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Wildkaninchen im Garten - das sollten Sie beachten

Nicht nur in ländlichen Gegenden finden Sie Wildkaninchen. Die braungrauen Wildtiere fühlen sich auch in der Stadt sehr wohl. Wenn Sie sie im Garten entdecken, kann das für Ihre Pflanzen und Haustiere Folgen haben. Erfahren Sie, was Sie beachten sollten und wie Sie sie wieder loswerden.

Sie fressen Gemüsebeete ab.
Sie fressen Gemüsebeete ab.

Was Sie benötigen:

  • rohes Tieröl (Apotheke)
  • Kaninchendraht
  • Repellent
  • Lappen
  • Spaten
  • Kabelbinder

Wildkaninchen fühlen sich im Garten schnell heimisch.

Wildkaninchen und ihre Angewohnheiten

  • Wildkaninchen sind sehr gesellige und vermehrungsfreudige Tiere. Entdecken Sie eines oder zwei davon im Garten, müssen Sie damit rechnen, dass bald deutlich mehr auftauchen. Die Fortpflanzung erfolgt nach Bedarf und das üppige Nahrungsangebot in Ihrem Garten fördert sie natürlich.
  • Wildkaninchen im Garten sind späte Besucher. Sie sind dämmerungsaktiv und zeigen sich deswegen tagsüber nur selten. Haben Sie den Verdacht, dass die Fraßspuren an Ihren Pflanzen auf Wildkaninchen zurückzuführen sind, legen Sie sich am besten gegen Abend an einer Stelle oder hinter einem Fenster auf die Lauer, das Ihnen einen guten Überblick über den Garten verschafft.
  • Haben Sie Hauskaninchen in einem Gehege, sollten Sie nicht davon ausgehen, dass sie sich sofort gut mit den Wildkaninchen verstehen. Beide Parteien sind einander fremd und es kann passieren, dass es zwischen Ihren Hauskaninchen und den Wildkaninchen im Garten zu Auseinandersetzungen kommt. Da die Wildkaninchen auch Krankheitsüberträger sind, kann das für Ihre eigenen Kaninchen schlimme Folgen haben.
  • Wildkaninchen sind Vegetarier und im Garten finden sie ausreichend Nahrung. Sie futtern zwar auch den unerwünschten Löwenzahn, aber genauso werden sie über Ihre Gemüsebeete und Blumen herfallen. Am Ende bleiben nur noch kurze Stummel übrig, die bei manchen Zwiebelblumen nicht einmal im nächsten Jahr wieder blühen.

Im Garten die Nager vertreiben

  • Untersuchen Sie zuerst, an welcher Stelle die Wildkaninchen überhaupt in Ihren Garten wandern. Oft werden Sie an den Zäunen entlang die Grabestellen finden. Noch bedenklicher ist es, wenn in Ihrem Garten bereits ein richtiger Kaninchenbau entstanden ist. Dann pflanzen sich die Wildkaninchen gleich in Ihrem Garten fort und ziehen dort die Jungen groß.
  • Ziehen Sie entlang Ihres Gartenzauns zusätzlich mit Kaninchendraht eine engmaschige Barriere. Damit die Kaninchen nicht unter dem Draht durchkommen, sollten Sie ihn noch ungefähr 30 cm tief im Boden eingraben.
  • Bis Sie die Wildkaninchen vertrieben haben, können Sie Ihre Beete und Pflanzen im Garten ebenfalls mit Kaninchendraht schützen. Schlagen Sie dafür einfach Äste in den Boden rund um die Beete und befestigen dort Kaninchendraht mit Kabelbinder.
  • Zur Abwehr solcher Wildkaninchen können Sie Vergrämungsmittel einsetzen. So nennt man Duftstoffe, deren Geruch für Wildkaninchen unangenehm ist oder Gefahr signalisiert. Neben den fertigen Repellents funktioniert auch rohes Tieröl aus der Apotheke. Es stinkt wirklich unangenehm und wird deswegen auch Stinköl genannt. Streichen Sie damit die Ränder Ihres Zauns ein und legen einen darin getränkten Lappen im Garten in den Kaninchenlöchern aus. 

Sie brauchen Geduld und Durchhaltevermögen, denn Wildkaninchen im Garten sind hartnäckig.

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