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Zanderangeln - so machen Sie es richtig

Der Zander ist ein Raubfisch. Zanderangeln ist eine ganz besondere Herausforderung. Erfolgreich sind dabei in der Regel nur Angler, die bereits gute Angelerfahrungen besitzen und ausgesprochen geduldig sind (große Ausdauer haben). Um es richtig zu machen, sollten Sie Angelfreunde befragen, sich belesen, Informationen über verschiedene Angelgewässer sammeln.

Zanderangeln in der Dämmerung.
Zanderangeln in der Dämmerung.

Was Sie benötigen:

  • Angelgenehmigung
  • Gewässerkarte
  • Kenntnisse über Mindestmaße, Schonzeiten, erlaubte Fangmethoden
  • Angelrute (Spinn- und/oder Grundangel)
  • Angelrolle (Freilauf oder Stationär)
  • monofile oder geflochtene Schnur (Tragkraft 12 kg)
  • Stahlvorfach
  • Durchlaufblei
  • Ködernadel
  • Haken (Größe 1-6, je nach Köderfisch)
  • Auftriebskugel aus Styropor
  • Köderfische und/oder Gummiköder (Gummifische u.ä.)
  • Bissanzeiger (elektronisch oder Glöckchen)
  • evtl. Aroma (Lockstoff)
  1. Das Zanderangeln betreiben Sie am günstigsten in der Dämmerung (morgens und abends) und nachts (an nebligen und bewölkten Tagen).
  2. Er ist ein scheuer und vorsichtiger Raubfisch. Wichtig ist daher, geräuschlos zu sein und weiches, leichtes Angelzeug zu verwenden.
  3. Er bevorzugt flache, ungetrübte Gewässer mit Pflanzenbestand, steht tagsüber an Abhängen, in der Nähe von Buhnen, in Löchern am Grund des Gewässers, an Steinschüttungen usw. (in allen größeren Seen und Flüssen).

Zanderangeln – mit Grundangel

  1. Verwenden Sie eine weiche Grundangel (3,3m-Rute, Wurfgewicht bis zu 50g), eine 25er Schnur (dehnungsarm), ein 22er Vorfach (ca. 70cm, ebenfalls sehr weich) und ein leichtes Durchlaufblei.
  2. Als Haken eignen sich Einzelhaken ebenso wie Ryderhaken und auch Drillinge in den Größen 1-6.  Die ganze Montage muss sehr weich sein und darf beim Zanderangeln keinen Widerstand spüren lassen, weil sonst der Zander sofort Verdacht schöpft und vom Köder ablässt.
  3. Wählen Sie als Köderfisch einen nicht zu großen, schlanken (z.B. eine Rotfeder) oder entsprechend große Fischfetzen anderer Fische. Machen Sie einige kleine, sehr flache Einschnitte (keinesfalls die Schwimmblase verletzen), damit sich der Duft besser im Wasser verteilen kann. Notfalls können Sie auch etwas Lockstoff (sehr wenig) in die Kerben geben.
  4. Den Köderfisch oder die Fischfetzen fädeln Sie mittels einer Ködernadel auf den entsprechend großen (bis zu 6er) scharfen, dünndrahtigen Haken mit einer kleinen Auftriebskugel aus Styropor.
  5. Beim Absuchen des Gewässergrundes zupfen Sie die Rutenspitze langsam, ohne die Angelrolle zu benutzen. Spüren Sie den Biss, senken Sie die Angelrute, warten Sie, bis der Zander die Schnur gespannt hat, dann schlagen Sie die Rute fest an.
  6. Bei stehendem Gewässer können Sie Bissanzeiger (elektronisch oder Glöckchen) verwenden, die Ihnen die Bewegung an der Schnur melden.

Zanderangeln – mit Spinnangel

  1. Zum Zanderangeln benutzen Sie eine Spinnangel mit einer Freilauf- oder Stationärrolle. Ziehen Sie auf die Angelrolle eine stabile Schnur mit einer Tragkraft von etwa 12 kg und montieren Sie ein feines, unsichtbares, aber trotzdem stabiles haltbares Vorfach.
  2. Der Unterschied zum Grundangeln besteht beim Spinnangeln im Köder, in der Hakengröße und dem Blei und in der Angeltechnik.
  3. Als Köder dienen in erster Linie hochsensible Gummifische, immer aber auch noch die schlanken Wobbler und wurmartigen Twister. Wählen Sie bei trübem Wasser helle Farben, zum Nachtangeln hingegen dunkle Farben. (Der Zander schaut zur Wasseroberfläche. Durch das Mondlicht zeichnen sich dunkle Köder deutlicher ab.)
  4. Wenn Sie sich zum Zanderangeln einen Gummifisch kaufen, finden Sie auf der Rückseite der Verpackung Angaben über die Verwendung und die erforderliche Hakengröße: für Gummifische von 3-5 cm Länge benötigen Sie z.B. Hakengröße 2, für Gummifische von 15-20 cm Länge Hakengröße 6.)
  5. Beim Zanderangeln mit der Spinnangel ist die Angeltechnik folgende: Werfen Sie die Spinnangel aus, warten Sie, bis der Gummifisch auf den Gewässerboden gesunken ist (Schnur wird schlaff), dann ziehen Sie mittels der Angelrolle ca. 1 m Schnur ruckartig (kurze Zupfer) ein, warten dann, bis der Gummifisch wieder zu Boden gesunken ist, zupfen wiederum usw., bis die Schnur aufgerollt ist. Behalten Sie ständig den Kontakt zum Köder, denn der Zander gibt in der Regel nicht auf.
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