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Zucchini haltbar machen - 3 Ideen

Eine reiche Zucchini-Ernte muss verarbeitet und haltbar gemacht werden. Aber wie? Aus den unscheinbaren kleinen Kernen sind stattliche Pflanzen geworden, die viel Platz brauchen und deren Blätter alles überwuchern. Die vielen gelben Blüten waren schön anzuschauen, aber wenn sich aus einer jeden dieser Blüten eine Zucchini entwickelt hat, ist guter Rat teuer. Bei vielen Pflanzen mit jeweils vielen Blüten kommt da nämlich eine ganz stattliche Anzahl an Früchten zusammen.

Reiche Zucchini-Ernte
Reiche Zucchini-Ernte

Zu Beginn ist die Freude über die eigene Ernte groß. Dann versucht man tapfer, gegen das Gemüse anzuessen. Aber irgendwann kommen sie einem schier zu den Ohren wieder heraus. Bevor man sich im Herbst daran überisst, ist es doch sinnvoller, sich welche für den Winter aufzuheben. Suchen Sie ein paar Tipps, wie man Zucchini haltbar machen kann?

Die normale Haltbarkeit

  • Wie lange Zucchini haltbar sind, hängt von der Sorte, der Größe und der Umgebungstemperatur ab.
  • Das Gemüsefach im Kühlschrank eignet sich sehr gut, um sie aufzubewahren, wenn Sie sie bald, aber noch nicht sofort essen möchten. Bis zu 2 Wochen sind sie darin haltbar.
  • Warme Räume sind ein schlechter Aufbewahrungsort für das meiste Gemüse; das gilt auch für Zucchini. In kühlen Räumen ist die Lagerung unproblematischer.
  • Zucchini können Sie auch ähnlich wie Kartoffeln für den Winter einlagern, indem Sie sie an einem kühlen und dunklen Ort aufbewahren. Das kann der Keller oder auch eine Gartenhütte sein. Sehr wichtig hierbei ist allerdings, dass die Lagertemperatur nicht unter 0 Grad fallen darf.

Einlagern als einfachste Form des Haltbarmachens

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  • Eingelagert werden sollte nur unbeschädigtes Gemüse. Weist es auch noch so kleine Druckstellen oder andere Mängel auf, so schneiden Sie diese heraus und verarbeiten den Rest sofort. Schadhafte Stellen an eingelagertem Gemüse können nämlich sehr schnell auch die anderen eingelagerten Stücke verderben.
  • Je größer die Zucchini ist, umso dicker und fester hat sich ihre Schale herausgebildet und umso eher ist sie daher für die Lagerung geeignet. Große Zucchini können teilweise über einige Monate gelagert werden. Allerdings sind sie nicht so geschmacksintensiv wie die kleinen und jungen bis ca. 20 Zentimeter.
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  • Zum Haltbarmachen eignen sich alle Größen, wobei bei den größeren und weniger geschmacksintensiven Exemplaren dann eben einfach bei der Zubereitung mehr gewürzt wird.

