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Woher kommt "Made in Germany"? - Wissenswertes zu der Warenkennzeichnung

Haben Sie sich auch schon immer gefragt, woher der Slogan "Made in Germany" kommt? Lesen Sie hier Wissenswertes zu der Warenkennzeichnung.

Made in Germany - ein Qualitätsmerkmal.
Made in Germany - ein Qualitätsmerkmal. © Gerd_Altmann / Pixelio

"Made in Germany"

  • "Made in Germany" bedeutet aus dem Englischen übersetzt "gemacht/hergestellt in Deutschland".
  • Der Spruch ist ein Qualitätssiegel und kennzeichnet Produkte, deren Herkunftsland Deutschland ist.
  • Bereits vor dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) wurde dieser Slogan benutzt. Man schrieb "Made in Germany" oder auch nur "Germany" auf diverse Produkte, wie zum Beispiel Porzellanartikel, Besteck oder Ausrüstung für den Krieg.

Woher kommt die Warenbezeichnung?

Die Antwort auf die Frage, woher die Bezeichnung "Made in Germany" kommt, erklärt sich durch das Einsetzen der Industrialisierung.

  • Im Ausgang des 19. Jahrhunderts setzte in vielen Ländern Europas die Industrialisierung ein.
  • In Großbritannien versuchte man verschiedene Waren, die minderwertig oder qualitativ schlechter waren, auf verschiedene Weise zu kennzeichnen. Deshalb schrieb ein Gesetz in Großbritannien vor, dass bei Waren das Herkunftsland ersichtlich sein musste, damit man wusste, woher das Produkt kommt.
  • Das sollte dazu dienen, dass die britische Wirtschaft nicht zu große Konkurrenz aus dem Ausland bekommt und finanzielle Einbußen erleiden muss.
  • Dieses Gesetz wurde im Ersten Weltkrieg zudem verschärft, damit die britische Bevölkerung die Waren von verfeindeten Ländern boykottieren und unterscheiden konnte.
  • Diese Kennzeichnung der Waren bestand auch nach dem Krieg weiter. Da deutsche Produkte meistens den einheimischen Produkten qualitativ überlegen waren, wurden die Waren bewusst mit dem Siegel "Made in Germany" gekauft, da es schon wie eine Art Qualitätssiegel war.

Fazit: Der Slogan "Made in Germany" wurde von den Briten eingeführt, die dadurch bezwecken wollten, dass die einheimische Bevölkerung weniger oder gar keine Produkte aus Deutschland kauft. Deswegen kennzeichneten sie deutsche Waren mit einem "Made in Germany"-Slogan. Da diese Waren aber qualitativ meist besser waren als die eigenen, wurde dieser Spruch ein Qualitätsmerkmal und genau das Gegenteil von dem, was die Briten wollten, trat ein: Es wurden bewusst Waren, die in Deutschland hergestellt wurden, gekauft.

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