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Wurzelimperium - Kakteen gelungen züchten

Kakteen erfreuen das grüne Herz, weil sie anspruchslos sind und auch bei denjenigen gedeihen, die keinen grünen Daumen haben. Aber selbst neue Kakteen zu züchten, um ein kleines Wurzelimperium zu gründen, verlangt nicht den jahrelang erprobten, ausgebildten Kakteenzüchtungsmeister.

So stilvoll  können Kakteen ausschauen.
So stilvoll können Kakteen ausschauen.

Was Sie benötigen:

  • mindestens einen ersten älteren Kaktus
  • scharfes Messer
  • Zuchtschale (mit Drainagelöchern)
  • Sand oder Steingrieß
  • Kakteenerde

Wenn Sie als Kakteenfreund Ihren Kakteenbestand - der bislang nur ein kleiner Hortus conclusus sein mag - erweitern möchten, dann nur zu, denn auch die Vermehrung und das Züchten neuer Kakteen ist leicht - anders etwa als die Olivenbaumzucht oder die Orchideenzucht. Sie haben in der Regel immer drei Möglichkeiten, Pflanzen, also auch Kakteen, zu vermehren: das Säen, Stecklinge oder Ableger ziehen oder - zum dritten - das sogenannte Propfen.

So werden Sie glücklicher Herrscher über ein Kakteen-Wurzelimperium

  1. Wenn Sie Ihr Kakteen-Wurzelimperium durch Samen erweitern möchten, dann müssen Sie die Kakteensamen reinigen und trocken, damit kein Pilz sie befällt. Gegebenenfalls ist es ratsam, deswegen ein Hausmittel oder chemisches Mittel zu verwenden, damit Sie keine Saatverluste beklagen müssen.
  2. Füllen Sie dann eine Schale, die mit Löchern zur Drainage versehen ist, mit fein gesiebter Kakteenerde. Sträuen Sie die Samen darauf und drücken Sie sie leicht an. Die Erde für die Kakteen wird von unten feucht gehalten. Beachten Sie, dass die Erde konstant feucht gehalten werden muss, und zwar gerade in den ersten Tagen, in denen die Samen keimen sollen.
  3. Decken Sie die Schale ab und stellen Sie sie an einen warmen und hellen Ort. Der Mai ist in der Regel der beste Monat hierfür. Warten Sie eine Weile mit Geduld. Bald sprießen die ersten Keime. 
  4. Wenn die Keime genug gewachsen sind, können Sie sie umsetzen. Dann brauchen Sie Ihre kleinen Baby-Kakteen auch nicht mehr abdecken und konstant feucht halten. 
  5. Eine zweite Methode ist es, eine ausgewachsene Pflanze zu verwenden, um Kakteenableger zu züchten. Schneiden Sie dazu einen Zweig an einer relativ dünnen Stelle glatt ab. Wenn die durch Ihren Schnitt entstandene Stelle "geheilt" ist, können Sie sie in Sand oder Steingrieß stecken. Auch hier ist es wichtig, den Nährboden feucht zu halten. Bald schon wachsen dem Kakteensteckling Wurzeln. Nun können Sie ihn in Kakteenerde umpflanzen.
  6. Eine dritte Möglichkeit, ein entstehendes Wurzelimperium mit glücklicher grüner Kakteenhand zu "regieren", ist das sogenannte Propfen. Kleine, zarte Kakteenstecklinge können Sie nämlich - statt in Sand oder Steingrieß zu stecken - auf einen anderen Kaktus setzen beziehungsweise ihm  "aufpropfen".
  7. Im Fall des Propfens sind sowohl der Steckling als auch der neue "Mutter"-Kakuts angeschnitten. Befestigen Sie den Steckling - etwa mit einem Gummiband - so, dass die beiden "wunden" Stellen genau aufeinanderpassen.
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