Einlegte Zucchini

  • Wie die meisten anderen Gemüsesorten auch, lassen sich Zucchini hervorragend einlegen. Zuerst müssen sie jedoch etwas von ihrer Feuchtigkeit verlieren. Das erreichen Sie, indem Sie die einzulegenden geschnittenen Zucchinistücke mit Salz bestreuen und 24 Stunden ziehen lassen. Anschließend gießen Sie nur noch das Wasser ab und tupfen das Gemüse mit einem Kuchenkrepp trocken.
  • Die einfachste Variante ist das Einlegen in Öl. Die trocken getupften Stücke werden einfach dicht in ein vorbereitetes Glas gegeben. Anschließend wird so viel Öl hinzugegeben, bis auch wirklich alles bedeckt ist. Für einen intensiveren Geschmack kann man auch noch anderes Gemüse mit dazugeben oder die Stücke vor dem Einlegen würzen bzw. Gewürze und Kräuter schichtweise mit ins Glas geben. Besonders Rosmarin und Thymian werden wegen ihres intensiven Geschmacks dafür gerne verwendet.
  • Für das essigsaure Einlegen werden Essig, Wasser und wahlweise noch Weißwein und Apfelsaft aufgekocht und die Zucchini in diesem Sud unter Zugabe der gewünschten Gewürze einige Minuten gekocht. Rosmarinzweige kochen Sie mit und entfernen diese vor dem Einfüllen; andere Gewürze wie Pfefferkörner, Thymian, Knoblauch verbleiben im Sud. Generell gilt bei den Gewürzen: Erlaubt ist, was gefällt bzw. was schmeckt. Anschließend müssen Sie das Gemüse lediglich noch in saubere (heiß ausgewaschene) Gläser füllen und den Essigsud bis unter den Rand des Glases dazugeben.
  • Unter Zugabe von anderen Gemüsestücken wie beispielsweise Tomaten oder Zwiebeln, weiteren Gewürzen wie Bohnenkraut, Rosmarin oder Oregano und bei Bedarf etwas Gelierzucker wird aus dem essigsauren Eingelegten eine herzhafte Kreation. Würfeln Sie die Stücke sehr klein oder pürieren Sie sie teilweise, um daraus im Handumdrehen einen leckeren und wandelbaren Brotaufstrich zu zaubern.
  • Ein Chutney ist ein Import aus der indischen Küche und eine bei uns noch etwas unbekanntere Form des Haltbarmachens. Es handelt sich dabei um eine Soße bzw. ein Mus, welches auch Gemüsestücke enthalten kann, aber nicht muss. Je nach Belieben können Sie ein Chutney mit oder ohne "Biss" herstellen. Die Herstellung dieser Soße ähnelt der Marmeladenherstellung. Das Gemüse wird gekocht, zerkleinert und mit Gewürzen abgeschmeckt, bevor es in Twist-Off-Gläser eingefüllt wird. Würzen Sie europäisch mit Salz und Pfeffer oder geben Sie dem Chutney mit Kurkuma, Kreuzkümmel oder Ingwer eine exotische Note.
  • Wird ein Chutney nicht durch den Kochvorgang hergestellt, sondern durch Pürieren der kalten Zutaten, spricht man von einem Relish.

Trocknen und Dörren

  • Selbst nicht ganz unversehrte Stücke sind zu schade zum Wegwerfen. Zum Einlegen sind sie zwar nicht mehr geeignet, aber wenn Sie die schadhaften Stellen großzügig wegschneiden, können Sie sie immer noch trocknen.
  • Die Zucchini sollten in mundgerechte Stücke geschnitten werden - nicht zu klein, da sie durch Wasserverlust sowieso noch an Volumen verlieren, und nicht zu groß, da ansonsten das Trocknen zu viel Zeit in Anspruch nimmt.
  • Im Dörrgerät braucht das Gemüse einige Stunden, bis es ledrig ist. Zum Testen schneiden Sie ein gedörrtes Stück mit einem Messer entzwei. Wenn sich keine Tröpfchen mehr an der Schnittkante bilden, ist es genügend durchgetrocknet. Wer es krosser mag, lässt die Zucchinistücke oder -scheiben knusprig trocknen, sie eignen sich als Ersatz für Chips und andere Knabbereien, vor allem, wenn sie vor dem Dörren bereits mit Pfeffer oder Paprika gewürzt worden sind.
  • Im Backofen dauert der Dörrvorgang ebenfalls nur wenige Stunden. Es sollte eine niedrige Temperatur gewählt werden (um 50 - 60 Grad). Damit die Feuchtigkeit aus dem Ofen entweichen kann, klemmen Sie einen Holzlöffel oder Ähnliches in die Tür, damit diese einen Spalt offen bleibt.
  • Das Trocknen an der Luft dauert einige Tage und sollte nur in Erwägung gezogen werden, wenn es das Wetter erlaubt. Dann werden die Zucchinistücke auf einem Sieb in die Sonne gelegt und hin und wieder gewendet. Dauert der Vorgang zu lange (zu große Stücke, zu schlechtes Wetter o. Ä.), brechen Sie ihn lieber ab und dörren Sie im Backofen fertig, denn je länger das Gemüse an der Luft liegt, umso größer ist die Gefahr, dass es irgendwann verdirbt.

Egal, auf welche Art und Weise man die Zucchini haltbar macht: Eine regelmäßige Kontrolle muss sein. Ist ein Glas verdorben, wird es komplett weggeworfen. Daher ist es sinnvoll, kleine und mittelgroße Gläser zu wählen, dann ist der Verlust nicht so groß. Für eingelagertes Gemüse gilt, dass angegammelte Stücke sofort entfernt werden müssen, damit sie die anderen nicht auch noch verderben.

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