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Zehen tapen - was Sie dabei beachten sollten

Zehen tapen - was Sie dabei beachten sollten1:00
Video von Bianca Koring1:00

Eine unbedachte Bewegung und schon ist es passiert – der kleine Zeh knallt mit voller Wucht gegen den Bettrahmen oder ein Tischbein. Der Schmerz ist groß, das Geschreie laut! Wenn man sich sicher ist, dass nichts gebrochen ist, kann man Zehen tapen.

Was Sie benötigen:

  • Tape

Tapen als Behandlungsmöglichkeit

  • Tapen kennen Sie sicherlich aus dem Sport. Sportler, denen mit weißem oder farbigem Klebeband Finger oder Zehen aneinandergeklebt wurden, wurden getapt.
  • Ein solcher Klebeverband hat die Funktion, die Gelenke oder Muskeln zu schützen. Sie können weiterhin Zehen oder Finger bewegen, ohne dabei Bewegungen zu stark auszuführen, sodass ein weiterer Schaden verhindert wird.
  • Nicht nur wird das Gelenk gestützt, dadurch, dass Sie das Tape an Ihren Zehen bemerken, ist Ihre Wahrnehmung gestärkt und Sie achten besser auf Ihren Fuß.
  • Haben Sie sich erst kürzlich die Zehen gestoßen, kann ein Klebeverband auch bewirken, dass der Zeh nicht so stark anschwillt.
  • Ein Tape muss ohne Falten und ohne großen Druck angelegt werden, damit es nicht zu Komplikationen kommt. Hautreizungen oder keine ausreichende Stabilisation sind noch relativ harmlose Komplikationen. Weitaus schwerwiegender ist das Kompartmentsyndrom, das bei einem erhöhten Druck auftreten kann. Wird hier nicht gehandelt, können Nervenschädigungen oder Durchblutungsstörungen am Muskel entstehen.
  • Es ist daher besser, wenn Sie den Verband bei einem Arzt oder Physiotherapeuten tapen lassen.

Zehen mit Klebeverband stabilisieren

  1. Bevor Sie Ihren Zeh tapen, ist es immer ratsam, durch eine ärztliche Untersuchung feststellen zu lassen, ob der Zeh geprellt oder gebrochen ist. Zwar werden die kleineren Zehen heute kaum noch geschient, dennoch ist die Diagnose für den Heilungsverlauf wichtig.
  2. Bei einem Knochenbruch können Sie den Zeh nicht mehr bewegen, er steht seltsam ab oder macht knirschende Geräusche bei Bewegungen. Schwellung, Schmerzen und Blaufärbung entstehen sowohl bei einer Prellung als auch bei einer Fraktur.
  3. Um Ihren Zeh zu stabilisieren, können Sie ihn mit dem Klebeverband an den benachbarten Zeh binden. Wickeln Sie das Tape dafür ohne Druck um die beiden Zehen herum.
  4. Um Druckstellen zu vermeiden, legen Sie zwischen die beiden Zehen ein weiches Polster.
  5. Tapen Sie nur so stramm, dass Sie den Zeh immer noch leicht bewegen können. Wenn Sie sich unsicher sind, nehmen Sie den Verband vorsichtshalber ab.
  6. Nachts können Sie Ihrem Zeh etwas Freiheit gönnen, indem Sie den Verband abnehmen. So kann das Blut frei zirkulieren. Wurde das Tape angelegt, um eine Schwellung zu verhindern, sollte er auch nachts dranbleiben.
  7. Werden die Beschwerden trotz Tapeverband nicht besser, suchen Sie einen Arzt auf.
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