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"Zecken bei Katzen gefährlich?" - Wissenswertes zu Krankheiten

Ihre Katze kommt vom Freigang nach Hause und während Sie sie streicheln, bemerken Sie, dass etwas in ihrem Fell hängt? Dies könnte eine Zecke sein, die sich besonders in hohen Gräsern aufhalten und an die Katze klammern, wenn diese über die Wiese läuft. Zecken können viele Krankheiten übertragen. Stellt sich nun die Frage: Sind Zecken auch bei Katzen gefährlich?

Die Zecke als Krankheitsüberträger.
Die Zecke als Krankheitsüberträger.

Welche Arten von Zecken gibt es?

  • Die häufigste in Mitteleuropa auf Hunden und Katzen vorkommende Zeckenart ist Ixodes ricinus, der sogenannte Holzbock. Der Befall mit dieser Zeckenart findet vorwiegend im April - Juni statt, um nach einer Phase geringerer Aktivität in den Sommermonaten, wieder im September und Oktober anzusteigen. Bevorzugte Biotope dieser Zecke sind Waldungen mit dichtem Unterholz und Waldlichtungen. Ixodes ricinus zählt zu den dreiwirtigen Zecken und entwickelt sich über Ei, Larve, Nymphe und Imago. Diese Entwicklung dauert durchschnittlich 2-3 Jahre.
  • Eine weitere wichtige Zecke ist Rhipicephalus sanguineus, die sogenannte braune Hundezecke. Diese Zecke findet sich am häufigsten in Wohnungen oder Stallungen, da sie zur Vermehrung eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit benötigt. Die Vermehrungsrate ist sehr hoch, sodass die von Hunden benützten Wohnräume und Hundehütten über lange Zeit von Larven, Nymphen und Adulten übersät sein können.

Gefährliche übertragbare Krankheiten von Zecken auf Katzen

  • Im Gegensatz zu Hunden werden bei Katzen die übertragbaren Krankheiten durch Zecken als weniger gefährlich eingestuft. Dennoch gibt es einige Krankheiten, die durchaus auch Katzen befallen können. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit von diesen Krankheiten durch Zeckenbisse bei Katzen seltener. Zu diesen gefährlichen Krankheiten der Katzen zählt unter anderem die sogenannte Lyme Borreliose. Diese wird durch ein Bakterium, Borrelia burgdorferi, mit welcher sich die Zecke infiziert hat und dann durch den Biss auf die Katze übertragen hat, verursacht. Der Holzbock gilt hier als die Überträgerzecke für diese gefährliche Krankheit. Es kommt hierbei allerdings selten zu klinischen Symptomen, Katzen sind meist nur empfänglich für dieses Bakterium und können es weitergeben.
  • Die braune Hundezecke befällt meist, wie schon im Namen ersichtlich, meist nur Hunde. In einigen Fällen kommt es auch zu Krankheiten der Katzen, die dann lokale Hautschwellungen zeigen. Bei stärkerem, wiederholtem Befall können die Katzen allerdings sehr darunter leiden und daher darf die Zeckenplage nicht unterschätzt werden.

Bei den Katzen kommt es meist zu keinen gefährlichen Krankheiten durch die Zecken. Anders wie beim Hund. Bei Hunden können sehr viele verschiedene Krankheiten auftreten. Allerdings gelten Zecken als sogenannte Lästlinge und dürfen daher auch nicht unterschätzt werden. Zecken können auch für den Menschen gefährliche Krankheiten übertragen und somit ist es sinnvoll, die Katzen bereits prophylaktisch mit Insektiziden, wie beispielsweise Spot on Präparate, zu behandeln.

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