Winterreifen sind im Sommer gefährlich - so wechseln Sie rechtzeitig die Reifen

Winterreifen - optimal bei Schnee und Eis Winterreifen - optimal bei Schnee und Eis
Für einen sicheren Verkehr auf Straßen und im Gelände gibt es unterschiedliche Arten von Reifen, die zudem passend für jede Jahreszeit montiert werden können. Neben Sommer- und Winterreifen, die für eine spezielle Jahreszeit optimiert sind, können Sie auch Ganzjahresreifen benutzen. Sommerreifen sind derart konstruiert, dass sie auch bei hohen Temperaturen und großen Geschwindigkeiten die Fahrsicherheit bestens gewährleisten. Winterreifen können, aufgrund der Reifenmischung, optimal bei Kälte, Eis und Schnee im Sommer unter Umständen gefährlich sein.
Thomas Detlef Bär
06.02.2012 Thomas Detlef Bär

Während einige Zeitgenossen der Meinung sind, Winterreifen sind selbst im Winter nicht notwendig, gibt es wiederum andere, die aus Kostengründen oder Bequemlichkeit mit Reifen mit Winterprofil selbst im Sommer unterwegs sind.

Winterreifen - bei kalten Temperaturen und Schnee erste Wahl

  • Ein Satz guter Winterreifen kann Sie durchaus eine Investition von einigen Hundert Euro kosten. Für den Sommerbetrieb fällt nochmals der Kauf von Sommerreifen an. Es sei denn, Sie wählen die Variante Ganzjahres- oder Allwetterreifen. Dennoch gilt hier, wer oft und schnell mit seinem Auto unterwegs ist, sollte im eigenen und im Interesse anderer Verkehrsteilnehmer bei Reifen nicht sparen. Jedes Jahr kommt es aufgrund plötzlicher Reifenplatzer zu schweren Unfällen.
  • Experten empfehlen, für jede Jahreszeit die passenden Reifentypen zu wählen. Selbst Ganzjahresreifen können nicht in jedem Fall mit den Qualitäten von Sommerreifen und Winterreifen mithalten.
  • Wenn Sie als Autofahrer die konstruktionsbedingten Nachteile von Winterreifen beim Sommerbetrieb erfahren, ist es möglicherweise zu spät. Denn mit steigenden Temperaturen wird immer der Bremsweg länger. Dann wird die kleinste Gefahrenbremsung gefährlich.

Reifen mit abgefahrenem Winterprofil im Sommer besonders gefährlich

  • Wenn Ihnen Experten in der kalten Jahreszeit zu Winterreifen raten, hat das seinen Grund. Zum einen garantieren sie aufgrund der verwendeten weichen Gummimischungen auf Eis und Schnee einen optimalen Grip.
  • Das macht die Reifen auch hitzeempfindlicher. Schon bei Temperaturen oberhalb von 10 Grad Celsius vermindert sich die Übertragung von Brems- oder Seitenführungskräften. Dazu kommt, dass Ihre Reifen einem überproportionalen Verschleiß unterliegen. Vor allem die Lauffläche nutzt sich schnell ab. Reifen werden mitunter so instabil, dass Sie nicht mehr jederzeit gegensteuern können.
  • Sie können der allgemeinen Regel folgen, dass die Sommerreifenzeit von O (Ostern) bis O (Oktober) geht. Zum anderen besteht in Deutschland Winterreifenpflicht. Das Fahren mit Sommerreifen ist bei Schnee- und Eisglätte nicht erlaubt.
  • Wenn Ihre Wintergummis für den Wintereinsatz nicht mehr taugen, werden sie bei sommerlichen Temperaturen besonders gefährlich.
  • Bremsweglänge auf nasser Fahrbahn und ein mangelhafter Fahrbahnkontakt bei Aquaplaning machen Ihre Fahrt zum Risiko.
  • Die Sommerbereifung ist Winterreifen in der warmen Jahreszeit bei der Geradeausfahrt und beim Kurvengriff überlegen.

Im Hinblick auf die eigene und die allgemeine Verkehrs-Sicherheit sollten Sie immer die eigens für die Jahreszeit vorgesehenen Reifentypen (Sommer, Winter) verwenden. Der dichte Straßenverkehr ist schon gefährlich genug. Setzen Sie sich nur in ein bestens ausgestattetes und sicheres Fahrzeug.

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