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Windbestäubung - Informatives

Ohne die emsige Bestäubungsarbeit der Insekten wäre die Artenvielfalt der Pflanzen erheblich eingeschränkt. Die Ernten der Obst- und Gemüsebauern sowie Kleingärtner würden kläglich ausfallen. Auch Sie wären aufgrund des beschränkten Warenangebotes direkt von solchen Ernteausfällen betroffen. Jedoch gibt es durchaus auch Pflanzen, die sich in puncto Bestäubung nicht auf die Mitarbeit von Bienen oder Hummeln verlassen. Die Windbestäubung macht immerhin 20 Prozent aller Bestäubungen aus. Daher ist sie nicht zu vernachlässigen, wenn es darum geht, die Vermehrung von Pflanzen zu erklären.

Allergiegeplagte Menschen sollten windbestäubende Pflanzen meiden.
Allergiegeplagte Menschen sollten windbestäubende Pflanzen meiden.

Die Windbestäubung hat viele Namen

Wenn Sie Informationen über die Windbestäubung suchen, werden Sie auf eine Vielzahl von Fremdwörtern treffen. Diese werden gerade im Bereich der Botanik sehr gerne und häufig verwendet. So oft, dass sie in manchen Fällen auch vertauscht werden. So auch bei der Windbestäubung.

  • Nur die Begriffe Anemogamie und Anemophilie bezeichnen die Windblütigkeit, also die Anpassung der Pflanze an die Windbestäubung.
  • Die Windbestäubung stellt im Grunde genommen die ursprüngliche Form der Bestäubung von Pflanzen dar. Sie war zu Beginn des Wachstums auf der Erde die einzige Möglichkeit der damaligen Pflanzenarten, sich fortzupflanzen.

Treffen Sie auf den Begriff Anemochorie, so wird hiermit die Verbreitung der Samen durch den Wind bezeichnet, wie es beispielsweise beim Löwenzahn (Pusteblume) der Fall ist. In diesen Fällen geht es um die Ausbringung der Samenkörner und keinesfalls um das Bestäuben anderer Löwenzahnpflanzen.

Die Anemogamie und ihre Nutzer

  • Pflanzen, die ihre Art durch Windbestäubung erhalten, können Sie recht einfach erkennen. Da sie keine Insekten auf sich aufmerksam machen müssen, bilden sie in großer Zahl unscheinbare Blüten aus. Unscheinbar deshalb, weil sie fast vollständig auf Blütenkelche verzichten, dafür jedoch eine beachtliche Menge von Pollen produzieren.
  • Diese Informationsträger sind meist mit langen fein ausgebildeten Fäden verbunden, die es ermöglichen, die Pollen über weite Strecken zu transportieren. Die Pflanzen, die sich auf die Windbestäubung spezialisiert haben, müssen sich auf den Zufall verlassen. Denn dieser ist nötig, wenn der vom Wind davongetragene Staubfaden sich tatsächlich bei einer Pflanze derselben Gattung einfindet. Diesem Glück wird durch die hohe Menge der Pollen ein wenig nachgeholfen.
  • Einige Pflanzen, die mit Windbestäubung "arbeiten", können Sie in medizinischen Diagnosen wiederfinden. Diese sind es meist, die beim Menschen den sogenannten "Heuschnupfen" auslösen. Am meisten treten hier Pappel, Hasel, Birke und Süßgräser in Erscheinung.
  • Die Windbestäubung wird auch zur Fremdbestäubung gezählt, da es hier der Wind ist, der durch die Blütenstände fahren muss, um letztendlich das Wunder der Befruchtung geschehen zu lassen.

Windbestäuber unterscheiden sich durch ein- oder zweihäusige Blüten

  • Dies bringt nichts anderes zum Ausdruck, als dass sich bei der jeweiligen Pflanze entweder Blüten beiderlei Geschlechts befinden, wie beispielsweise bei der Eiche oder der Buche, oder das betreffende Gewächs nur eingeschlechtliche Blüten hervorbringt. Dies ist z. B. bei Weiden oder Pappeln, bei denen man zwischen weiblichen und männlichen Bäumen unterscheidet, der Fall.
  • Die männlichen Blüten einer Pflanzenart tragen den Blütenstaub in ihren Staubgefäßen. Diese Staubgefäße treten in großer Zahl an einem Stiel auf und geben sich so als männliche Blüte zu erkennen.
  • Bei weiblichen Blüten treten hierfür die Samenanlagen auf. Geraten die Pollen in diese, so bleiben sie an den "Narben" kleben und verwachsen sich nach innen. In der Samenanlage sorgen sie somit für die Entstehung neuer Früchte und Samen.

Auch Selbstbestäuber nutzen diese Art der Fremdbestäubung

  • Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass beispielsweise Apfelbäume - die zu den Selbstbestäubern zählen - zuerst Blüten bilden, bevor sie ihre Blätter zum Vorschein bringen? Da Sie nun etwas über Windbestäubung erfahren haben, werden Sie auch den Grund für diese Reihenfolge erkennen.
  • Die Blätter würden die Windbestäubung unnötig erschweren. Daher hat die Natur es so eingerichtet, dass sich möglichst wenig gegen die umherfliegenden Pollen stellen kann.
  • Daher bietet die Windbestäubung auch eine Möglichkeit für Selbstbestäuber - Pflanzen, die sich mit ihren eigenen Pollen befruchten können - viele Früchte bilden zu können.
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