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Wildschaden - so reagieren Sie richtig

Zusammenstöße mit Wild können jedem Autofahrer passieren. Besonders wenn Sie in der Dämmerung auf Landstraßen unterwegs sind, steigt das Risiko. Lässt sich der Unfall nicht vermeiden und haben Sie einen Wildschaden an Ihrem Auto, steht die Regulierung mit der Versicherung an. Erfahren Sie, wie Sie bei einem Wildschaden vorgehen.

Ausweichen gelingt nicht immer.
Ausweichen gelingt nicht immer.

Nicht immer muss Ihre Versicherung einen Wildschaden regulieren.

Wie Versicherungen Wildschaden definieren

  • Für Sie ist jeder Unfall, der mit einem Wildtier in Zusammenhang steht, natürlich ein Wildschaden. Viele Versicherungen sehen da aber Unterschiede. Bevor Sie also überhaupt den Versicherungsvertrag abschließen, prüfen Sie in den Bedingungen der Kaskoversicherung, was alles dazugehört.
  • Es ist entscheidend, um welche Art von Wild es sich gehandelt hat. Die meisten Versicherungen beschränken sich auf Haarwild. Dazu gehören natürlich Rehe, Wildschweine, Füchse oder Hasen. Vögel sind oft nicht eingeschlossen, auch wenn der Zusammenstoß mit einem großen Raubvogel erheblichen Wildschaden verursachen kann.
  • Direkt als Wildschaden sieht die Versicherung zunächst nur den Zusammenstoß. Wenn Sie durchaus verständlich den Unfall sogar vermeiden wollten und durch das Ausweichmanöver in der Leitplanke landeten, kann es schwierig werden. Dann kommt es darauf an, ob der Zusammenstoß mindestens ebenso großen Schaden angerichtet hätte.
  • Bei kleinerem Haarwild wie Hasen oder Füchsen erstattet die Versicherung nur dann einen Wildschaden, wenn er durch einen direkten Zusammenstoß entsteht. So sehr es Sie als tierliebenden Menschen trifft, aber mehr als Abbremsen bleibt Ihnen bei diesen Tieren nicht übrig. Ein Ausweichmanöver wird zu Ihrem eigenen finanziellen Risiko.

Wildschaden melden und abwickeln

  • Ist der Unfall passiert und es kam zu einem Wildschaden, merken Sie sich unbedingt den Ort, damit Sie ihn später präzise angeben können. Das tote Tier lassen Sie unberührt. Sie dürfen es nicht mitnehmen und sollten es nicht einmal anfassen, um eine mögliche Ansteckung zu vermeiden.
  • Benachrichtigen Sie bei einem Wildschaden den Jagdpächter, sofern Sie ihn tatsächlich kennen. Er ist dafür zuständig, sich um den Kadaver zu kümmern oder verletzte Tiere zu erlösen.
  • Wichtig ist die Meldung bei der nächsten Polizeiwache. So erhalten Sie auch gleich einen Nachweis, dass der Wildschaden eingetreten ist. Die Polizei erteilt eine Wildbescheinigung, die Sie für die Versicherung benötigen.
  • Melden Sie den Wildschaden Ihrer Versicherung, die Ihnen in der Regel einen Fragebogen zuschicken wird. Diesen vervollständigen Sie und reichen ihn zusammen mit der Wildbescheinigung ein. Bedenken Sie bei der Schadensschilderung, dass Schäden durch Ausweichmanöver nur bei größeren Tieren als Wildschaden angesehen werden.
  • Rechnen Sie damit, dass ein Sachverständiger den Wildschaden überprüft. So unangenehm es ist, aber Sie sollten bis dahin Ihr Auto nicht reinigen. Spuren von Blut oder Fell können als Nachweis dienen. Bei Federn gilt dies natürlich nur, wenn Ihr Versicherungsvertrag Vögel als Wildschaden abdeckt.

Ein Wildschaden ist tragisch und unangenehm zugleich, lässt sich aber über die Kaskoversicherung regulieren.

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