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Yoga gegen Angst - Tipps von Ihrem Yoga-Experten

Yoga kann bekanntermaßen bei Rückenschmerzen, Stress und anderen gesundheitlichen Problemen helfen. Weniger bekannt ist allerdings, dass sich manche Übungen auch hervorragend gegen Angst einsetzen lassen.

Die "Heldenhaltungen" sind ideal gegen Angst.
Die "Heldenhaltungen" sind ideal gegen Angst.

Wie kann Yoga bei Ängsten helfen?

Eine grundlegende Idee beim Yoga ist, dass nicht nur unsere Emotionen Einfluss auf unsere Körperhaltung haben, sondern dass das Gleiche auch andersherum gilt. Um zu verstehen, in welcher Art und Weise Yoga gegen Angst helfen kann, sollten Sie sich daher zunächst den körperlichen Ausdruck dieses Gefühlszustandes vor Augen führen.

  • Wer sich fürchtet, nimmt in der Regel eine gekrümmte Haltung an, spannt die Muskeln an und zieht die Schultern nach oben, während Augen und Kehle hart werden. Man fühlt sich wie zugeschnürt.
  • Diesen "Symptomen der Angst" können Sie mit Yoga-Übungen beziehungsweise mit bestimmten Impulsen in den Haltungen gezielt entgegenwirken. Sie werden sehen, dass Sie mit dem Verändern der Körperhaltung quasi automatisch auch Ihre Gefühle beeinflussen können.
  • Empfehlenswert, um Ängste zu Überwinden, sind vor allem Übungen, bei denen der Brustkorb gehoben und geweitet wird, sodass sich das Herz in den Raum hinein "öffnen" kann. Darüber hinaus sollten Sie aber noch einige konkretere Hinweise berücksichtigen. 

So bauen Sie eine Übungsabfolge gegen Angst auf

  1. Beginnen Sie Ihre Yogapraxis mit kraftvollen Haltungen im Stehen. Diese beleben nicht nur Ihren Körper, sondern schenken Ihnen auch Stabilität und Selbstvertrauen. Ideal sind die sogenannten "Heldenhaltungen" Virabhadrasana I, II und III, welche ihren Namen nicht umsonst tragen. 
  2. Der Hund mit dem Kopf nach unten (Adho Mukha Svanasana) sowie Vorwärtsbeugen im Stehen und Sitzen besänftigen nach diesen fordernden Übungen die Nerven und lassen das Gemüt zur Ruhe kommen.
  3. Machen Sie eine sanfte Drehhaltung wie Bharadvajasana I, um die Wirbelsäule in eine neutrale Stellung zu bringen, und üben Sie dann zum Ende hin unterstütze Rückbeugen wie Setubandha Sarvangasana mit einem Klotz unter dem Kreuzbein. Besonders wenn Sie lang gehalten werden, sind diese Übungen sehr effektiv, um Zuversicht und Selbstvertrauen zu gewinnen.
  4. Beim Ausführen der Endentspannung (Savasana) können Sie Brustkorb und Kopf zum Beispiel mit einer festen Kissenrolle ein wenig erhöhen, um sich die durch die Praxis gewonnene Öffnung länger zu bewahren. 

Derartig aufgebaute Yoga-Sequenzen lassen sich gezielt gegen Angst einsetzen. Achten Sie bei allen Übungen darauf, die Kehle weich zu halten und die Schultern weg von den Ohren zu entspannen. Als Anfänger oder wenn Sie bezüglich der Ausführung der Haltungen unsicher sind, sollten Sie sich von einem erfahrenen Yogalehrer beraten lassen. Bei andauernden Angstzuständen oder gar Panikattacken sollten Sie außerdem selbstverständlich einen geeigneten Therapeuten aufsuchen.

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