen Krankheiten zu schützen, spielt die Einhaltung der Fruchtfolge eine wichtige Rolle.

  • Sonnigen, warmen und windgeschützten Standort wählen.
  • Ein bis zwei Quadratmeter Platz pro Pflanze einplanen.
  • Auf lockeren, humosen und nährstoffreichen Boden achten.
  • Reichlich halb verrotteten Kompost einarbeiten.
  • Maximal alle zwei bis drei Jahre am selben Standort pflanzen, Zucchini ist mit sich selbst unverträglich.
  • Pflanzung nach anderen Kürbisgewächsen vermeiden.

Zucchini im Beet kultivieren

Die Gemüsepflanze lässt sich im Beet oder im Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse anbauen. Neben einem herkömmlichen Beet eignen sich Hügelbeete oder eine Pflanzung direkt auf oder neben dem Komposthaufen. Sehr gut ist ein mit Mist aufgedüngtes Beet.

Halten Sie das Beet unkrautfrei und verzichten Sie darauf, den Boden zu hacken, um Verletzungen der Wurzeln zu vermeiden. Die Wurzeln der Pflanze wachsen dicht unter der Oberfläche. Sind nach der Pflanzung Spätfröste zu erwarten, decken Sie die jungen Pflänzchen mit Vlies oder Stroh ab.

Um viele Insekten zur Bestäubung anzulocken, bauen Sie dieses Gemüse neben Tagetes oder Borretsch an. Günstig ist eine Mischkultur mit Bohnen, Basilikum, Mangold, Karotten, Erbsen, Sellerie, Zwiebeln, Stangenbohnen, Mais oder Roter Bete. Dagegen ist eine Mischkultur mit Tomaten, Kartoffeln, Gurken und Pflücksalat zu meiden. Als Folgekultur nach Zucchini eignet sich Wurzelgemüse.

Haltung der Pflanze im Kübel möglich

Achten Sie bei der Kultivierung im Kübel auf Pflanzgefäße mit einem Fassungsvermögen von mindestens 40 Litern. Je größer der Behälter, desto höher das Gewicht, was bei einer Haltung auf dem Balkon zu berücksichtigen ist. Wichtig beim Pflanzkübel sind Abzugslöcher und eine Drainageschicht am Boden.

Auch im Kübel benötigt diese Pflanze einen sonnigen und windgeschützten Standort. Stellen Sie ihn erst nach draußen, wenn es frostfrei ist.

Mischen Sie das Substrat mit reichlich Kompost oder schichten Sie abwechselnd Hornspäne und Erde in den Pflanzbehälter. Eine zusätzliche Düngung ist nicht erforderlich. Ansonsten wässern Sie gründlich.

Pflege der Gemüsepflanze

Zucchinipflanzen sind schnellwüchsig und zählen zu den Starkzehrern. Dementsprechend benötigen sie ausreichend Nährstoffe zum Wachsen.

Arbeiten Sie bei der Pflanzung Kompost und zusätzlich Hornmehl oder Hornspäne in den Boden ein. Wurde das versäumt, können Sie den organischen Dünger auch während des Wachstums verabreichen. Besonders empfehlenswert ist eine Pflanzung unmittelbar neben dem Komposthaufen. So ist die Pflanze dauerhaft mit ausreichend Nährstoffen versorgt.

Aus ökologischen Gesichtspunkten sind organische Dünger mineralischen Düngemitteln vorzuziehen. Möglich ist auch die Verwendung mineralischer Dünger. Das kann spezieller Zucchinidünger oder Tomatendünger sein, den Sie nach Herstellerangaben verabreichen.

Gießen Sie die Pflanze aufgrund des hohen Wasserbedarfs regelmäßig, sodass der Boden gleichmäßig feucht ist. Verwenden Sie am besten Regenwasser.

Für eine gute Pflege ist das Ausbringen einer fünf Zentimeter dicken Mulchschicht empfehlenswert, die den Boden vor zu starker Austrocknung schützt. Als Mulchmaterial bietet sich Gras- oder Wiesenschnitt an. Dieser sollte angetrocknet sein und keine Samen und Unkräuter enthalten.

Mögliche Krankheiten und Schädlinge

Gesunde Pflanzen sind am besten gegen Krankheiten und Schädlinge gerüstet. Entscheiden Sie sich möglichst schon beim Kauf für widerstandsfähige Sorten. Trotz allem können aufgrund von Fehlern in der Pflege oder ungünstiger Standorte Krankheiten oder ein Schädlingsbefall auftreten.

Krankheit/Schädling Symptome Gegenmaßnahmen
Krankheiten und Schädlinge
Mehltau

grau-weißer, mehliger Belag auf den Blättern

Blätter werden braun und sterben ab

befallene Blätter entfernen und entsorgen

Antipilzmittel spritzen

widerstandsfähige Sorten anbauen

vorbeugend Schachtelhalmbrühe spritzen

Bakterielle Weichfäule

junge Pflanzen von der Blütenansatzstelle her weich/faul

Fruchtfleisch zersetzt sich

chemische Bekämpfung nicht möglich

betroffene Früchte entfernen

vorbeugend obere Pflanzenteile trocken halten

Gelbmosaikvirus

durch Blattläuse übertragen

gelbe, mosaikartige Verfärbungen auf den Blättern

blasenartige Deformationen der Blätter

schwache Triebe

missgebildete Früchte

chemische Bekämpfung nicht möglich

Blattlausbefall bekämpfen

erkrankte Pflanzenteile entfernen und entsorgen

nicht auf den Kompost geben

vorbeugend wöchentlich mit Schachtelhalmbrühe spritzen

Schnecken

Fraß-und Schleimspuren vor allem an Jungpflanzen

Schnecken absammeln

biologisches Schneckenkorn ausbringen

Blattläuse

gekräuselte Blätter und Triebspitzen

klebriger Honigtau auf den Blättern

grüne oder schwarze Läuse an der Pflanze

mit Brennnesselbrühe oder kaliseifehaltigen Präparaten spritzen

natürliche Feinde sind Florfliegenlarven, Marienkäfer und Schwebfliegen

vorbeugend wöchentlich mit Schachtelhalmbrühe spritzen

Zucchini richtig ernten und lagern

Sie können sowohl die Früchte als auch die Blüten, die einen nussartigen Geschmack haben, ernten. Am zartesten sind die Zucchini, wenn Sie sie frühzeitig ernten. Lässt man sie wachsen, erreichen sie die Größe von Kürbissen, entwickeln aber keine neuen Früchte.

  • Je nach Aussaatzeitpunkt erste Ernte ab Mitte Juni.
  • Reife Früchte flott abernten damit sich neue Blüten und Früchte entwickeln.
  • Ideale Länge der Früchte 15 bis 20 Zentimeter.
  • Frühzeitige Ernte führt zu höheren Erträgen.
  • Frucht oder Blüte mit einem scharfen Messer abschneiden.
  • Für eine bessere Haltbarkeit einen fünf Zentimeter langen Stiel an der Frucht belassen.
  • Frische Früchte im Kühlschrank bis zwei Wochen haltbar.
  • Temperatur im Kühlschrank darf nicht unter zehn Grad fallen.

Die Zucchini beeindruckt nicht nur mit leckeren Früchten, sondern auch mit ihren tiefgelben, essbaren Blüten, die bei vielen als Delikatesse gelten.

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