Zeichensprache lernen - so klappt´s

Gerade Kinder lernen die Zeichensprache schnell. Gerade Kinder lernen die Zeichensprache schnell.
Die Zeichensprache, auch Gebärdensprache genannt, ist eine anerkannte eigenständige Sprache, mit der sich vor allem gehörlose und schwerhörige Menschen miteinander verständigen. Sie setzt sich aus Gebärden, Mimik des Gesichtes, Bewegungen des Mundes und der Körperhaltung zusammen und ist daher eine sehr komplexe Sprache. Wer die Zeichensprache lernen möchte, hat dazu mehrere Möglichkeiten. Da von Land zu Land Unterschiede bestehen, sollte man die Zeichensprache jenes Landes erlernen, in dem man sie anwenden will.
Linda Benninghoff
17.12.2010 Linda Benninghoff
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Zeichensprache zu Hause ausprobieren

  • Wer erste Einblicke in die Zeichensprache erlangen möchte, findet im Internet Schnupperkurse, in dem einfache Gebärden verständlich dargestellt und erklärt werden. Auch in verschiedenen Videoportalen gibt es Einführungen oder Darstellungen verschiedener Gebärden.
  • Zahlreiche Bücher helfen ebenfalls weiter, sich ein Grundwissen anzueignen. Hier finden sich Anleitungen, wie man mit gehörlosen Babys kommunizieren kann oder Grundkurse für Kinder und Erwachsene.
  • Wer bereits mit der Grammatik der Zeichensprache vertraut ist, vergrößert seinen Wortschatz mit Hilfe von Wörterbüchern. Wie bei jeder Sprache gibt es hier unterschiedliche Ausführungen und Schwerpunkte, die vom kleinen Alltagshelfer über ein Babywörterbuch und Fachgebärden Hauswirtschaft bis hin zum weltweit größten Wörterbuch der Gebärdensprache (DVD) mit 18.000 Gebärden und Videos  reichen.
  • Eine weitere Möglichkeit, sich zu Hause die Zeichensprache beizubringen, ist via Lernprogramm auf DVD. Da hier meistens Gehörlose die Zeichen vormachen, kann man sich sicher sein, dass sie korrekt ausgeführt sind und die richtig nachgemachten Gebärden von Gehörlosen verstanden werden. Zusehen, mitmachen, verstehen ist die Devise. Behandelt werden in solchen Lernprogrammen die Grammatik, Gebärden zu unterschiedlichen Themenbereichen, die dazu gehörende Mimik, das Fingeralphabet und mehr.

Lernen unter Gleichgesinnten

Wer lieber mit anderen Interessierten zusammen die Zeichensprache lernt, ist in einem Kurs vor Ort richtig aufgehoben.

  • Auch wer nicht in einer Großstadt lebt, findet oft über die Volkshochschule einen meist preisgünstigen Anbieter, bei dem die Gebärdensprache gelernt werden kann. Oft werden Einführungen, Grundkurse oder auch Kurse für Fortgeschrittene angeboten, sodass jeder seinen passenden Kurs findet und sein Wissen ausweiten kann.
  • Eine weitere Anlaufstelle sind Vereine, in denen sich Gehörlose oder Schwerhörige zusammengeschlossen haben. Der Deutsche Gehörlosen Bund e.V. gilt als das Sprachrohr der Gehörlosen Deutschlands. In den einzelnen Bundesländern ist er mit Mitgliedsverbänden vertreten, die wiederum Kurse in Gebärdensprachen über verschiedenen Institutionen anbieten.
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