Alle Kategorien
Suche

Zimmer schalldicht machen - das sollten Sie beachten

Laute Musik hat schon zu oft für Streitereien zwischen Nachbarn, Besuche von der Polizei und schlaflose Nächte gesorgt. Vermeiden lässt sich das Problem mittlerweile recht gut, indem einzelne Zimmer schalldicht gemacht werden. Was kompliziert klingt, ist, sobald die Logik dahinter verstanden wurde, einfach und nachvollziehbar. Informationen und eine Anleitung finden Sie in diesem Artikel.

In einem schalldichten Raum Musik aufnehmen und abspielen
In einem schalldichten Raum Musik aufnehmen und abspielen © HAUK_MEDIEN_ARCHIV_-_Alexander_Hauk_-_www.bayernnachrichten.de / Pixelio

Was Sie benötigen:

  • Wolle, alte Kleidung und ähnliche dämmende Materialien
  • Acryl
  • Rigipsplatten

Warum ein Zimmer Geräusche weitergibt

  • Bevor Sie damit beginnen, ein Zimmer schalldicht zu machen, sollten Sie verstehen, wie Schall sich zwischen Räumen ausbreitet. Ein gutes Beispiel dafür finden Sie in Gitarrensaiten. Werden diese angeschlagen, entsteht ein Klang. Legen Sie Ihren Finger auf die Saite, hört er auf, da die Bewegungen gestoppt werden.
  • Geräusche werden also durch Bewegung weitergegeben. Ihre Aufgabe bei dem Projekt, ein Zimmer schalldicht zu machen, ist es also, weitergegebene Bewegungen zu vermeiden.
  • Erreichen können Sie dies mit verschiedensten Materialien, die Federn, wie z. B. Styropor, alte Kleidung oder auch Wolle. Diese Produkte können den Schall schlucken, statt ihn weiterzugeben. Sämtliche Verbindungen zu Beton müssen daher überbrückt werden, da Musik und ähnliche Töne sonst unweigerlich an die Nachbarn weitergegeben werden.

Den Raum schalldicht machen

  1. Um das Zimmer schalldicht zu machen, müssen Sie jeden Bereich mit Material ausstatten, welches den Schall dämmt und dabei die Übergabe von Bewegungen vermeidet. Beginnen Sie beim Boden und statten Sie diesen z. B. mit Wolle und darauf einer Rigipsplatten aus. Beachten Sie, dass dabei keine Schrauben in den Boden gehen dürfen, da diese den Schall übertragen würden.
  2. Gehen Sie nun weiter zu den Wänden und bringen Sie auch dort Wolle an. Alternativ dazu ist auch Kleidung oder ähnliches "luftiges" Material möglich. Legen Sie zum Abschluss auch hier Rigipsplatten an. Auch hier sind Schrauben verboten, möglich wäre jedoch Acryl.
  3. Nun geht es an den schwierigsten Bereich - die Decke. Befestigen Sie hier wieder schluckende Materialien, indem Sie diese ankleben. Eine Schicht von mehreren Zentimetern wäre optimal. Auch dieser Bereich wird mit einer Rigipsplatte abgedeckt. Offene Fugen können Sie zum Schluss mit Acryl schließen und damit einen geschlossenen Raum erhalten.
  4. Probleme finden sich bei solchen Projekten immer bei Fenstern und Türen. Denn irgendwie müssen Sie später den Raum betreten, dabei jedoch auch an solchen Stellen ausreichend dämmen. Möglich wäre hierbei unter anderem eine provisorische Öffnung aus Schaumstoff, welchen Sie zerschneiden und als kleine Tür verwenden.

Sie haben nun einen schalldichten Raum, welcher sehr wenig Schall abgibt und auch empfängt. Hier können Sie Musik aufnehmen oder einfach einen geschätzten Titel in voller Lautstärke genießen - ohne Ärger mit Mitbewohnern und Nachbarn.

Teilen: