Eine Zahnschiene kann gegen das Schnarchen sehr hilfreich sein. Für den Partner nebenan ist das Schnarchen eine Qual. Deshalb sollten Sie etwas dagegen tun, auch für sich selbst. Lesen Sie, warum das so ist und wie Sie vorgehen.
- 25.05.2011 Iris Gödecker
Was Sie benötigen
Hierbei könnten Sie Hilfe brauchen
- Zahnarzt
- Schlaflabor
So klappt´s mit der Zahnschiene gegen das Schnarchen
Frauen wie Männer schnarchen. Es gibt mehrere Ursachen, warum der Mensch schnarcht: Alkoholgenuss, Übergewicht, eine verstopfte Nase und auch das Alter.
- In Höhe des Rachens kommt es zu einer Erschlaffung der oberen Luftwege. Die Luftwege sind durch die Muskulatur offen. Wenn wir schlafen, erschlafft die Muskulatur.
- Sobald wir schnarchen, flattern die Wände der Luftwege hin und her.
- Wenn es Ihnen selbst oder Ihrem Partner auffällt, dass Sie schnarchen, sollten Sie mit Ihrem Hausarzt sprechen. Die Möglichkeit einer Schlafapnoe sollte ausgeschlossen werden.
- Schlafapnoe sind Atempausen während des Schlafens. Es kommt vorübergehend zu einem Verschluss des Rachens.
- Um eine Diagnose stellen zu können, wird Ihnen Ihr Arzt wahrscheinlich eine Überweisung in ein Schlaflabor geben.
- Falls es ein reines Schnarchen ist ohne Atempausen, brauchen Sie keine Sorge zu haben, dass dies gesundheitsgefährdend ist.
- Stellt sich im Schlaflabor heraus, dass Sie nur schnarchen, gibt es die Möglichkeit, mit einer Zahnschiene gegen das Schnarchen vorzugehen.
- Eine Zahnschiene ist ähnlich wie eine Zahnspange. Sie wird nur nachts getragen und soll verhindern, dass die Rachenmuskulatur im Schlaf zusammenfällt.
- Sie sollten beachten, dass die Zahnschiene nicht immer bei jedem gegen das Schnarchen hilft. Sie kann auch nur das Schnarchen reduzieren.
- Wenn Sie eine Zahnschiene von Ihrem Zahnarzt bekommen, müssen Sie sie die ganze Nacht tragen. Sie werden wahrscheinlich auch eine Eingewöhnungsphase brauchen.
- Muskelkater und erhöhter Speichelfluss können morgens Begleiterscheinungen der Schiene sein.
- Sobald keine organische Ursache im Schlaflabor festgestellt wurde, gehen Sie zu Ihrem Zahnarzt. Er wird Ihre Zähne gründlich untersuchen: Mundhygiene, Befund der Zähne und Zunge. Eventuell wird auch ein Röntgenbild gemacht.
- Der Zahnarzt wird mit Ihnen besprechen, welche Möglichkeiten es für Sie gibt. Entscheiden Sie sich für eine Zahnschiene, wird ein Abdruck Ihrer Zähne gemacht.
- Da die Krankenkasse vorab zustimmen muss, wird ein Heil- und Kostenplan bei der Krankenkasse vorgelegt.
- Die Zahnschiene muss exakt sitzen. Der Zahnarzt wird mit Ihnen auch besprechen, wie Sie damit umgehen müssen - beispielsweise Nachsorge und die Pflege.
- Lassen Sie sich Zeit, sich an die Zahnschiene zu gewöhnen. Sie darf nicht drücken oder wehtun. Sonst sollten Sie noch einmal zum Zahnarzt und Sie genauer anpassen lassen.