Wohnungstiere - was Sie bei der Haltung in der Wohnung beachten sollten

Ein Papagei als Wohungstier kann durch Gekrächze Nachbarn stören. Ein Papagei als Wohungstier kann durch Gekrächze Nachbarn stören.
Haustiere sind nette Begleiter im Alltag und schenken ihren Besitzern viel Freude. Und bereits Kinder können anhand der Haltung eines Haustieres lernen, Verantwortung zu übernehmen. Doch gerade, wenn Haustiere in einer Wohnung gehalten werden, gilt es einiges zu beachten, egal, ob es sich um einen großen Hund oder einen kleinen Hamster handelt. Mit wenigen einfachen Schritten und Überlegungen lässt sich die Haltung eines Wohnungstieres optimieren.
Ulrike Fritz
29.09.2010 Ulrike Fritz
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
  • Fachbücher über die Tierart
  • Züchter bzw. Tierhandlung
  • Miet-/Kaufvertrag der Wohnung

Informationen über die Haltung von Wohnungstieren sammeln

Hierzu können Sie sich in eine Tierhandlung oder zu einem Züchter begeben, dort wird man in den meisten Fällen gut beraten. Zusätzliche Informationen erhalten Sie in Fachbüchern über die jeweilige Tierart. Solche Bücher gibt es in fast jedem Buchladen zu kaufen. Mit all diesen Informationen im Kopf können Sie die gröbsten Fehler bei der Haltung eines Wohnungstieres vermeiden.

Was sagen der Vermieter und die Nachbarn zu Wohnungstieren?

  • Unumgänglich ist in einem weiteren Schritt, sich beim Hauseigentümer bzw. im Miet- oder Kaufvertrag der Wohnung zu informieren, welche Tiere in der Wohnung gehalten werden dürfen. Es kann gut sein, dass der ein oder andere Vermieter/Hauseigentümer Ihnen zwar die Haltung von Hasen und Hamstern erlaubt, aber gegen die Haltung von Katzen, Hunden und größeren Vögeln ist. Wenn Sie ganz auf Nummer sicher gehen wollen (z.B., wenn Sie im Miet-/Kaufvertrag keine Klausel zu Wohnungstieren finden), dann setzen Sie eine Zusatzschrift auf, in der Sie alles Relevante mit dem Vermieter/Hausbesitzer mit Unterschriften festhalten.
  • Sollten Sie ein Wohnungstier halten wollen, dass evtl. auch in Nachbarwohnungen oder im Hausflur zu hören ist – beispielsweise ein Hund oder Papagei – , warnen Sie Ihre Nachbarn vor. Es ist immer besser, im Vorhinein die Kommunikation mit den Nachbarn zu pflegen, um zu wissen, wer sich evtl. durch Ihr Tier gestört fühlen könnte, wenn es da ist, um im entscheidenden Moment gemeinsam zu einer Lösung des Problems zu finden.

Hygiene bei der Haltung von Wohnungstieren

  • Besonders auf kleinem Raum müssen Sie auf Hygiene bei der Wohnungstierhaltung achten. Egal, ob es sich um einen Hund oder einen Wellensittich handelt, Sie sollten immer viel lüften (natürlich ohne das Tier dem Luftzug auszusetzen) und saugen, gerade bei Tieren, die Fell oder Federn haben. Dies gilt besonders bei Ziervögeln, die in der Mauser einen Teil Ihrer Federn verlieren und bei Hunden/Katzen mit langen Fellhaaren. Allgemein sollten Sie sich weiterhin immer die Hände waschen, wenn Sie mit den Tieren in Kontakt waren und daraufhin Essen zubereiten/essen, Ihre Schleimhäute berühren oder mit anderen Menschen in körperlichen Kontakt treten.
  • Auch die Behausung eines Wohnungstieres muss gepflegt werden. Das gilt sowohl für das Katzenkörbchen, als auch für die Hundedecke, den Vogel- oder Hasenkäfig, das Aquarium oder  Terrarium. Informieren Sie sich genau beim Züchter oder der Tierhandlung, was wie und wie oft gereinigt werden muss.

Beschäftigung mit Wohnungstieren

Es gibt Tiere, die brauchen Ihren täglichen Auslauf (Hunde), Freiflug durch die Wohnung (Wellensittich u. Co.) oder viel Beschäftigung. Deshalb sollten Sie es sich genau überlegen, ob Sie wirklich die Zeit haben, mit einem Hund täglich mindestens dreimal Gassi zu gehen oder sich mit dem Wellensittich ausreichend zu beschäftigen (Letzteren halten Sie im günstigsten Fall mindestens als Pärchen, da er sonst aufgrund von Einsamkeit eingehen kann). Langeweile und Einsamkeit können bei Wohnungstieren schnell Marotten hervorrufen, unter denen Ihre Wohnung und nicht zuletzt Sie selbst und das Tier leiden können (Papageienschnäbel, Hundepfoten und -Mäuler sowie Katzenkrallen sind zu einigem in der Lage).

Allergien auf Wohnungstiere

  • Viele Menschen haben Tierallergien. Klären Sie vor dem Kauf eines Tieres ab, ob dies in Ihrer Familie der Fall ist. Gerade in kleineren Wohnungen ist es kaum möglich, Hunde- oder Katzenhaaren oder Vogelstaub zu entgehen. Besonders bei Kindern ist es wichtig, darauf zu achten, dass der Hasen- oder Vogelkäfig nicht direkt neben dem Bett steht. Allergien können sich nämlich auch erst im Laufe der Zeit entwickeln, wenn der Körper bestimmten Reizen zu sehr ausgesetzt ist.

Wenn Sie sich an diese wenigen Punkte halten, können Sie die gröbsten Fehler bei der Wohnungstierhaltung in der Wohnung vermeiden und viel Spaß an Ihrem Haustier haben.

Diese Anleitung
Leser-Tipps Ihren Tipp zur Anleitung schreiben

1400 Zeichen verbleibend.