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Wie viel Wasser brauchen Orchideen? - So gießen Sie richtig

Orchideen sind sehr blühfreudig. Wie viel Wasser diese edlen Pflanzen aus dem tropischen Regenwald brauchen, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Orchideen im kleinen Topf benötigen weniger Wasser.
Orchideen im kleinen Topf benötigen weniger Wasser. © Erika_Hartmann / Pixelio

Orchideen brauchen tropisches Klima

Viele Orchideenarten stammen ursprünglich aus dem tropischen Regenwald. Dort  wachsen sie auf den Bäumen und ihre Wurzeln hängen dabei in der Luft. Nur so ist gewährleistet, dass diese Pflanzen das zum Leben benötigte Licht erreichen. Die benötigten Nährstoffe ziehen die Orchideen aus der umliegenden Luft und dem Regenwasser.

In den Tropen ist in den Mittagsstunden die Sonneneinstrahlung am stärksten. Die höher angesiedelte Orchidee bekommt die direkte Sonne zu spüren. Durch die große Hitzeentwicklung prasselt dann nachmittags ein kräftiger Regenschauer auf die Pflanzenwelt nieder. Die Orchidee wird dabei komplett nass, ohne dabei im Wasser zu stehen.

Liebhaber exotischer Pflanzen können sich mittlerweile Orchideen in Gartencentern, Baumärkten und Discountern kaufen. Diese Pflanzen werden allerdings als Hybriden nachgezüchtet. Die hierzulande bekannteste Gattung aller Orchideenarten ist die Phalaenopsis.

Die Wurzeln der gekauften Orchidee stecken in einer speziellen Erde, die hauptsächlich aus Rindenmulch, Torf und Styropor besteht. Dieses Gemisch ist sehr luftdurchlässig und kann trotzdem Wasser vorhalten. Das kommt der Natur dieser Pflanze sehr nahe.

Wie viel Wasser eine Orchidee benötigt

Da die Wurzeln der Orchideen in der natürlichen Umgebung in der Luft hängen, müssen Sie zu Hause darauf achten, dass sie niemals im Wasser stehen. Andernfalls fängt das Wurzelwerk binnen einiger Tage an zu faulen und die Pflanze stirbt ab. Achten Sie daher auf ein Abflussloch im Pflanztopf. Benutzen Sie keinen Übertopf, in dem sich das Wasser sammeln kann.

Eine Phalaenopsis müssen Sie regelmäßig umtopfen, um sie mit ausreichend Nährstoffen …

Gießen Sie die Pflanze im Sommer zweimal wöchentlich und lassen Sie das überschüssige Wasser abtropfen. Bewährt hat es sich, den Pflanztopf nach dem Gießen auf eine Art Gitter zu stellen. So kann sich keine Staunässe bilden. Im Winter reicht ein einmaliges Gießen in der Woche völlig aus.

Achten Sie auch auf eine geeignete Umgebungstemperatur. Sie müssen keine schwüle Tropenluft in Ihr Wohnzimmer schaffen, aber zu kalt sollte es auch nicht sein. Wichtiger ist eine gute Luftfeuchtigkeit. Bei trockener Luft sollten Sie zusätzlich die Pflanze mit einem Blumenbesprüher einsprühen.

Mit wie viel Wasser die Pflanze gegossen werden muss, hängt auch von der Größe des Blumentopfes ab. Je größer der Topf, desto mehr Flüssigkeit benötigt die Pflanze. Mit etwas Erfahrung können Sie auch am Gewicht des Topfes abschätzen, wie viel Wasser noch im Topf vorrätig ist. Da die Wurzeln kaum Eigengewicht haben, ist eine "durstige" Orchidee sehr leicht.

Beschaffenheit des Wassers ist wichtig

Nicht nur die Wassermenge spielt bei der Pflege von Orchideen eine große Rolle, auch die Qualität des Wassers ist von großer Bedeutung. Das Gießwasser sollte immer Zimmertemperatur haben und wenig Salze. Am besten eignet sich aufgefangenes Regenwasser.

Steht kein Regenwasser zur Verfügung, können Sie auch normales Leitungswasser kurz abkochen und zimmerwarm zum Gießen verwenden. Haben Sie in Ihrer Region nur sehr hartes Leitungswasser zur Verfügung, sollten Sie mithilfe eines Wasserfilters das Wasser aufbereiten.

Sind die Orchideen stark ausgetrocknet, weil Sie das Gießen vergessen haben oder im Urlaub waren, brauchen die Pflanzen sehr viel Flüssigkeit auf einmal. Hierbei tauchen Sie den Blumentopf so lange unter Wasser, bis sich das Substrat völlig vollgesogen hat. Danach stellen Sie den Topf zum Abtropfen auf ein Gitter. 

Befinden sich die Orchideen im Wachstum, brauchen sie etwas Dünger. Denken Sie aber daran, dass diese Pflanze nicht so viel Nährstoffe benötigt. In der der freien Natur überlebt sie in einer spärlichen Umgebung. 

Checkliste zum Gießen der Pflanze

  • Umgeben Sie die Wurzeln der Orchidee nur mit einer speziellen Orchideenerde.
  • Benutzen Sie einen Blumentopf mit einem Wasserabflussloch.
  • Stellen Sie den Blumentopf auf keinen Fall in einen Übertopf.
  • Beste Vermeidung von Staunässe ist ein spezielles Abtropfgitter zum Unterstellen des Topfes.
  • Verwenden Sie kein frisches Leitungswasser zum Gießen, sondern kochen Sie es ab oder nehmen Regenwasser.
  • Gießen Sie im Sommer höchstens zweimal in der Woche.
  • Im Winter reicht ein einmaliges Wässern.
  • Ist der Blumentopf sehr leicht, sollten Sie die Pflanze komplett fluten und dann abtropfen lassen.
  • Haben Sie eine sehr geringe Luftfeuchtigkeit im Raum, besprühen Sie die Pflanzen mit einem Blumensprüher regelmäßig.
  • Düngen Sie Orchideen nur im Wachstum.
  • Als Standort hat sich ein halbschattiges Plätzchen auf der Fensterbank bewährt.

Denken Sie bei der Pflege Ihrer Orchideen immer daran, woher die Pflanze ursprünglich stammt. Dann werden Sie lange Freude an ihrer exotischen Blütenpracht haben.

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