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WLAN schützen - Anleitung

WLAN schützen - Anleitung2:52
Video von helpster2:52

WLANs sind heute in vielen privaten Haushalten im Einsatz. Sie sind schnell eingerichtet und ermöglichen den bequemen Zugang zum Internet von verschiedenen Rechnern. Doch gleichzeitig bergen sie eine ganze Reihe von Sicherheitsrisiken. Nicht ausreichend geschützte WLANs sind geradezu eine Einladung für jeden Gelegenheitshacker. Wer sein WLAN also zu unbedarft verwendet, riskiert eine Menge Ärger und kann nach einem kürzlich ergangenen BGH-Urteil auch rechtlich belangt werden, wenn der Anschluss von anderen für Straftaten missbraucht wird. Einige einfache Maßnahmen tragen jedoch dazu bei, Ihr WLAN zu schützen.

Folgendes sollten Sie beachten, um Ihr WLAN abzusichern

  1. Nehmen Sie die folgenden Routerkonfigurationen unbedingt immer über Kabel vor. Wenn Sie hierbei über WLAN arbeiten, dann kann Ihr Netz bereits kompromittiert sein, bevor Sie überhaupt die Konfiguration abgeschlossen haben.
  2. Schützen Sie den Zugang zu Ihrem Router. Wenn ein Eindringling die Möglichkeit hat, auf die Konfiguration Ihres Routers zuzugreifen, sind alle weiteren Sicherheitseinstellungen nutzlos. Je nach Routermodell werden Router leider immer noch mit sehr unsicheren Standardeinstellungen ausgeliefert. Der Benutzer für die Administration und das Standardkennwort lassen sich dann im Handbuch nachlesen. Ändern Sie als Erstes diese Zugangsdaten. Verwenden Sie ein wirklich sicheres Kennwort, das am besten aus Klein- und Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen besteht und mindestens acht Zeichen lang ist.
  3. Viele Router lassen sich über das Internet verwalten. Deaktivieren Sie diese Fernkonfiguration des Routers.
  4. Verschlüsseln Sie Ihren Netzwerkverkehr! Dies ist die wichtigste Maßnahme überhaupt. Beachten Sie, dass eine Verschlüsselung nach dem WEP-Standard heute keinerlei Schutz mehr bietet. Diese zu knacken, dauert nur wenige Minuten. Verwenden Sie stattdessen WPA2-PSK. Diese Verschlüsselung gilt nach heutigen Maßstäben als nicht knackbar, unter der Bedingung, dass Sie ein möglichst langes und sicheres Kennwort verwenden. Das Kennwort sollte am besten mindestens 20 Zeichen umfassen.
  5. Ändern Sie die standardmäßige SSID. Sie können Ihre SSID auch als unsichtbar konfigurieren. Dies bietet jedoch nur einen sehr geringen Schutz. Besser ist es, die SSID so festzulegen, dass sie möglichst wenig über Sie und Ihr Routermodell verrät.
  6. Immer noch werden oft MAC-Filter empfohlen, um den Zugang zum WLAN zu schützen. Die MAC-Adresse ist eine weltweit eindeutige Adresse, die jede Netzwerkkarte und auch jedes WLAN-Modul besitzt. Indem Sie festlegen, welche MAC-Adressen sich mit Ihrem WLAN verbinden können, können Sie den Zugriff beschränken. Dies hat jedoch kaum einen Schutzeffekt, denn MAC-Spoofing (das Fälschen der eigenen MAC-Adresse) beherrscht jeder potentielle Angreifer.
  7. Deaktivieren Sie das WLAN, wenn es nicht genutzt wird. Viele Router bieten dazu eine Zeitschaltfunktion, die es zum Beispiel ermöglicht, das WLAN nachts automatisch abzuschalten. Auch während Ihres Urlaubs sollten Sie das WLAN deaktivieren.
  8. Stellen Sie Ihren Router so auf, dass der Radius möglichst begrenzt ist und reduzieren Sie die Signalstärke so, dass Sie für Ihren Bedarf ausreichend ist, aber nicht die gesamte Nachbarschaft abdeckt.
  9. Überprüfen Sie regelmäßig, ob Firmware-Updates für Ihren Router zur Verfügung stehen. Viele Router bieten dazu eine eigene Update-Funktion. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Webseite des Herstellers. Router können wie andere Systeme Sicherheitslücken aufweisen. Diese werden in Firmware-Updates geschlossen. Gleichzeitig erhalten Sie dadurch auch Zugang zu neuen Funktionen.

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