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Wilder Hopfen - Anpflanzung und Pflege

Wilder Hopfen eignet sich für die schnelle Begrünung von Mauern oder Zäunen. Das Anpflanzen im Garten aus Wurzelstecklingen gelingt zuverlässig.

Die Hopfendolden haben ein attraktives Erscheinungsbild.
Die Hopfendolden haben ein attraktives Erscheinungsbild.

Hopfen - allgemeine Informationen

Wenn Sie gerne an der Pergola, auf der Terrasse oder zur Begrünung anderer Standorte eine rankende Pflanze einsetzen möchten, eignet sich Hopfen. Echter Hopfen, botanisch Humulus Lupulus, wird zur Gewinnung von Lupulin als Konservierungsmittel von Bier angebaut. Wilde Formen finden Sie als mehrjährige Schlingpflanze in Gebüschen und an Waldrändern. Der Japanische Zierhopfen ist einjährig.

Die Pflanze windet sich an praktisch allen Rankhilfen hoch. Dies können angebrachte Gitter aus dem Gartenfachhandel, aber auch Zäune, Büsche oder Bäume sein. Die Wuchslänge der leicht klebrigen Ranken liegt zwischen fünf und sieben Metern, sodass Sie unterschiedliche gärtnerische Ziele mit der Pflanze verwirklichen können.

Männliche und weibliche Blüten sitzen an verschiedenen Pflanzen. Dies sollten Sie beachten, wenn Sie die unreif geernteten und getrockneten Zapfen für Tee oder beim Bierbrauen nutzen möchten. Dekorativ sind die hellgrünen Hopfendolden der weiblichen Pflanzen auf jeden Fall. Früher aß man auch die jungen Triebe, die der Wurzelstock im Frühjahr bildet, als eine Art Spargel.

Alle Arten von Hopfen sind relativ anspruchslos an Kulturort und Bodenqualität. Kultivieren Sie die Pflanze an feuchten Standorten, die einen hohen Feuchtigkeitsgehalt des Bodensubstrats aufweisen. Der Platz darf halbschattig bis sonnig sein. An einem schattigen Standort erreicht der Hopfen eine geringere Länge und die Blätter werden kleiner ausgebildet.

Wilder Hopfen - Pflanzanleitung

Ihre Starterpflanze kann ein gekaufter Hopfen oder ein Wurzelsteckling sein, den Sie von einer Mutterpflanze abgestochen haben.

  1. Rankhilfe anbringen. Soll der Hopfen an einer Rankhilfe in die Höhe wachsen, so befestigen Sie diese vor dem Einpflanzen an der entsprechenden Mauer oder Fassade.
  2. Pflanzloch graben. Heben Sie am vorgesehenen Standort ein Erdloch aus, das in etwa doppelt so groß ist wie der Pflanzballen des Hopfens beziehungsweise der Steckling.
  3. Pflanzerde vorbereiten. Vermengen Sie den Aushub mit Humus oder Kompost.
  4. Pflanzloch vorbereiten. Befüllen Sie damit den Boden und die Ränder des Erdlochs.
  5. Hopfen einpflanzen. Stellen Sie den Hopfen in das Erdloch. Schütten Sie die Erdmischung so auf, dass die Pflanze geradesteht. Um Luftlöcher zu vermeiden, sollten Sie die Erde anklopfen. Eine Schaufel erleichtert Ihnen diese Arbeit.
  6. Vertiefung gestalten. Belassen oder formen Sie eine kleine Vertiefung rund um den Wurzelballen. So kann sich das Wasser dort sammeln.
  7. Angießen. Gießen Sie die Pflanze gut an. Dadurch umschließt die Erde die Wurzeln, die die Pflanze nun versorgen.
  8. Pflanze versorgen. Streuen Sie etwas Rindenmulch in die Vertiefung. Das Wasser verdunstet dann nicht so schnell und schützt den Hopfen vor Trockenschäden. 
  9. Gießen und düngen. Gießen Sie den Hopfen in der Wachstumsperiode und ergänzen Sie mit einem stickstoffreichen Dünger

Einfacher als gedacht: Schon nach wenigen Handgriffen findet ein Hopfen sein Plätzchen und wächst schnell zu einer robusten Rankpflanze heran, die schon im ersten Jahr dekorative Dolden hat. Sie können wilden Hopfen auch im Pflanzkübel kultivieren. Damit beugen Sie einer unerwünschten Ausbreitung der Pflanze vor. Denn diese bildet Rhizome aus und kann zur Plage werden.

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