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Woher kommt Erdöl? - Wissenswertes zur Entstehungsweise

Erdöl ist der Rohstoff Nummer eins, ohne ihn würde heutzutage nichts mehr gehen. Ob Auto, Züge, Schiffe oder die Kunststoffindustrie - alle benötigen diesen Rohstoff. Woher er kommt und wie er entsteht, ist eine interessante Geschichte.

Bohrtürme fördern das schwarze Gold.
Bohrtürme fördern das schwarze Gold.

Woher Erdöl kommt und wie es entsteht

  • Abgestorbenes Plankton und kleinere Krebstierchen sinken auf den Meeresgrund. Da es dort so gut wie keinen Sauerstoff gibt, kann diese Biomasse nicht vollständig zersetzt werden und es bildet sich der Faulschlamm. Über viele Jahre wird der Faulschlamm von verschiedenen Schichten aus Sand und Ton bedeckt.
  • Dadurch nimmt mit der Zeit der Druck zu, ein höherer Druck bedeutet auch steigende Temperaturen. Durch diesen Prozess entsteht aus der Planktonbiomasse ein Gemisch aus Kohlenwasserstoff. Das Gemisch drückt sich mit hohem Druck durch die darüber liegenden Gesteinsschichten, bis zu einer sogenannten Sperrschicht. Dort kommt es zu einer Art Erdölblase, die auch Erdöllagerstätte genannt wird. Diese Erdöllagerstätten sind das, wonach die Erdölbohrer suchen.

Wissenswertes zur Geschichte des Erdöls

  • Schon vor mehr als 12.000 Jahren wurde Erdöl im Orient als Bitumen verwendet, auch in der Antike wurde es wegen seiner Brenneigenschaften als Beleuchtungsmittel eingesetzt. Die Menschen lernten die Vielseitigkeit des Rohstoffs kennen und mischten es mit anderen Stoffen, woher auch schnell weitere Eigenschaften des Öls erkundet wurden. Zum Beispiel seine Dichtkraft, diese wurde dann zum Abdichten von Schiffsrümpfen genutzt. Die erste systematische Rohölförderung gab es im Jahr 1859 in Pennsylvania.

  • In der heutigen Industrie ist ein Verzicht auf diesen Rohstoff undenkbar, aus diesem Grund wird er gerne schwarzes Gold genannt. In Form von Heizöl wärmt es uns im Winter, als Benzin und Diesel treibt es unsere Autos an. Schiffe und Züge werden damit angetrieben und in Kraftwerken wird Erdöl in Strom umgewandelt. Die Textil und Kunststoffindustrie sind längst auf diesen Rohstoff angewiesen.

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