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Wunde desinfizieren - so geht's richtig

Es gibt Tage, an denen man richtig schusselig ist: beim Gemüseputzen schneidet man sich in den Finger, ein Glas geht zu Bruch, man schneidet sich an einer Scherbe. Resultat: eine mehr oder weniger stark blutende Wunde, die desinfiziert werden muss. Oder der Filius kommt mit aufgeschürften Knien vom Radfahren - eigentlich alles Bagatellen. Bei diesen Verletzungen gelangt jedoch immer Schmutz in die Wunde. Die meisten alltäglichen “Wehwehchen” können Sie mit wirkungsvollen und bewährten Hausmitteln selbst in den Griff bekommen. Für eine optimale Heilung ist schon der erste Schritt - nämlich die Desinfektion der Wunde, ausschlaggebend.

Eine Wunde richtig zu desinfizieren ist wichtig für eine gute Heilung.
Eine Wunde richtig zu desinfizieren ist wichtig für eine gute Heilung.

Was Sie benötigen:

  • Wasser
  • Spitzwegerich
  • Zinnkraut (auch bekannt als
  • Schachtelhalm)
  • Ringelblumentinktur
  • Teebaumöl
  • Desinfektionsmittel aus der Apotheke

Wunden natürlich desinfizieren mit Naturheilmitteln

  • Wichtig! Spülen Sie zuerst die Wunde um sie von Schmutz zu befreien. Selbst wenn die Verletzung soweit sauber erscheint, sollten Sie sie unter fließendes, kaltes Wasser halten, damit Sie selbst kleinste Schmutzpartikel entfernen können.
  • Die Desinfektion der Wunde ist unerlässlich, um zuverlässig Keime wie Viren, Bakterien und Pilze abzutöten.
  • Spitzwegerich und Zinnkraut haben sich seit Jahrhunderten als Desinfektions- und blutstillende Mittel bewährt. Sie können es als Tinktur verwenden: einige Tropfen davon auf eine sterile Kompresse geben und die Wunde damit vorsichtig betupfen oder abdecken.
  • Ringelblumentinktur erfüllt den gleichen Zweck. Für alle pflanzlichen Mittel gilt: die in der Pflanze enthaltenen Flavonoide (wasserlösliche Farbstoffe) und Saponine (Bitterstoffe) unterbinden die Ausbreitung und Vermehrung von Mikroorganismen wie Viren und Bakterien und wirken entzündungshemmend.
  • Teebaumöl wirkt ebenfalls antibakteriell, entzündungshemmend und schmerzstillend und ist daher zur Desinfektion geeignet. Durch das Öl bleibt die Haut um die entstehenden Krusten elastischer und Sie verspüren während des Heilungsprozesses weniger Spannungsgefühl an der Wunde. Teebaumöl sollten Sie aber trotz der positiven Eigenschaften nur bedingt einsetzen, da es auf Wunden leicht brennt.

Desinfektionsmittel aus der Apotheke

  • Es gibt verschiedene Arten von Desinfektionsmittel, die sich hervorragend zur Wunddesinfektion eignen. Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten, welches für Ihren Zweck am besten ist
  • Vorsicht! Desinfektionsmittel können nicht ALLE Keime, Bakterien, Viren und Pilze unschädlich machen. Auch wenn Sie eine Wunde sorgfältig desinfiziert haben, besteht trotzdem die Gefahr sich mit Wundstarrkrampf (Tetanus) zu infizieren. Besondere Gefahr hierfür besteht bei Gartenverletzungen  oder bei Verletzungen mit rostigen Gegenständen. Sie sollten sich vergewissern, ob Ihr Tetanusschutz (im Impfpass nachsehen) noch wirksam ist, er sollte in Ihrem eigenen Interesse alle 10 Jahre aufgefrischt werden. Wenden Sie sich hierzu an Ihren Arzt, er wird Ihnen gerne zur Seite stehen.
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