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"Wo beantrage ich Meister-BAföG?" - Eine kurze Einführung in die Aufstiegsförderung

Wer als Arbeitnehmer beruflich weiterkommen und beispielsweise seinen Meister machen möchte, hat unter bestimmten Bedingungen ein Anrecht auf finanzielle Unterstützung, umgangssprachlich Meister-BAföG genannt. Manchem fehlen dazu jedoch die notwendigen Informationen, beispielsweise, wo dies zu beantragen ist.

Auch Berufstätige können BAföG erhalten.
Auch Berufstätige können BAföG erhalten. © Dietmar_Meinert / Pixelio

Das Meister-BAföG

Nicht nur Studenten, auch Arbeitnehmer werden vom Staat finanziell gefördert.

  • Studenten bekommen unter bestimmten Voraussetzungen schon lange BAföG. Seit einiger Zeit können auch Arbeitnehmer welches erhalten, denn zumindest umgangssprachlich heißt die finanzielle Unterstützung von Aufstiegsfortbildungen Meister-BAföG.
  • Festgelegt ist die Unterstützung im Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz, AFBG. Ziel ist es, Aufstiegsfortbildungen finanziell zu fördern sowie die Teilnehmer dazu zu ermutigen, sich selbstständig zu machen und dadurch eventuell auch Arbeitsplätze zu schaffen. Seiner umgangssprachlichen Bezeichnung zum Trotz fördert das Gesetz nicht nur Handwerker oder Facharbeiter, die ihren Meister machen wollen, denn es gilt auch für vergleichbare Fortbildungen in anderen Branchen, beispielsweise für eine Fortbildung zum Fachkrankenpfleger oder zur Fachkauffrau.

Wo Sie die Unterstützung beantragen können

Mancher Berufstätige würde sich vielleicht gerne fortbilden, wenn er wüsste, ob er das Meister-BAföG beantragen kann und auch, wo dies möglich ist.

  • Wollen Sie sich gerne fortbilden, um in Ihrem Beruf aufzusteigen und dabei vom Staat finanziell gefördert werden, müssen Sie in der Branche, in der Sie die Aufstiegsfortbildung machen wollen, eine abgeschlossene Ausbildung oder eine vergleichbare Qualifikation haben. Ihre vorhandene Qualifikation darf jedoch nicht gleichwertig oder gar höher sein, als jene, die Sie nach erfolgreicher Fortbildung erlangt haben. Hätten Sie also beispielsweise bereits ein Studium abgeschlossen, würden Sie nicht gefördert.
  • Ihr Alter spielt für eine Förderung keine Rolle, auch nicht, ob Sie die Fortbildung in Vollzeit, Teilzeit, per Fernkurs oder auf andere Weise absolvieren. Je nachdem, ob es sich um eine Vollzeit- oder Teilzeitmaßnahme handelt, ist die Förderungshöchstdauer jedoch unterschiedlich lang. Auch die Höhe der Förderung hängt von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise dem Familienstand, dem Einkommen und dem Vermögen. Die Anbieter der Kurse müssen außerdem ihre Qualität nachweisen.
  • Einen Teil der Förderung erhalten Sie als Zuschuss, einen Teil als Darlehen. Ob Zinsen für das Darlehen anfallen, hängt davon ab, wie schnell Sie es zurückzahlen.
  • Beantragen müssen Sie die Unterstützung bei der für die Ausbildungsförderung zuständigen kommunalen Behörde Ihres Wohnortes. In München ist dies beispielsweise das Amt für Ausbildungsförderung im Referat für Bildung und Sport, in Berlin sind es die Ämter für Ausbildungsförderung in den beiden Bezirksämtern Charlottenburg-Wilmersdorf und Lichtenberg. Ähnliche Einrichtungen haben auch die anderen kreisfreien Städte. Wohnen Sie in einer Kreisstadt oder auf dem Land, ist in der Regel das Landratsamt zuständig. Dort bekommen Sie auch detaillierte Informationen zu weiteren Fragen. Da eine rückwirkende Förderung nicht möglich ist, sollten Sie sich rechtzeitig informieren.

Streben Sie eine Aufstiegsfortbildung an, rentiert es sich also, wenn Sie sich bei Ihrer zuständigen kommunalen Behörde erkundigen und gegebenenfalls das Meister-BAföG beantragen.

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