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Zimmerefeu - Pflege

Ihr Zimmerefeu ist in der Pflege einfach. Bei gewöhnlicher Zimmertemperatur und nicht zu direkter Sonneneinstrahlung kann kaum etwas schief gehen.

Bei richtiger Pflege gedeiht Zimmerefeu gut.
Bei richtiger Pflege gedeiht Zimmerefeu gut. © Gerda_Müller / Pixelio

Guter Standort für den Zimmerefeu

Der Zimmerefeu gedeiht sowohl im Licht als auch im Halbschatten hervorragend. Mit direkter Sonneneinstrahlung tun Sie Ihrer Pflanze allerdings keinen Gefallen. Die Blätter verfärben sich schnell braun und sterben ab. Fehlt es zu sehr an Sonnenlicht, verkümmert die Pflanze. Finden Sie das Mittelmaß zwischen Sonne und Schatten, damit Ihr Zimmerefeu ordentlich wächst. Achten Sie außerdem auf die Sorte, die Sie in Ihrem Zimmer halten. Efeu mit bunten Blättern benötigt einen helleren Standort als die rein grünblättrigen Pflanzen.

Bei einer normalen Raumtemperatur von 15 bis 18 Grad Celsius fühlt sich Zimmerefeu das ganze Jahr über wohl. Temperaturen unter zehn oder über 25 Grad Celsius sind für das Wachstum der Pflanze hinderlich. Haben Sie auch im Winter keine Scheu davor, Ihre Heizung anzustellen. Allerdings darf die Luft nicht zu trocken sein. Ist die Luftfeuchtigkeit über einen längeren Zeitraum zu gering, bildet sich die Pflanze zurück und die Blätter verwelken.

Verwenden Sie für Ihre Zimmerpflanzen gewöhnliche Blumen- oder Einheitserde. Sie finden die Erde in Gärtnereien oder Baumärkten. Spezialerde ist als Substrat unnötig.

Die richtige Pflege für die Pflanze

Gießen Sie Ihren Zimmerefeu regelmäßig mit lauwarmem Wasser, denn die Erde der Pflanze darf nicht austrocknen. Vermeiden Sie Staunässe bei der Pflege, da es sonst leicht zu einer Fäulnis des Wurzelballens kommt. Im Winter gießen Sie wesentlich sparsamer als während der heißen Jahreszeit. Achten Sie aber auch im Winter darauf, dass die Erde immer leicht feucht ist. An besonders warmen Tagen im Sommer besprühen Sie die Blätter mit Wasser, damit sie nicht austrocknen. Verwenden Sie dazu einen handelsüblichen Blumensprüher.

Von Frühlingsanfang bis zum Sommerende führen Sie einmal in der Woche eine Nährstoffzugabe mit einem schwach dosierten Grünpflanzendünger hinzu. Diesen erhalten Sie in Drogerien, Supermärkten oder im Gartenfachgeschäft.

Efeu eignet sich hervorragend als Ampelpflanze und ist besonders mit langen Trieben sehr ansehnlich. Da sich an den Trieben Haftwurzeln bilden, benötigen Sie beinahe keine Rankhilfen. Schneiden Sie die Pflanze nur gelegentlich zurück. Ein Schnitte macht zum Beispiel Sinn, wenn die Triebe kahl geworden sind. Durch das stetige Wachstum der Pflanze benötigen Sie alle zwei bis drei Jahre einen größeren Topf. Sind Sie im Besitz eines jungen Exemplars, topfen Sie einmal im Jahr um.

So vermehren Sie Ihre Pflanze

Zimmerefeu lässt sich leicht vermehren. Ritzen Sie einen besonders langen Trieb ein und legen die geschnittene Stelle in ein Glas Wasser. Die Stecklinge sollten in etwa einer Länge von zehn Zentimetern entsprechen. Das Wasserglas mit den Stecklingen platzieren Sie an einen hellen Standort bei normaler Zimmertemperatur.

Haben die Stecklinge eigene Wurzeln von einer Länge zu zwei Zentimetern gebildet, pflanzen Sie sie in einen kleinen Topf. Drücken Sie den Steckling dafür in die Erde und fixieren Sie ihn mit einer Büroklammer oder Stecknadel. Als Substrat verwenden Sie gewöhnliche Blumenerde.

Schädlinge und Krankheiten am Efeu

Die gemeinen Spinnmilben greifen gerne Zimmerefeu an. Bei genauer Inspizierung entdecken sie die Insekten an den unteren Seiten der Blätter. Die Spinnmilbe entzieht dem Blättern Nährstoffe. Die Blätter verfärben sich braun und werden trocken. Bei einem größeren Befall kommt es zum Blattfall. Da sich die Insekten besonders bei trockener Luft vermehren, wählen Sie einen neuen Standort. Achten Sie darauf, dass Ihr Efeu nicht zu nah an der Heizung steht. Zur Bekämpfung der Milbe eignen sich Akarizide, die Sie in der Gärtnerei finden.

Beim Dickmaulrüssler handelt es sich um einen weit verbreiteten Schädling. Die Raupen hinterlassen rundliche Spuren an den Blättern, sodass Sie Befall schnell erkennen. Eine besonders effektive Bekämpfung ist das Aussetzen von  natürlichen Feinden. Nematoden lassen die Population der Dickmaulrüssler schnell schrumpfen. Ist der Befall nicht weit fortgeschritten, sammeln Sie die Tiere mit der Hand ein.

Die giftigen Eigenschaften des Efeus

Die ältere Form des Hedera helix ist giftig. Sobald das Efeu Früchte ausbildet, ist der Hedera helix Arbonrescens eine giftige Pflanze. In der jungen Form, die dann weiterhin auf den Namen Hedera helix hört, ist das Gewächs nicht giftig. Seien Sie besonders vorsichtig vor den toxischen Beeren, da in ihnen das meiste Gift vorhanden ist. Diese Beeren werden lediglich von Pflanzen gebildet, die mindestens 20 Jahre alt sind. Die Beeren weisen eine violette bis schwarze Farbe auf und schmecken sehr bitter. Kommt es zum Verzehr, alarmieren Sie unverzüglich den Giftnotruf. Bei einem Kontakt mit der Haut, spülen Sie die Stellen mit kaltem Wasser ab und suchen einen Arzt auf.

Bei der älteren Form des Efeus sind auch die Blätter giftig. Berühren Sie die Blätter, kommt es zur Rötungen der Haut. Außerdem entstehen manchmal nässende Pusteln. Das Berühren der Blätter ist zwar bei weitem nicht so gefährlich wie der Verzehr der Beeren, doch Handschuhe sind beim Schneiden sehr zu empfehlen.

​Sorten und Eigenschaften von Efeupflanzen

Sorte Eigenschaften
Hedera helix-gemeiner Efeu grüne Blätter und sehr starker Wuchs, winterfest

Hedera algeriensis​

sehr kleine grüne Blätter, bildet früh Blüten aus, winterfest

Hedera rhombea​

gefaltete, schmal längliche Blätter, hell- bis  olivgrün, sehr kompaktes Wachstum

Hedera chinensis herzförmiges Blatt, hellgrün, Blattstiele sind circa fünf Zentimeter lang

 

 

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