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Wund- und Heilsalben - so pflegen Sie kleine Wunden

Bei kleineren Wunden und Verletzungen ist es immer gut, frei verkäufliche Wund- und Heilsalben im Haus zu haben. Damit werden kleine Wunden besser vor Entzündungen geschützt und die Verletzungen heilen schneller, durch die in der Salbe enthaltenen Wirkstoffe.

Kleine Wunden mit einer Heilsalbe ausheilen.
Kleine Wunden mit einer Heilsalbe ausheilen.

Bereits in der Antike wurden Wund- und Heilsalben erfolgreich eingesetzt. Seitdem haben sich viele Wundheilungssysteme entwickelt. Diese reichen von Salben und Pasten bis zu neuen modernen Hydrogelwundauflagen. Moderne Wundauflagen schaffen ein spezielles Hautmilieu im Wundbereich, sehr zum Nachteil der herkömmlichen Salben und Pasten, die kein solches Milieu schaffen und sich zudem schlecht entfernen lassen.

Wundcremes und Pasten mit speziellen Wirkstoffen

  • Eine Wund- und Heilsalbe ist dann notwendig und fördern die Wundheilung, wenn eine Wunde nicht richtig heilt, sich Wundränder entwickeln oder die Wunde sich entzündet. Diese Form der Wundheilung wird sekundäre Wundheilung genannt. Heilt dagegen eine Wunde normal, ohne Hilfe ab, dann nennt man dies eine primäre Wundheilung. Von einer epithelialen Wundheilung spricht man, wenn lediglich die oberste Hautschicht, also die Epidermis verletzt ist und die Wunde in diesem Zustand narbenfrei innerhalb weniger Tage abheilt.
  • Der Heilungsprozess einer Wunde findet in vier Phasen statt, die sich überschneiden. 1. Phase: In den ersten 5 Tagen wird die Wunde provisorisch verschlossen, die Wundspalten werden mit Gewebeflüssigkeit aufgefüllt. Eventuell stattfindende Blutungen werden durch die Blutgerinnung mit roten Blutplättchen und Leukozyten (weißen Blutkörperchen) gestoppt, die im Inneren einen Thrombus (Pfropf) bilden. Fibrin, ein Eiweißmolekül verfestigt den Thrombus. In der zweiten Phase wird aufgeräumt. Dies erledigen die weißen Blutkörperchen, die Phagozyten und Makrophagen (Fresszellen) in den in den ersten 24  Stunden nach der Entstehung der Wunde. Sie säubern die Wunde von eingetretenen Keimen und nehmen verletzte und abgestorbene Zellen auf.
  • In der dritten Phase wird das zerstörte Gewebe ersetzt. Das geschieht in einem Zeitraum von drei und sieben Tagen nach der Wundentstehung. Ihr Körper bildet neue Zellen und Blutgefäße. Neue Haut wird in der vierten Phase gebildet. Vom Wundrand her bilden sich neue Zellen, die die Wunde verkleinern. In dieser Phase, die bis zu einem Jahr andauern kann, können sich Narben bilden.
  • Für die dritte Phase der Wundheilung hat sich der Wirkstoff Dexpanthenol bewährt, denn dieser Wirkstoff fördert die Hauterneuerung. Ebenfalls in der dritten Phase der Wundheilung können Zinksalben eingesetzt werden. Sie unterstützen die Neubildung von Kollagen und fördern die fibrinale Vernetzung. Allerdings hemmen sie die Neubildung von Hautzellen und sind zudem schwer von der Haut zu entfernen. Sie sind allerdings ein guter Schutz gegen Feuchtigkeit von außen, deshalb wurden sie oft bei inkontinenten Patienten eingesetzt, die Wundheilungsstörungen am Gesäß hatten.
  • Jodhaltige Wund- und Heilsalben werden bei kleineren Wunden, wie Schnittwunden eingesetzt. Hier ist beispielsweise die Betaisodonasalbe zu erwähnen. Diese Salbe ist sogar für den Auftrag auf Schleimhäute gut geeignet. Bei offenen Wunden am Bein kann man diese Salbe mit Haushaltszucker mischen, dadurch wird ein gutes Wundheilungsklima geschaffen, was sogar oft langjährig offene Wunden gut abheilen lässt.
  • Eine saubere Handhabung beim Verbandswechsel und dem Salbenauftrag wird aber in allen Fällen vorausgesetzt, da ansonsten durch ungewaschene oder schmutzige Hände immer wieder neue Infektionen entstehen und dann oft keine der Wund- und Heilsalben richtig helfen kann.

Heilsalben für Kleinkinder

  • Als bekannteste Wund- und Heilsalbe für wunde Baby-Popos ist die gute alte Penatencreme bekannt. Aber auch viele andere gute Wundschutzcremes, beispielsweise mit Calendula, sind heute bereits im Handel erhältlich. 
  • Cremes aus Mandelöl sind zwar etwas teuerer, aber dafür schützen Sie bereits vorbeugend vor einem wunden Po. Aber nicht nur für Babys ist eine Mandelölcreme gut, auch für Senioren, die oft trockene und juckende Haut an den Armen oder am Rücken haben eignet sich diese Salbe sehr gut.
  • Vom Arzt werden auch gerne antibiotische Salben verschrieben, beispielsweise bei Augenentzündungen, Nasen- oder Ohrinfektionen.
  • Der Wirkstoff Dexpanthenol (zum Beispiel in Bepanthen Wund- und Heilsalben) bewahrt die Wunde vor dem Austrocknen, was einer Narbenbildung vorbeugt. Diese Salben gibt es auch als Nasensalbe, Augen- und Ohrsalbe. Sie sind für Kinder auf ärztlichen Rat hin anzuwenden.
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