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WM-Pokal - Wissenswertes über die Fußball-Trophäe

Fast jeder kennt den goldenen WM-Pokal, jene Trophäe, die alle vier Jahre an den Fußball-Weltmeister überreicht wird, und mancher würde wohl gerne etwas mehr darüber wissen.

WM-Pokal - dieser hier ist nur eine Kopie.
WM-Pokal - dieser hier ist nur eine Kopie. © Jens_Bredehorn / Pixelio

Der Pokal für den Weltmeister

Wer eine Weltmeisterschaft gewinnt, bekommt normalerweise einen Pokal, das gilt natürlich auch für den Fußball.

  • Die den meisten Menschen bekannte Trophäe, die der neue Fußball-Weltmeister alle vier Jahre nach dem Endspiel in Empfang nehmen darf, hat eine Höhe von knapp 40, genau genommen 36,8 Zentimetern und wiegt genau 6,175 Kilo.
  • Entworfen hat die WM-Trophäe ein Italiener, nämlich der 1921 geborene Bildhauer Silvio Gazzaniga, der schon ran durfte, als es galt, den UEFA-Pokal, den UEFA-Superpokal, den Afrika-Cup und einige andere Siegertrophäen, nicht nur für den Fußball, zu entwerfen. Der Italiener wurde natürlich nicht als einziger gefragt, insgesamt waren mehr als 50 Entwürfe aus verschiedenen Ländern bei der Fifa eingegangen, doch Gazzaniga machte das Rennen.
  • Gefertigt wurde der Cup ebenfalls in Italien, nämlich in Mailand im Gold- und Silberschmiedeunternehmen Bertoni. Das goldene Ding scheint in Fußballkreisen Gefallen gefunden zu haben, denn der Betrieb durfte inzwischen auch die Auszeichnung für den Champions-League-Sieger anfertigen, einige andere Trophäen stammen ebenfalls aus dem Hause Bertoni.  
  • Der Siegerpreis zeigt zwei Figuren, die den Globus in den Händen halten. Am unteren Ende der zum größten Teil aus 18-karätigem Gold bestehenden Auszeichnung sind zwei Ringe aus dem Mineral Malachit eingearbeitet.

Kein Original für die WM-Gewinner

Wer glaubt, dass der jeweilige Weltmeister die Originalskulptur mit nach Hause nehmen darf, der irrt.

  • Der Gewinner bekommt jeweils eine Nachbildung der Siegertrophäe, von der Fifa als WM-Siegerpokal bezeichnet. An jeder der Kopien wird ein kleines Schild mit dem Namen des Titelträgers angebracht. Das Original steht dagegen bei der Fifa in Zürich. Die Weltmeister dürfen dafür ihren Cup behalten und müssen ihn nicht alle vier Jahre wieder hergeben.
  • Andererseits muss auch nicht ständig ein neuer Siegerpreis geschaffen werden, was auch teuer wäre. Bis 1970 galt tatsächlich die Regel, dass ein Land, das die Auszeichnung dreimal gewonnen hat, diese behalten darf. So ging die vorherige Trophäe, der Cup Jules Rimet, damals dauerhaft in die Hände Brasiliens über. Allerdings, so heißt es, soll das, was die Südamerikaner heute im Schrank stehen haben, auch nur eine Nachbildung sein, weil ihnen das Original nämlich im Jahr 1983 gestohlen wurde. Angeblich wurde es eingeschmolzen.
  • Der DFB war damit der erste Fußballverband, der mit dem Weltmeistertitel von 1974 eine Kopie der heutigen, 1971 geschaffenen, Skulptur bekam. Mittlerweile, nach dem Sieg von 1990, stehen derer zwei in der Vitrine der Frankfurter Zentrale.

Ganz schön interessant also, was es über die WM-Trophäe so alles zu erfahren gibt.

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