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Wundsekret nach Operation des Hundes - das sollten Sie beachten

Falls Ihr Hund eine Operation hinter sich hat, dann ist es ganz normal, dass aus der Wunde ein sogenanntes Wundsekret abgesondert wird. Aber auch wenn dies ein völlig normaler Vorgang ist, gibt es einige Dinge, die Sie nach einer Operation beachten sollten.

Der Trichter verhindert das Belecken der Wunde.
Der Trichter verhindert das Belecken der Wunde.

Was Sie benötigen:

  • Zeit
  • Aufmerksamkeit
  • Trichter
  • sterile Tücher
  • evtl. Tierarzt

Nach der Operation sondern viele Wunden ein Wundsekret ab. Mit dem richtigen Wissen können Sie dem Tier helfen und die Wundheilung fördern.

Das Wundsekret direkt nach einer Operation

  • Wenn Ihr Hund eine Operation hatte, dann ist die Wunde sehr wahrscheinlich verbunden oder Ihr Haustier hat ein spezielles Spray auf die Wunde bekommen. Da der Hund aber nach einer Operation immer wieder dazu verleitet wird, an der frischen Operationswunde zu lecken, nimmt der Hund dabei automatisch das Wundsekret auf. Wundsekret ist immer viel heller als das normale Blut und hört in der Regel ab dem dritten Tag nach der Operation auf, zu tropfen oder zu laufen.
  • Damit die Wunde aber richtig zuheilen kann, ist es wichtig, dass sich an der genähten Stelle die getrennten Hautschichten wieder miteinander verbinden und zusammenwachsen können. Dies ermöglicht zum einen das mehr oder weniger klebende Wundsekret, zum anderen einfach die Schonung der Wunde. Das Wundsekret nach einer Operation ist in der Regel keimfrei und schadet dem Tier nicht. Leider verhindert aber das ständige Belecken der Wunde die Wundheilung.

So hindern Sie den Hund daran, die Wunde zu belecken

  • Falls sich auch bei Ihrem Hund nach der Operation ein Wundsekret bildet, dann sollten Sie das Tier hindern, diese Flüssigkeit ständig abzulecken. Es besteht zwar keine Infektionsgefahr, da das Wundsekret nicht mit Keimen verschmutzt ist, aber die Heilung der Wunde wird verzögert, wenn der Hund ständig leckt. Dies kommt daher, weil mit dem Sekret rote Blutkörperchen ausgeschieden werden, die für das schnelle Schließen der Wunde verantwortlich sind.
  • Falls sich Ihr Hund nicht ablenken lässt, dann haben Sie die Möglichkeit, dem Tier einen Trichter anzuziehen. Dieser verhindert, dass sich der Hund immer wieder an der Wunde lecken kann und so auch das Wundsekret ableckt. Einen Trichter bekommen Sie bei Ihrem Tierarzt. Vielleicht hat der Arzt auch einen Body für Ihren Hund, falls sich die Operationsnarbe am Körper und nicht an den Beinen befindet.
  • Bleiben Sie wenn möglich immer in der Nähe und geben Sie dem Hund ein klares Kommando, wenn er wieder an der Wunde lecken will. Es ist wichtig, dass die Wunde trocken bleibt, denn nur so kann eine schnelle Wundheilung erfolgen. Außerdem sollten Sie bedenken, dass vielleicht von außen Keime in die Wunde gelangen können und diese sich entzünden und das schlimme Folgen haben kann.

Das können Sie tun, wenn sich immer mehr Wundsekret bildet

  • Auf jeden Fall sollten Sie feststellen, ob es sich bei der abgesonderten Flüssigkeit auch wirklich um Wundsekret und nicht um Blut handelt. Blut hat eine richtig rote Farbe, während das Wundsekret viel heller und auch klebrig ist.
  • Tupfen Sie das Sekret mit einem weichen und sauberen Tuch ganz vorsichtig neben der Wunde ab und werfen Sie das Tuch danach sofort in den Müll. Auf keinen Fall dürfen Sie später noch einmal mit dem Tuch an die Wunde gehen.
  • Falls das Wundsekret in immer größeren Mengen zum Vorschein kommt und auch noch drei bis vier Tage nach der Operation nicht gestoppt hat, dann sollten Sie sofort einen Tierarzt aufsuchen. Es kann sein, dass sich bei Ihrem Hund nach der Operation eine Wundinfektion gebildet hat, die sofort tierärztlich behandelt werden muss.

Sie sollten Ihren Hund nach einer Operation niemals alleine lassen und das Tier immer gut beobachten. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob der Sekretfluss zu stark ist, dann bitten Sie einen Tierarzt um Hilfe.

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