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Zeitmessung beim Sport - Informatives

Bei vielen Sportarten wie zum Beispiel in der Leichtathletik oder beim Schwimmen müssen Zeiten genommen werden, um die Platzierungen ermitteln zu können. Damit dies problemlos funktioniert, wird entweder eine Handstoppung oder eine elektronische Zeitmessung genutzt.

Handstoppung wird in der professionellen Leichtathletik kaum noch angewendet.
Handstoppung wird in der professionellen Leichtathletik kaum noch angewendet.

Die Entwicklung der Zeitmessung 

Während bei früheren Sportwettkämpfen eine Zeitmessung über die Handstoppung der Kampfrichter erfolgte, ist bei heutigen Wettkämpfen meist die elektronische Zeitmessung erste Wahl.

  • Hintergrund dieser Entwicklung ist die Tatsache, dass bei der Handstoppung die menschliche Reaktionszeit eine wichtige Rolle spielt.
  • So ist es jederzeit möglich, dass einerseits ein Wettkämpfer ein paar Zehntelsekunden schneller als in Wirklichkeit ist, weil die Kampfrichter zu spät die Stoppuhr gestartet haben, und anderseits mehrere Kampfrichter eine unterschiedliche Zeit ermitteln. 
  • Tests haben ergeben, dass elektronisch gemessene Zeiten je nach Strecke circa zwischen ein bis drei Zehntelsekunden schlechter (= langsamer) sind. Deshalb wird beispielsweise bei einer handgestoppten Zeit bei einem 400-Meter-Lauf um 0,14 Sekunden erhöht.
  • Zudem ist es häufig der Fall, dass bei einer handgemessenen Zeit zwei Kampfrichter dieselbe Zeit und ein anderer eine abweichende Zeit ermittelt haben. In diesem Fall wird die Zeit der Mehrheit gewertet.
  • Zuletzt muss auch bedacht werden, dass bei Sportveranstaltung mit sehr vielen Teilnehmern eine Handmessung unpraktikabel ist, weshalb in solchen Fällen stets die elektronische Zeiterfassung zum Tragen kommt.  

Unterschiedliche Verfahren bei Sportwettkämpfen

Bei sportlichen Wettkämpfen werden hauptsächlich zwei verschiedene Verfahren bei der elektronischen Zeiterfassung unterschieden:

  • Wenn relativ wenige Sportler beim Wettkampf teilnehmen, werden die Zeiten normalerweise mithilfe einer Pistole und einer Lichtschranke ermittelt. Beim Start ertönt der Knall der Pistole, welches als Impuls von einem Computer erfasst wird, der dann die Zeitmessung startet. Wenn der Sportler dann die Ziellinie überquert, wird dies mit einer Lichtschranke erfasst, sodass der Computer die Zeitmessung stoppt.
  • Bei Großveranstaltungen wie einem Marathon löst jeder Teilnehmer beim Überqueren der Start- und Ziellinie ein genau ihm zuordnungsbares Transpondersignal aus, welches die Zeiterfassung startet oder eben stoppt. Wenn es bei solchen Wettkämpfen auch darauf ankommt, dass der Sportler die Strecke nicht verlässt, werden stattdessen GPS-basierte Systeme verwendet. 
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