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Zirbeldrüse und die Funktion - Wissenswertes

Die Begriffe Zirbeldrüse und Epiphyse sind zwar meist bekannt, doch wussten Sie, welche Funktionen die Drüse im menschlichen Organismus übernimmt? Tatsächlich liegen die genauen Aufgaben der Epiphyse auch für die Wissenschaft teilweise noch im Dunkeln.

Die erbsengroße Zirbeldrüse liegt über dem Mittelhirn.
Die erbsengroße Zirbeldrüse liegt über dem Mittelhirn.

Die Zirbeldrüse - Lage und Aufbau

  • Die Zirbeldrüse wird auch Epiphyse oder Corpus pineale bzw. Glandula pineale genannt.
  • Sie liegt oberhalb des Mittelhirns und wird von vielen zum Epithalamus, einem Teil des Zwischenhirns, gerechnet. Andere sind der Meinung, dass die Glandula pineale eine eigenständige Struktur darstellt.
  • Die Epiphyse kann unterschiedliche Größen erreichen. Beim Menschen ist sie zwischen drei mal fünf bis fünf mal acht Zentimeter groß, erreicht also etwa Erbsengröße. Im Tierreich ist die Größe der Zirbeldrüse recht unterschiedlich: Sie kann bei Vögeln zehn Prozent der Gehirnmasse ausmachen, während andere Tiere gar keine Epiphyse zu besitzen scheinen.
  • Die Zirbeldrüse ist - wie der Name schon sagt - eine Drüse, das heißt, dass sie etwas sezerniert, also einen Stoff an den Körper abgibt.

Die Funktionen der Epiphyse

Die genauen Aufgaben und Funktionen der Zirbeldrüse sind noch nicht vollständig geklärt.

  • Die Epiphyse reagiert auf Hell-Dunkel-Reize mit der Ausschüttung von Melatonin. Es wird vermutet, dass der Tag-Nacht-Rhythmus und die damit verbundenen Körperfunktionen unter anderem von der Epiphyse gesteuert werden.
  • Melatonin seinerseits beeinflusst unter anderem die Sekretion von FSH (folikelstimulierendes Hormon) und LH (luteinisierendes Hormon).
  • FSH seinerseits fördert bei der Frau die Bildung von Östrogen in den Ovarien (Eierstöcken) und die Eiteilung, beim Mann fördert es die Spermienentwicklung in den Hoden.
  • LH fördert die Reifung des weiblichen Eis, den Eisprung und die damit verbundene Bildung des Gelbkörpers aus dem übrig gebliebenen Follikel. Beim Mann fördert das Hormon die Spermienreifung.
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