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Zahnriemenriss - beim Gebrauchtwagenkauf vorbeugen

Einen Zahnriemen haben Sie in der Regel bei kleineren und mittelgroßen Motoren verbaut. Große Motoren, wie beispielsweise V6-Aggregate, werden mit einer wartungsfreien Steuerkette angetrieben. Bevor Sie einen Gebrauchtwagen kaufen, sollten Sie sich erkundigen, wie der Motor ausgestattet ist und wann der Zahnriemen das letzte Mal gewechselt wurde. Ein veralteter Zahnriemen kann reißen, und so ein Zahnriemenriss hat in der Regel einen kapitalen Motorschaden zur Folge.

Viele Motoren werden mit einem Zahnriemen angetrieben.
Viele Motoren werden mit einem Zahnriemen angetrieben.

Planen Sie den Kauf eines Gebrauchtwagens, kennen Sie sicher die Details, die Sie in jedem Fall überprüfen sollten. Der Kilometerstand sollte beispielsweise zur Abnutzung des Gaspedals passen und Sie sollten vor allem bei älteren Fahrzeugen überprüfen, ob der Motor ölt oder untypische Geräusche macht. Was viele Käufer vergessen, ist die Überprüfung des Zahnriemens. Verlassen Sie sich keinesfalls auf die Angaben des Verkäufers.

Den Zahnriemen können Sie einer Sichtprüfung unterziehen

  • Wurde das Fahrzeug, das Sie in die engere Wahl genommen haben, von einer Werkstatt gewartet, ist davon auszugehen, dass der Zahnriemenwechsel in den vom Hersteller vorgeschriebenen Intervallen vorgenommen wurde. Dies können Sie dem Serviceheft entnehmen. Ist in diesem ein Datum des Wechsels mit Unterschrift und Stempel eingetragen, brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen. Im Motorraum ist zusätzlich ein Kärtchen befestigt, auf dem Sie den Kilometerstand des Wechsels ablesen können. In diesem Fall müssen Sie darauf achten, den Wechsel wieder turnusgemäß vorzunehmen. Abhängig vom Hersteller ist dieser alle 60.000 bis 120.000 Kilometer vorgeschrieben.
  • Wurde das Fahrzeug nicht gewartet, sollten Sie dem Kärtchen im Motorraum nicht trauen. Wichtig ist die Dokumentation mit Stempel und Unterschrift. Liegt Ihnen diese nicht vor, ist dies kein Grund, auf den Kauf des Fahrzeugs zu verzichten. Sie sollten den Zahnriemen jedoch einer Sichtprüfung unterziehen. Er besteht aus einem harten Gummi. Dieser darf nicht porös und die Zähne dürfen noch nicht abgelaufen sein. Ist dies der Fall, sollten Sie einen Wechsel vornehmen.
  • Die Prüfung des Zahnriemens können Sie durch den TÜV oder durch eine Fachwerkstatt vornehmen lassen, wenn Sie sich dies selbst nicht zutrauen. Achten Sie unbedingt auf dieses Verschleißteil, denn ein Riss geht fast immer mit einem Motorschaden einher.

Einem Zahnriemenriss durch prophylaktischen Wechsel vorbeugen

  • Können Sie keine Angaben zu einem Zahnriemenwechsel finden, möchten das Fahrzeug aber dennoch kaufen, weil das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, sollten Sie einen prophylaktischen Zahnriemenwechsel durchführen. Dies ist jederzeit möglich. 
  • Mit einem Zahnriemenwechsel nach dem Kauf des Autos beugen Sie einem Zahnriemenriss zu 100 Prozent vor. Notieren Sie sich den Kilometerstand und aktualisieren Sie das Kärtchen im Motorraum. Dann informieren Sie sich beim Hersteller über das Wechselintervall an Ihrem Fahrzeug. Wenn Sie diesen gewissenhaft einhalten, sollte ein Zahnriemenriss für Sie kein Thema mehr sein.

Ein kulanter Verkäufer übernimmt die Kosten für den prophylaktischen Zahnriemenwechsel, wenn das Intervall nicht eingehalten wurde oder der letzte Wechsel nicht ermittelt werden kann. Da bei vielen Fahrzeugen auch die Wasserpumpe gewechselt wird, kostet der Wechsel je nach Automarke und gewählter Werkstatt zwischen 300 und 500 €. Der Zahnriemen läuft über die Wasserpumpe, und auch dabei handelt es sich ein Verschleißteil. Deshalb wird vonseiten der Hersteller dringend geraten, die Wasserpumpe auch zu wechseln. Bei einem Defekt der Wasserpumpe kann der Zahnriemen abspringen und ebenso wie bei einem Riss einen Motorschaden hervorrufen. Verhandeln Sie mit dem Verkäufer und ziehen Sie die Summe vom Kaufpreis ab, wenn ein außerplanmäßiger Wechsel notwendig sein sollte.

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