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Zierkastanie richtig pflegen

Pachira Aquatica – Schon beim Namen wird es knifflig. So sind die deutschen Bezeichnungen für diese Pflanze sehr vielfältig und reichen von: Zierkastanie über Glückskastanie und Kakaobaum bis hin zu Rasierpinselbaum. Bleiben wir bei der einheimischen Bezeichnung: Pachira. Die Pachira ist eine hübsche Zimmerpflanze, die in Größen bis zu einem Meter und mehr sowie mit einfachem oder geflochtenem Stämmchen gezüchtet wird.

Das ist ein kleiner Trieb einer Zierkastanie mit geflochtenem Stamm.
Das ist ein kleiner Trieb einer Zierkastanie mit geflochtenem Stamm.

Was Sie benötigen:

  • festen Standort
  • Helligkeit
  • Halbschatten
  • wenig Nässe
  • viel Liebe
  • Geduld
  • und auch Glück

So pflegen Sie Ihre Pachira (Zierkastanie)

  • Wer sich solch eine Pflanze zulegt, sollte für sie einen hellen Standort vorsehen, der sich nicht in unmittelbarer Heizungsnähe und auch nicht direkt am Fenster befindet. Das hat den Grund, dass die Pachira, genau wie z.B. auch der Ficus Benjamina, keine ständig wechselnden Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten gerne hat.
  • Die Pachira liebt es hell bis halbschattig und ist absolut standorttreu. Das heißt, haben Sie einmal einen Platz gefunden, wo sie wächst und gedeiht, wird sie bei gleichbleibender Pflege und klimatischen Bedingungen keine Probleme machen. Eigentlich ist sie sehr pflegeleicht und benötigt keine ständige Zuwendung.
  • Empfindlich und launisch reagiert sie jedoch auf häufig wechselnde Temperaturen, zu viel Nässe im Wurzelbereich und direkte Heizungswärme. Was sie gar nicht mag sind häufige Standortwechsel, welche sich oft bei z. B. Umzügen nicht vermeiden lassen. Man meint einen gleichen Platz wie in der alten Wohnung auch in der neuen gefunden zu haben, aber unsere Kastanie sieht das anders und lässt die Blätter hängen oder verliert sie gar.
  • Die Pachira ist in Bezug auf das Wässern oder Besprühen sehr genügsam. Ein Besprühen von Blättern und Stämmchen ist rein pflegetechnisch nicht notwendig, sorgt eher für schöneres staubfreies Aussehen. Sehr vorsichtig sollte man mit dem Gießen sein. 1x die Woche eine geringe Menge reicht aus. Wichtig hierbei ist, dass erstens überschüssiges Wasser nach unten ablaufen und zweitens der Wurzelballen und die Erde zwischen diesem wöchentlich Gießen auch mal komplett durchtrocknen kann. Was tödlich für unsere Pachira wäre, ist, wenn sie Staunässe bekommt, also keine Chance hat, zwischendurch mal trockene Söckchen anzuziehen!
  • Wenn die Pachira in einem genügend großen Topf steht, also reichlich Erde für genügend Nährstoffe sorgt, ist düngen nicht notwendig. Sollte man trotzdem nicht davon ablassen können, noch zusätzlich Mineralien zuzufügen, dann bitte sehr zaghaft dosieren, sonst ist es schnell vorbei mit der Blätterpracht.
  • Für alle Haustierfreunde sei noch angemerkt, das die Zierkastanie als nicht giftig gilt. Also laut Botaniker und Zoologen sind zum Beispiel Katzen eher für die Pachira gefährlich als die Kastanie für die Katze. Kleiner Rat: Erde mit kleinen Ziersteinen vollständig abdecken, damit Mieze und Co nicht auf die Idee kommen zu buddeln ;-)

Was Sie sonst noch wissen sollten

  • Bedenken Sie: Bevor die Kastanie in Ihrem Zimmer steht, ist sie schon über mehre Standorte (Gewächshaus, Lagerhalle, Lkw, Supermarkt ...) transportiert worden, durch wechselnde Temperaturen und Luftfeuchtigkeiten gewandert und wer weiß wie oft hochgenommen, angefasst und umgestellt worden. Das heißt also: Selbst wenn sie beim Kauf noch superhübsch und gesund erscheint, kann sie schon einen Knacks wegbekommen haben und Ihre größte Liebe und Pflegeintensität könnte umsonst sein. Also es gehört auch ein wenig Glück mit dazu, lange Freude an dieser Pflanze zu haben. Kaufen Sie, wenn es geht, direkt beim Gärtner, Züchter oder Botaniker, so geht die Pflanze erstens auf direktem Wege in Ihre Hände und zum Zweiten sind diese Verkäufer oft auch kulanter.
  • Abschließend sei noch gesagt: Bei allen Pflegehinweisen muss man immer bedenken, dass jede Pflanze, jeder Standort und die Bedingungen von Zucht und Pflege überall verschieden sind. Wo es bei dem einen klappt, kann ein anderer wiederum trotzdem Pech haben. Lassen Sie sich in diesem Fall nicht entmutigen. Probieren Sie es erneut an einem anderen Standort oder versuchen Sie es mit einer anderen Art.
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