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Wo findet man Erdöl? - Wissenswertes über die Energiequelle

Seit 20 Jahren kann man hören, dass in 20 Jahren das Erdöl aufgebraucht sein wird. Um zu verstehen, warum es immer noch Öl gibt, muss man wissen, wo man es findet.

In tiefen Gewässern bohren die Ölunternehmen noch nicht lange.
In tiefen Gewässern bohren die Ölunternehmen noch nicht lange. © Dieter_Schütz / Pixelio

Entstehung von Erdöl

  • Erdöl ist ein fossiler Brennstoff. Dies bedeutet, dass es über extrem lange Zeit aus organischem Material entstanden ist.
  • Die meisten Erdölvorkommen sind aus abgestorbenen Algen entstanden, die sich am Meeresboden abgelagert haben. Über die Jahrtausende lagerten sich zahlreiche Sedimentschichten darüber und erhöhten den Druck auf die organischen Reste.
  • Zusätzlich wird der Schlamm vollständig von Sauerstoff abgeschirmt. Andernfalls wären die Algen einfach nur verrottet.
  • Die umliegenden Gesteinsschichten nehmen die verflüssigten Rückstände auf. Manche Felsarten blockieren jedoch ein weiteres Versickern des Öls. In diesen Bereichen findet man dann größere Erdölvorkommen.

So findet man das Öl

  • Zuerst schauen Geologen sich Luftaufnahmen an. Auf diese Weise können zahlreiche Gesteinsformationen ausgemacht werden, bei denen es wahrscheinlich ist, dass man Erdöl findet.
  • Gesteinsproben aus den vielversprechenden Gebieten werden dann genauer untersucht. Manche Gesteinsarten tauchen vermehrt in der Nähe von Erdölvorkommen auf. Wer diese findet, hat ein deutliches Zeichen für Erdöl in der Nähe.
  • Zuletzt werden Probebohrungen angestellt, die Aufschluss über die tieferen Gesteinsschichten geben sollen. Besonders gute Erdölreservoirs liefern in den ersten Tagen eine sprudelnde Ölquelle, bei der das Erdöl nur aufgefangen werden muss.
  • Häufiger jedoch muss das Öl mühsam aus dem Boden gepumpt werden.

Warum ist das Erdöl noch nicht verbraucht?

  • Die ersten Schätzungen von einem sogenannten Peak Oil, also einem Moment, in dem der jährliche Verbrauch das Fördervolumen überschreitet, gab es schon in den siebziger Jahren. Damals wurde das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts für diesen Moment angenommen.
  • Die Technik, mit der Öl gefördert wird, hat sich seitdem erheblich verbessert. Bohrungen in der Tiefsee waren damals noch undenkbar. Auch die Einbringung von Wasser oder speziellen Chemikalien in das Bohrloch, kann inzwischen die Fördermenge erhöhen. Zahlreiche Erdölreservoirs, die vor 40 Jahren noch unerreichbar waren, stehen also nun zur Förderung zur Verfügung.
  • Ein weiterer Vorteil ist die Überwachung der Erdoberfläche durch Satellitenbilder. Gesteinsformationen, die Öl vermuten lassen, können hiermit leichter entdeckt werden.
  • Nichtsdestotrotz sind sich alle Experten einig, dass das Öl früher oder später zur Neige gehen wird, denn die Menschheit verbraucht es wesentlich schneller, als die Natur es herstellen kann.
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