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Wo kann man als Erzieherin arbeiten? - Vor- und Nachteile der Einsatzmöglichkeiten für Erzieher

Für Erzieher und Erzieherinnen gibt es viele Möglichkeiten, sich beruflich zu spezialisieren. Als Erzieherin zu arbeiten, bedeutet, ein großes Maß an Verantwortung zu übernehmen und Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu fördern. Der folgende Artikel beantwortet die Frage, wo eine Erzieherin arbeiten kann, und erläutert die jeweiligen Vor- und Nachteile.

Das Berufsbild einer Erzieherin ist sehr vielseitig.
Das Berufsbild einer Erzieherin ist sehr vielseitig. © Salih_Ucar / Pixelio

Spätestens, wenn sich Ihre Ausbildung dem Ende zuneigt, sollten Sie für sich abwägen, in welchem beruflichen Umfeld Sie als Erzieherin tätig werden möchten. Die Einsatzmöglichkeiten in pädagogischen Berufen sind vielfältig, daher ist es sinnvoll, wenn Sie sich die Vor- und Nachteile dieser unterschiedlichen Aufgabenfelder bewusst machen.

Als Erzieherin in einer Kindertagesstätte arbeiten - das erwartet Sie

  • Wenn Sie sich dafür entscheiden, in einer Kindertagesstätte als Erzieherin zu arbeiten, so sollten Sie genau überlegen, in welcher Einrichtung Sie sich bewerben.
  • Überlegen Sie, ob Ihnen der pädagogische Ansatz, nach dem der jeweilige Kindergarten arbeitet, zusagt. Sollten Sie eine Zusatzqualifikation wie beispielsweise ein Montessori-Diplom besitzen, so werden Sie in einer Einrichtung, die nach den pädagogischen Prinzipien Maria Montessoris arbeitet, in der Regel bevorzugt eingestellt.
  • Konfessionelle Einrichtungen haben häufiger einen größeren Etat als städtische. Dementsprechend höher kann Ihr Gehalt ausfallen. Bedenken Sie aber, dass in solchen Einrichtungen die aktive Mitwirkung in der evangelischen bzw. katholischen Kirche Bedingung ist. Zudem kann man dort als Erzieherin nur arbeiten, wenn man getauft ist.
  • Auch freie Träger können Ihnen als Arbeitnehmer unter Umständen bessere Konditionen bieten. Fragen Sie gezielt nach Aufstiegsmöglichkeiten, Gehaltserhöhungen und Optionen zu Fort- und Weiterbildungen.
  • Viele Einrichtungen nehmen Kinder unter drei Jahren auf. Die Arbeit mit Klein- und Kleinstkindern kann sehr erfüllend sein, da Kinder in diesem Alter eine starke Bindung zu Ihnen als Bezugsperson aufbauen werden. Andererseits werden Sie viel Zeit mit pflegerischen Tätigkeiten wie Wickeln verbringen und haben ein erhöhtes Krankheitsrisiko.
  • Alternativ zu einer Anstellung in einer Kindertageseinrichtung besteht für Sie als Erzieherin auch die Möglichkeit, in einem gehobenen Privathaushalt Kinder zu betreuen. In diesem Fall müssen Sie in der Regel einen Führerschein und einen eigenen Pkw besitzen, da Sie die Kinder der Familie zu verschiedenen Freizeitaktivitäten begleiten müssen. Zudem fehlen Austauschmöglichkeiten mit Kollegen.

Wo man als Erzieherin mit älteren Kindern oder Jugendliche arbeiten kann

  • Wenn Sie als Erzieherin mit älteren Kindern arbeiten möchten, kommt für als Arbeitsplatz eine Jugendfreizeiteinrichtung oder die pädagogische Schulbetreuung infrage. In der Jugendarbeit müssen Sie konkrete Angebote für Jugendliche organisieren und betreuen. In der Ganztagsbetreuung sind Sie für die Gestaltung von AGs verantwortlich, unterstützen die Ihnen anvertrauten Kinder bei den Hausaufgaben und begleiten sie teilweise auch morgens im Unterricht.
  • Mit Jugendlichen und älteren Kindern zu arbeiten, hat den eindeutigen Vorteil, dass Sie mit diesem auf einer ganz anderen Ebene kommunizieren und arbeiten können.
  • Gleichzeitig sollten Sie sich jedoch darüber im Klaren sein, dass ältere Kinder andere Ansprüche an Sie und an die von Ihnen angebotenen Aktivitäten haben. Auch der Umgangston ist in der Regel rauer und Sie müssen damit rechnen, mit sozialen Problemen konfrontiert zu werden.
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