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Wildpflanzen sammeln und in der Küche verwerten - Tipps

In der Natur finden Sie viele Wildpflanzen und Kräuter, die in der Küche verwendet werden können. Sie müssen aber sicher in der Bestimmung sein und an den richtigen Orten sammeln.

Löwenzahn ist eine Wildpflanze, die in der Küche verwendet werden kann.
Löwenzahn ist eine Wildpflanze, die in der Küche verwendet werden kann.

Was Sie aus Wildkräutern herstellen können

Wildpflanzen und Kräuter werden immer beliebter in der Küche und können für viele Zwecke angewendet werden.

  • Die bekannteste Möglichkeit ist der Kräutertee. Hier eignen sich zum Beispiel Himbeer- und Brombeerblätter oder Holunderblüten für einen Früchtetee. Aber auch Blüten des Johanniskrautes, Mädesüß, Löwenzahn oder Gänseblümchen können verwendet werden.
  • Die Kräuter können auch in Öl oder Essig eingelegt werden oder zu einem Sirup verkocht werden. Spitzwegerich, Melisse, Holunder oder Minze eignen sich perfekt dafür.
  • Aus Fichtenwipfel oder Löwenzahn können Sie einen Wildblütenhonig herstellen, der wunderbar nach Wald schmeckt.
  • Viele Wildpflanzen und Kräuter können Sie einfach als Salat anmachen. Die Blätter und Blüten des Löwenzahn, das Veilchen, die Vogelmiere (vor der Blüte) oder die Brennnessel sind hier erste Wahl.
  • In vielen unscheinbaren Kräutern stecken Heilkräfte. Mit diesem Ratgeber bestimmen Sie …

  • Auch an Gewürzen hält die Natur einiges bereit. So können Sie Samen des Wilden Kümmels oder Fenchel genauso verwenden, wie die gezüchteten Verwandten. Aber auch der Wilde Dost, Thymian oder Beifuß werten Speisen und Gerichte auf.
  • Aus den reifen Früchten und Beeren, wie die Wildkirsche, Walderdbeere, Holunder Himbeere oder Heidelbeere lassen sich Marmeladen oder Grützen herstellen.

Im getrockneten Zustand, in Öl oder Essig eingelegt sind die Kräuter bis zu zwei Jahre haltbar. Sirup oder Marmelade halten, wenn sie gut eingekocht sind, ebenfalls ein bis zwei Jahre.

Wo und wie Sie Wildpflanzen sammeln können

Wildpflanzen und Kräuter finden Sie normalerweise überall in der Natur. Um aber die Pflanzen gefahrlos sammeln und essen zu können, müssen Sie gewisse Regeln einhalten.

  • Das Wichtigste ist, dass Sie die Wildpflanzen einwandfrei bestimmen können. Ein Bestimmungsbuch kann hier der Einstieg sein. Viele Kräuterkenner empfehlen, dass man am Anfang die giftigen Pflanzen erkennen sollte, da es von diesen weniger gibt. So können Sie sich diese leichter merken und gehen dadurch weniger Risiken ein.
  • Fangen Sie erst mit Kräutern an bei denen keine Verwechslungsgefahr besteht. Brennnessel, Löwenzahn, Gänseblümchen, Walderdbeere oder Himbeere sind Beispiele dafür.
  • Sammeln Sie ihre Kräuter an Stellen, wo nicht gespritzt wird oder eine große Straße vorbeigeht. An Waldwegen werden die Wildpflanzen auch gerne als Hundetoilette verwendet. Meiden Sie deshalb solche Orte zum Ernten.
  • Zum Sammeln benötigen Sie ein scharfes Messer und einen Korb oder Stoffbeutel. Keinesfalls die Kräuter in einer Plastiktüte aufbewahren, da dort Schimmelgefahr oder zumindest Aromaverlust besteht.
  • Nachdem Sammeln müssen die Wildpflanzen möglichst schnell verarbeitet oder getrocknet werden, um das volle Aroma zu erfahren.

Wenn Sie Ihr Wissen in der Pflanzenwelt vertiefen wollen, können Sie auch an Kräuterführungen teilnehmen. Mittlerweile gibt es auch zahlreiche Kurse, die sich auf die Verwendung von Wildpflanzen in der Küche spezialisiert haben.

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