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WLAN verstärken - so klappt's mit der Verbindung

WLAN verstärken - so klappt's mit der Verbindung1:58
Video von Marie Pertz1:58

WLAN ist eine sehr praktische Möglichkeit, das Internet kabellos im Haus zu verteilen. Doch nicht selten stößt dieses Vorhaben an seine Grenzen. Schon wenige Wände oder gar Zimmerdecken bremsen das WLAN oft nicht nur, sondern lassen die Verbindung komplett abreißen. Aber zum Glück gibt es Möglichkeiten, das WLAN zu verstärken.

Die Vernetzung größerer Wohnungen mittels WLAN kann sich unter Umständen als durchaus knifflig erweisen. Von einem Raum in den nächsten steht die Verbindung oft noch perfekt, nur einen Raum weiter allerdings werden selbst kleine Downloads zur Geduldsprobe. Und von einem Stockwerk in die nächste Etage reicht die Funkstrahlung schon gar nicht - schlecht, wenn Telefonanschluss und WLAN-Router im Keller stehen. Ein wenig Grundlagenwissen und ein paar Tricks helfen aber dabei, das WLAN zu verstärken.

Kostenlose Tricks für flottes WLAN

  • Besitzt Ihr WLAN-Router eine oder mehrere von außen erreichbare Antennen und lassen sich diese flexibel ausrichten, lässt sich die Reichweite durch korrektes Ausrichten erhöhen.
  • Die normalerweise genutzten Stabantennen sind sogenannte Rundumstrahler, die Funkwellen verbreiten sich von der langen Seite keulenförmig in den Raum. Soll jetzt ein höher oder tiefer gelegenes Stockwerk mit WLAN versorgt werden, muss die Antenne horizontal positioniert werden. Verfügt der Router nur über eine Antenne und es sollen sowohl Rechner auf der selben Etage als auch in den Räumen über oder unter dem Router versorgt werden, muss die Antenne etwas angewinkelt positioniert werden um alle Räume abzudecken.
  • Direkt über der Spitze der Stabantenne ist die Sendeleistung gleich Null, weshalb es sich nicht lohnt, die Antenne wie einen Pfeil auf den Rechner auszurichten.
  • In einigen Fällen reicht es, einen Rechner mit schlechtem WLAN-Empfang nur um ein paar Zentimeter zu bewegen um wieder einen guten Empfang zu haben. Das Problem der Funklöcher haben Sie sicherlich schon einmal mit dem Radioempfang beim Warten an der Ampel erlebt - ein wenig nach vorne fahren verbessert den Empfang.
  • Einige Router können zwischen zwei Frequenzbändern auswählen. Diese etwas teureren Geräte bieten neben dem allgemein genutzten Frequenzbereich von 2,4 GHz auch noch 5 GHz an. Unterstützt der WLAN-Adapter in einem PC oder Notebook ebenfalls die 5 GHz sollten sie auf dieses Band ausweichen. Zum einen stören im 2,4-GHz-Netz viele andere WLAN-Geräte und zum anderen arbeiten auch Mikrowellenherde, DECT-Telefone, Bluetooth-Adapter und Funkkopfhörer in diesem Frequenzbereich, was die Signalqualität stark verschlechtern kann.
  • Steht Ihr WLAN-Router direkt neben der DECT-Basis Ihres Funktelefones, werden die beiden Geräte sich ebenso stören, da sie die gleiche Frequenz nutzen. Stellen Sie Telefon und Router etwas entfernt voneinander auf.
  • Im Konfigurationsmenü des Routers lassen sich in den meisten Fällen Funkkanäle von 1 bis 12 auswählen. Die meisten Router sind auf Kanal 6 voreingestellt. Sie können den Empfang oft etwas verbessern, wenn Sie einen Kanal aus dem Anfangs- oder Endbereich wählen, beispielsweise 1 oder 12.
  • Viele WLAN-Geräte arbeiten mit 2,4 GHz. Auf dieser Frequenz schwingt allerdings auch Wasser. Feuchtigkeit ist daher der natürliche Feind hoher WLAN-Reichweiten. Befindet sich zwischen Router und Rechner beispielsweise ein Badezimmer, wird der Empfang zuverlässig einbrechen, sobald jemand duscht oder badet.
  • Aus diesem Grund sind auch Rigipswände ein größeres Hindernis für WLAN, als man annehmen mag. Stahlbeton schirmt die Funkwellen allerdings auch recht zuverlässig ab.

Zusatzgeräte verstärken die Verbindung

  • Wenn alle Tricks nichts helfen, werden Sie ein paar Euro investieren müssen. Ist die Antenne Ihres Routers mit einem Schraubverschluss befestigt und lässt sich abnehmen, können Sie mit dem Kauf einer stärkeren WLAN-Antenne für eine bessere Verbindung sorgen.
  • Soll ein einzelner weiter entfernter Rechner verbunden werden, kann sich der Kauf einer Richtfunkantenne lohnen. Diese nutzen die zur Funkübertragung gesetzlich vorgeschriebene maximale Energiemenge effizienter aus, indem sie nur den Bereich vor der Antenne mit Daten versorgen und nicht rundherum funken.
  • Nachteil von Richtfunk: Bereiche hinter, über oder unter der Antenne bekommen kein oder nur ein sehr schwaches WLAN-Signal ab.
  • Wenn der WLAN-Router zu weit vom Rechner entfernt steht, können Sie das Signal auch mit einem WLAN-Repeater verstärken. Diese kleine Box fängt das Signal auf und sendet es mit frischer Funkstärke an weiter entfernte Rechner. Bei modernen Repeatern wie den Modellen von AVM ist auch die Konfiguration kinderleicht geworden.
  • USB-WLAN-Sticks verfügen oft nur über kleine Stummelantennen ohne große Reichweite. Im Desktoprechner kann sich daher eine PCI-Erweiterungskarte, notfalls mit zusätzlicher Tischantenne, lohnen um die Verbindung zu verbessern.
  • Soll es beim USB-Stick bleiben, können Sie den Stick mit einem USB-Verlängerungskabel in eine ideale Emfpangsposition bringen. Steckt der Adapter in einem der hinteren USB-Ports, schirmt das Metall des Computers die Verbindung recht effizient ab.

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