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Woher kommt das Wort Fußgängerzone? - Erklärung der Wortherkunft

Können Sie sich vorstellen, woher das Wort Fußgängerzone kommt? Oder auf welchen geschichtlichen Begebenheiten die autofreie Zone beruht? Sie werden überrascht sein, welcher Hintergrund sich hinter der beliebten Straßenvariante der Innenstädte verbirgt.

Geschäfte liegen häufig in Fußgängerzonen.
Geschäfte liegen häufig in Fußgängerzonen.

Die Bedeutung des besonderen Innenstadtbereichs

  • Unter der Fußgängerzone wird allgemein eine Straße verstanden, die maßgeblich dem Fußgängerverkehr vorbehalten ist. Besuchen Sie beim Einkaufen die Innenstadt, laufen Sie unweigerlich durch diese bestimmte Straßenvariante, ohne sich wahrscheinlich die Frage zu stellen, woher das Wort Fußgängerzone kommt.
  • Die Zone für Fußgänger soll Passanten und Shoppinglustige vor dem Straßenverkehr schützen.  Zudem dient sie dazu, dass gewisse Innenstadtbereiche autofrei bleiben, was insbesondere der Verbesserung des Innenstadtklimas dient. 
  • Sie erkennen solche Zonen an dem Verkehrsschild. In Deutschland steht zu Beginn der Zone ein quadratisches Schild, in dessen Innenfeld sich ein blauer Kreis auf weißem Grund befindet. In dem Kreis ist eine Mutter mit Kind abgebildet. Die Bedeutung wird noch durch die unter dem Kreis stehende "Zone" verdeutlicht. 
  • Komplett frei von Straßenverkehr sind solche Straßenabschnitte dennoch nicht. Zu bestimmten Zeiten können Sie unter Umständen die Zone befahren. Das trifft insbesondere auf Sie zu, wenn Sie die in der autofreien Straße liegenden Geschäfte beliefern möchten. 
  • Ob die Straße für den Lieferverkehr freigegeben ist oder ob sich die Sperrung für den Straßenverkehr nur auf gewisse Zeiten beschränkt, erkennen Sie an den unter dem Verkehrsschild angebrachten Zusatzschildern. 

Geschichtliche Erklärung, woher das Wort Fußgängerzone kommt

  • Die ersten für den Fußgänger angedachten Straßenabschnitte wurden in den 50er Jahren erstellt. Einige Städte besaßen schon zuvor autofreie Straßenabschnitte, doch waren diese noch nicht auf die Bedürfnisse von Passanten ausgelegt.
  • Das eigentliche Vorbild für die heutige Nutzung der Straßen stammt aus Essen. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg lag auf der Limbecker Straße eine Einkaufsstraße, an der sich die spätere Gestaltung orientierte. Sie kennen das Bild einer typischen Zone für Fußgänger. Eine breite Straße ohne Bordsteine oder andere Erhebungen wird von Geschäften und Cafés gesäumt.
  • Dennoch fand erst im November 1953 die Eröffnung einer Einkaufsstraße statt, die namentlich als Fußgängerzone bezeichnet wurde. Die Treppenstraße führt noch heute durch die Innenstadt von Kassel.
  • Falls Sie sich nicht nur die Frage "Woher kommt das Wort Fußgängerzone?" stellen, sondern warum diese Straßenvariante erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstand, müssen Sie sich in die Geschichte einfühlen. Zum einen gab es vor dem Zweiten Weltkrieg nicht genügend Fahrzeuge in den Innenstädten, die nahmen erst in der Nachkriegszeit zu. Durch die großflächige Zerstörung vieler Städte bot sich jedoch beim Wiederaufbau die Gelegenheit, unkompliziert neue Stadtkerne zu erstellen.
  • Jetzt befasste sich der Städtebau vornehmlich mit der Gestaltung der Innenstädte und setzte ein Konzept um, welches Autostraßen, Wohnsiedlungen und Einkaufsmöglichkeiten voneinander trennte, ohne jedoch die Erreichbarkeit einzuschränken.
  • Übrigens gibt es bis heute in Europa die meisten dem Fußgänger vorbehaltenen Zonen. Die in New York angelegten Zonen wurden im Laufe der Zeit wieder vollständig für den Verkehr freigegeben, einzig Teile des Broadway sind zeitweise für den Verkehr gesperrt. 
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